Beamen - die etwas andere Art

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Beamen - die etwas andere Art

Beitrag von Tom » Do 30. Apr 2020, 21:01

Es gab und gibt ja viele Diskussionen übers Beamen.

Vor allem, ob die Person, die gebeamt wurde noch die ist, die sie vorher war oder ob sie eine neue Person ist, mit den gleichen Erinnerungen - eine Kopie des toten Originals.
Denn die meisten oder gar alle nehmen an, dass beim Beamen der Körper in einzelne Moleküle oder gar Atome zersetzt wird und dann an einem anderen Ort wieder zusammengefügt. Im Prinzip und laut Canon wird dem wohl auch so sein.

Ich möchte hier einen Gedankengang einwerfen, der das Beamen etwas anders darstellt.
Dazu möchte ich TNG Staffel 6 Folge 2 "Todesangst beim Beamen" heranziehen.

Vorstellen könnte ich mir, dass beim Beamen ein Stasisfeld um den Körper gelegt wird, das verhindert, dass man auseinander gerissen oder verstreut wird. In diesem Feld wird man dann beim Beamvorgang durch den Materiestrom an einen anderen Ort geschickt. Da hier der Körper nicht aufgelöst wird, würde am Ankunftsziel die gleiche Person ankommen, wie die am Ausgangsort.
Damit wäre es dann aber weniger ein Beamen, denn ein Teleportieren.

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Re: Beamen - die etwas andere Art

Beitrag von Glumski » Di 5. Mai 2020, 21:51

Vor allem, ob die Person, die gebeamt wurde noch die ist, die sie vorher war oder ob sie eine neue Person ist, mit den gleichen Erinnerungen - eine Kopie des toten Originals.
Quantenmechanisch (ja, ich weiß...) ist die Sache ziemlich eindeutig. Zwei Elementarteilchen (z.B. Elektronen) mit gleichen Quantenzahlen sind ununterscheidbar. Physikalisch macht es keinen Unterschied, welches Elektron man in sein Atom einbaut; tatsächlich ist die Frage schon unsinnig, "welches" Elektron es gewesen sein mag. Wenn man jetzt in einem Menschen alle Elementarteilchen eins nach dem anderen ersetzen würde (ähnlich wie sich nach und nach die meisten Zellen im menschlichen Körper erneuern), würde wohl kaum jemand bezweifeln, dass es danach immer noch derselbe Mensch ist. Beim Beamen passiert das eben mit allen Teilchen mehr oder weniger gleichzeitig. Der "neue" Mensch wäre vollkommen identisch mit dem "alten". Angenommen man könnte mit dieser Methode jemanden klonen, gäbe es keine Möglichkeit herauszufinden, wer von beiden das Original und wer der Klon ist. Physikalisch gesehen wären beide das Original.
Man kann natürlich beliebig über nicht-physikalische Eigenschaften eines Menschen philosophieren, z.B. die Seele, aber man kann seine Zeit auch mit sinnvolleren Dingen verbringen.
Vorstellen könnte ich mir, dass beim Beamen ein Stasisfeld um den Körper gelegt wird, das verhindert, dass man auseinander gerissen oder verstreut wird. In diesem Feld wird man dann beim Beamvorgang durch den Materiestrom an einen anderen Ort geschickt.
Das Problem dabei ist die notwendige Beschleunigung. Das klassische Beamen ist quasi wie Faxen: Ich scanne das Original, sende die Information mit Lichtgeschwindigkeit an mein Ziel, und rekonstruiere die Kopie. Die herkömmliche Post braucht zwangsläufig länger, modulo der Zeit, die für Scannen und Rekonstruieren drauf geht. Ein Stasisfeld um den Körper zu legen würde diesen natürlich sogar vor den absurden Beschleunigungen schützen, die für Teleportation notwendig wären. Dann würden wir aber quasi ein 70kg schweres Geschoss auf annähernd Lichtgeschwindigkeit beschleunigen, was im Allgemeinen keine gute Idee ist (sofern man nicht alles zwischen Start und Ziel in Schutt und Asche legen möchte, einschließlich des Ziels). Der Energieaufwand wäre auch absurd. Herkömmliches Beamen dürfte wesentlich effizienter und realistischer sein.

