Freizeit: sinnvolle Sache oder nicht ...

Hier ein Bereich wo sich jeder mit jedem treffen und über alles geredet werden kann.
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Freizeit: sinnvolle Sache oder nicht ...

Beitrag von Glumski » Mi 17. Apr 2019, 18:26

Egosoft scheint diese Präsenz hier auch zu sabotieren.
Ich denke her, dass die uns hier gar nicht auf dem Schirm haben. Wikis zu X gibt es ein paar (z.B. xdatabase oder Seizewell), und auf keins davon geht Egosoft wirklich ein. Ich würde vermuten, dass die einfach ziemlich planlos sind...
Schließlich haben ich und mein Mitadmin vom X-Lexikon, uns einen Account im Egosoft Forum angelegt. Der wurde dann gesperrt. Und das, obwohl wir noch nicht mal einen einzigen Beitrag geschrieben haben.
Das könnte aber auch daran liegen, dass von mehreren Personen verwendete Accounts strikt verboten sind. So war es beim ETNO-Mod damals auch; wir wollten einen Sammelaccount dafür erstellen (eben damit News etc. vom ganzen Team kommen können und nicht von Einzelpersonen), aber das ist aus Gründen der Nachverfolgung nicht erlaubt. Man kann von der Regel halten, was man will, aber mit bösartigem Willen wurde die sicherlich nicht erstellt.
An sich würde ich gern etwas eigenes in der Richtung verfassen, aber mir fehlt irgendwie immer die Zeit dafür. Aber nicht nur das, seit diesem Jahr hab ich auch stark mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die meine Arbeitszukunft bedrohen.
Oh Mensch, das ist echt mies. Ich wünsche dir eine gute Besserung!
Ich würde es ja auch gerne sehen, dass hier wieder mehr Aktivität rein kommt, aber da ich in keinem anderen Forum oder Spiel mehr groß aktiv bin, hab ich auch keine Möglichkeit da groß Werbung zu machen.
Ich habe ein wenig das Gefühl, dass Foren allgemein ziemlich den Bach runter gehen. Wahrscheinlich kann man auch hier die Schuld auf Social Media (insb. Dinge wie tumblr und reddit, schätze ich) schieben... Viele aktive Foren kenne ich nicht, zumindest nicht außerhalb gezielter Entwicklungen. Entwickler-Teams etc. haben natürlich noch ihre Bereiche, aber die lebendigen Diskussionen von noch vor ein paar Jahren sehe ich in keinem Forum mehr. Ich bin in ein paar davon unterwegs, aber dieses hier dürfte mein aktivstes sein, mit den paar Posts, die ich pro Jahr schreibe.
Ist vielleicht auch 'ne Alterssache. Als Schüler hatte ich definitiv mehr Zeit...

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Child of Bodom
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Re: Ideen, Fragen und konstruktive Kritiken zu Toms Geschichten

Beitrag von Child of Bodom » Do 18. Apr 2019, 09:52

Ist vielleicht auch 'ne Alterssache. Als Schüler hatte ich definitiv mehr Zeit...
Dass das eigentlich nicht mehr als eine Ausrede ist, dürfte ich jetzt schon seit einem halben Jahrzehnt bewießen haben. oO
Aber naja, die meisten Menschen lassen ja nach der Schule dann sowieso andere über ihr Leben bestimmen (in 99% der Fälle wird die eigene Lebenszeit dann auch noch weit unter Wert verkauft) und schieben die Tatsache, dass sie nichts eigenes oder gar kreatives mehr tun auf Zeitmangel. oO Verzeihung im Nachhinein, das sind zwar ziemlich brutale Worte, aber es ist die Wahrheit, auch wenn die (wahrscheinlich) mal wieder keiner Hören und Lesen möchte.
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Re: Ideen, Fragen und konstruktive Kritiken zu Toms Geschichten

Beitrag von Chabero » Fr 19. Apr 2019, 12:16

generell hat mal als Schüler schon mehr Zeit anfürsich, als Arbeiter/Erwachsener hat man neben dem Job noch den Haushalt, Garten, Renovierungen evt Familie, und noch andere Interessen/Hobbys wie als Schüler, merk ich an mir selbst und aktuell wo ich moch zusätzlich um nen 2. Haushalt und Paps kümmern muss hab ich noch weniger für mich übrig..

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Re: Ideen, Fragen und konstruktive Kritiken zu Toms Geschichten

Beitrag von Child of Bodom » Fr 19. Apr 2019, 14:08

generell hat mal als Schüler schon mehr Zeit anfürsich, als Arbeiter/Erwachsener hat man neben dem Job noch den Haushalt, Garten, Renovierungen
Kenne ich und ist meiner Meinung nach kein wirkliches Hinderniss.
und noch andere Interessen/Hobbys wie als Schüler, merk ich an mir selbst
Ich stelle eben sehr oft fest, dass Leute anstelle von sinnvollen, kreativen Tätigkeiten, oder einfach nur sich die Produkte derer zu geben die es sind und sie mal kurz mit einem genauso kurzen possitiven Comment und/oder ein wenig Kritik zum weiter machen zu bringen und sich zu verbessern (was mich ja schon zufrieden stellen würde) sich lieber mit der bescheuerten Party-Pseudo-Kultur (daran ist NICHTS kulturelles), sprich Literweiße Alkohol (meist auch noch überteuert in einer Kneipe oder Discothek) und extrem dummen, gehaltlosen Gesprächen abgeben. Dieses Verhalten muss dann auch noch bezahlt werden, von irgendetwas, was zu meinem oben schon beschriebenen Zustand führt indem man den Rest seiner eigentlich wesentlich kostbareren Lebenszeit weit unter Wert an einen meist viel zu großen Konzern verkauft. Ich weiß nicht ob das tatsächlich normal ist oder ob das nur an meinem persönlichen Umkreis liegt, ich denke aber eigentlich, dass es normal ist, die Konsumzahlen der Alkohol und Tabak-Industrie deuten für mich auf jeden Fall mal daraf hin. Das mal zum Thema andere Interessen/Hobbys. oO
und aktuell wo ich moch zusätzlich um nen 2. Haushalt und Paps kümmern muss hab ich noch weniger für mich übrig..
Gut, das ist nicht so schön zugegebener Maßen. Das sehe ich gerade bei meiner Mutter und meiner Oma, da sieht das gerade so ähnlich aus. Ich muss allerdings auch sagen, dass selbst meine momentan 2 Haushalte führende Mutter noch problemlos Zeit hat/hätte sich mit kreativen Dingen zu beschäftigen. Meine Mutter nimmt eben, wie etwa ich selbst, auch nicht an dieser Party-Pseudo-Kultur teil, und wahrscheinlich ist das der Grund warum ich immer noch das Gefühl habe jede Menge Zeit für Foren, Gitarre, Schreiben und Zocken zu haben. Ich verschwende meine Zeit nicht damit besoffen in der Gegen rum zu fallen und kann problemlos von Halbtagsarbeit überleben und mir sogar noch ordentlich was leisten hin und wieder, weil ich kein Geld dafür ausgebe meine Sinne und meine Gesundheit zu zerstören.

Nochmal grob zusammen gefasst. Alle heulen rum, dass sie keine Zeit mehr haben, aber haben ihr Leben so gestaltet, dass sie eben keine Zeit mehr haben. Ändert da was dran! Ihr braucht keine 3000€ im Monat zu verdienen für ein gutes Leben, nicht mal 2000€. Ihr braucht auch keine Verantwortung für jemand anderen als euch selbst, besten Falls eure Verwandschaft (allerdings mit festgesetzten Grenzen, ist ja nicht so, als wären die aus ihrer eigenen Verantwortung raus ;) ) zu übernehmen und vor allem, ihr braucht euch nicht jedes Wochenende (oder gar jeden Tag) so abzuschießen, dass ihr eure Körperfunktionen nicht mehr kontrollieren könnt, nur noch dümmliche inhaltlose Gespräche mit anderen genauso abgeschossenen führen könnt und euch am nächsten Tag richtig beschissen fühlt. Das bringt doch keinem irgendwas, aber trotzdem sehe ich dieses Verhalten bei einem so großen Teil der Menschen, dass es echt nicht mehr schön ist. Aber dann wird geheult, dass man keine Zeit und kein Geld hat. Ich verstehe das eben alles nicht mehr so richtig.