Die Idee finde ich aber sehr schön. Teleportation erscheint mir eine viel nettere Option als Beamen, muss ich sagen!

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Re: Beamen - die etwas andere Art

Beitrag von Tom » Mi 6. Mai 2020, 00:12

Die Frage ist, ob der Materiestrom im regulären Universum seine Bahnen zieht. Ich glaube eher, dass es auf einer anderen Ebene transportiert wird. Daher gäbe es auch keine Kollisionsprobleme.

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Re: Beamen - die etwas andere Art

Beitrag von Glumski » Fr 8. Mai 2020, 09:59

Dann müsste man den Materiestrom aber irgendwie in diese andere Ebene transponieren, und am gewünschten Zielort wieder zurück ins reguläre Universum. Zugegeben, das Problem hat man auch beim normalen Beamen; von einem Transporterraum zum nächsten ist kein Problem, aber wie man jemanden ohne spezielles Equipment vor Ort wegbeamen kann, hat sich mir nie erschlossen.

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Re: Beamen - die etwas andere Art

Beitrag von Tom » Mo 18. Mai 2020, 14:26

Vielleicht weil das Beamen Rückstände hinterlassen? Etwa eine Spur oder Anomalie, die man dann nachverfolgen und wieder erfassen kann?

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Re: Beamen - die etwas andere Art

Beitrag von Staubschmied » Di 19. Mai 2020, 17:23

Glumski hat geschrieben:
Di 5. Mai 2020, 21:51
Zwei Elementarteilchen (z.B. Elektronen) mit gleichen Quantenzahlen sind ununterscheidbar.
Nachweislich oder mit unseren Mitteln? Lange Zeit waren ja auch Atome das kleinste, von daher die Frage.

Aus aktuellem Anlass, falls es jemand noch nicht kennt: https://de.wikipedia.org/wiki/Schiff_des_Theseus

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Re: Beamen - die etwas andere Art

Beitrag von Tom » Di 19. Mai 2020, 20:17

Das Theseus Paradoxon ließe sich auch auf den Menschen übertragen.
Unsere Zellen erneuern sich immer wieder. Deshalb wachsen wir auch und entwickeln uns weiter.

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Re: Beamen - die etwas andere Art

Beitrag von Glumski » Di 26. Mai 2020, 19:14

Aus aktuellem Anlass, falls es jemand noch nicht kennt: https://de.wikipedia.org/wiki/Schiff_des_Theseus
Die englische Version des Artikels hat auch ein paar nette Lösungen des Paradoxons (darunter eine propagiert von Noam Chomsky).

Ich denke, eine Ursache für die grundsätzliche Verwirrung ist, dass man das tiefergreifende Problem nicht erfasst. Die Frage Ist die gebeamte (kopierte) Version von mir immer noch ich selbst? fragt eigentlich nach der Definition von Identität. Für mich bin ich das Programm, das auf meinem biologischen Prozessor läuft. Programme sind unabhängig davon, welcher Prozessor sie ausführt; entsprechend würde ein kopierter Prozessor das gleiche (kopierte) Programm ausführen.
Da wir und evolutionär aber nicht entwickelt haben, mit Prozessen und Programmen zu denken, identifizieren wir uns i.d.R. mit unserem Körper - schließlich ist das der einzige Prozessor, auf dem unser Programm läuft. Das führt zu einer ganzen Reihe von Fehlständen, und ruft absurde Paradoxe hervor. Denn in den meisten Fällen ist ein Paradoxon kein echter Widerspruch, sondern zeigt uns nur, dass wir das eigentliche Problem nicht gefunden haben.
Das Theseus Paradoxon ließe sich auch auf den Menschen übertragen.
Das... ist der Grund, warum Staubschmied darauf verlinkt hat?

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