Ich weiß nicht wie viel hier davon was ich schreibe auf euch hier im Forum zutrifft, ich habs eben an sehr vielen Stellen genauso im Real-Life beobachten dürfen. Auf jeden Fall habe ich jetzt mal fertig gepredigt. Bis zum nächsten viel zu langen Post.
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Re: Freizeit: sinnvolle Sache oder nicht ...

Beitrag von Tom » Fr 19. Apr 2019, 14:38

Party-Pseudo-Kultur ^^
Yeah, endlich mal eine gelungene Ansage! :1tu:
Ich hab meine Zeit noch nie mit Partys und Alkohol oder anderen sinnfreien Dingen verschwendet.
Nichts desto trotz reduziert sich meine Freizeit stark, weil ich nach meinem regulären Job noch zu Hause arbeiten muss, vor allem im Sommer. Dann natürlich noch als Alleinerziehender Vater geht natürlich auch sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit drauf, was aber super toll ist, sich aber von einer normalen Familie unterscheidet.
Ich schaffe es schon, dass ich hier jeden Tag rein schaue. Auch kann ich es schaffen an einem Forenrollenspiel teilzunehmen und wenn es nur ein Post pro Tag ist. Aber es geht. Neue Geschichten zu schreiben ... Möchte ich sehr gerne, aber bisher habe ich es nicht geschafft meinen Zeitplan so zu optimieren, dass ich da noch etwas rausholen kann.

Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

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Re: Freizeit: sinnvolle Sache oder nicht ...

Beitrag von Glumski » So 21. Apr 2019, 11:18

Dass das eigentlich nicht mehr als eine Ausrede ist, dürfte ich jetzt schon seit einem halben Jahrzehnt bewießen haben. oO
Ich muss zugeben, dass ich mich das ein oder andere Mal gefragt habe, wie du so viel Zeit für Videospiele hast. :D
Wahrscheinlich mache ich irgendwas falsch, das du richtig machst...
in 99% der Fälle wird die eigene Lebenszeit dann auch noch weit unter Wert verkauftin 99% der Fälle wird die eigene Lebenszeit dann auch noch weit unter Wert verkauft
Ja, da stimme ich zu! Ich arbeite im Moment an meiner Promotion. Normalerweise wird das recht vernünftig vergütet, aber unsere Fakultät hat kein Geld, sodass ich mich mit SHK-Stellen über Wasser halte. Da ich noch bei meinen Eltern lebe, kann ich mir das finanziell leisten, aber 450€ pro Monat ist echt ein bisschen wenig...
generell hat mal als Schüler schon mehr Zeit anfürsich
Und die Schule ist (zumindest für mich) auch nicht so anstrengend wie ein Studium oder Arbeit. Zeitlich bin ich eigentlich nur eine, höchstens zwei Stunden pro Tag mehr unterwegs als in Schulzeiten, aber danach bin ich auch so fertig, dass ich nichts Gescheites mehr auf die Reihe bekomme. In der Schule musste das Hirn nur auf Sparflamme laufen, um durch Reli, Sport oder Deutschunterricht zu kommen...
bescheuerten Party-Pseudo-Kultur
Kann man gerne abschaffen. Der Schwachsinn hat mich seit jeher nur angewidert.
Ihr braucht keine 3000€ im Monat zu verdienen für ein gutes Leben, nicht mal 2000€.
Viele Jobs sind aber eben nur 8h am Tag oder gar nicht. Persönlich mache ich 6h, weil ich da produktiver bin als in 8h. Bezahlt wird mir eh nur 1h pro Tag...

Aber du hast Recht, CoB; eigentlich sind da echt noch Zeitreserven da. Ich müsste nur besser damit haushalten...

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Re: Freizeit: sinnvolle Sache oder nicht ...

Beitrag von Child of Bodom » So 21. Apr 2019, 13:26

Glumski hat geschrieben:
So 21. Apr 2019, 11:18
Ja, da stimme ich zu! Ich arbeite im Moment an meiner Promotion. Normalerweise wird das recht vernünftig vergütet, aber unsere Fakultät hat kein Geld, sodass ich mich mit SHK-Stellen über Wasser halte. Da ich noch bei meinen Eltern lebe, kann ich mir das finanziell leisten, aber 450€ pro Monat ist echt ein bisschen wenig...
Dieser Witz (von Seiten deiner Universität) ist tatsächlich ziemlich schlecht. -.-´
Glumski hat geschrieben:
So 21. Apr 2019, 11:18
Und die Schule ist (zumindest für mich) auch nicht so anstrengend wie ein Studium oder Arbeit. Zeitlich bin ich eigentlich nur eine, höchstens zwei Stunden pro Tag mehr unterwegs als in Schulzeiten, aber danach bin ich auch so fertig, dass ich nichts Gescheites mehr auf die Reihe bekomme.
Ich selbst kenne das Problem von der Zeit als ich selbst eine Uni besucht habe. Was soll ich sagen mir gings in dieser Zeit so beschissen, dass meine Suicid-Gefährdung, die ich eigentlich dachte am frühen Ende meiner Schulzeit (also zur 12ten, ich hatte noch 13 Schuljahre ^^) besiegt zu haben, zurück kehrte. Ich weiß also gut was für ein Druck dort ist und teilweiße auch wie sehr man der Uni und den Professoren dort praktisch gehört. Man ist also dort eine Art Lernsklave. Nicht nur ich habe das in meinem Bekanntenkreis so empfunden, weshalb ich ehrlich gesagt niemanden persönlich genauer kenne, der die Uni heutzutage mit Abschluss beendet hat (Ältere Personen aus deren Geschichten das mit der Uni immer ganz anders klingt dann schon XD). Dazu kam auch dort eine bescheuerte Party-Sauf-Pseudo-Kultur die man mitmachen MUSSTE, sonst kannte man in der Uni keinen mit dem man die Aufgaben im Team lösen konnte, da die immer so konstruiert waren dass es alleine einfach zu viel war. Und das ganze während man gleichzeitig eine feindseelige Konkurenz-Athmosphäre unter den Studenten hatte.

Und auch hier kann ich mich nur wiederholen. Ihr braucht keine 3000€ im Monat zu verdiehnen um gut zu leben, wenn ihr nicht zu viel davon durchs Glas, als Rauch durch die Luft oder durch Spielkasino jagt. Man muss auch keinen 7er-BMW oder einen SUV fahren um von A nach B zu kommen, auch das kostet alles Geld, dass man dann nicht mehr ranschaffen muss. Auch bei der Hausgröße haben sich sehr oft, sehr viele Menschen scheinbar im Vorfeld nicht die geringsten Gedanken gemacht, was sie denn überhaupt selbst zeitlich leisten und damit besitzen können. Und wenn man das alles berücksichtigt, muss man denn dann überhaupt noch studieren und diese wirklich heftige Selbst-Versklavung und vollständig absurde Athmosphäre ertragen? Studiert ihr denn wirklich für euch selbst, weil es die Art ist wie ihr Leben wollt, oder studiert ihr weil es die Eltern von euch unbedingt wollen oder weil es die Geseltschaft so heftig propagiert hat? Das wären mal 2 Fragen die man sich dabei stellen sollte. Und eventuell kommt man dann auch zum Entschluss, dass eine einfache Lehre um nicht als Hartz 4 - Empfänger in einer genauso beschissenen Maschinerie landen zu müssen genügt.
Glumski hat geschrieben:
So 21. Apr 2019, 11:18
Ihr braucht keine 3000€ im Monat zu verdienen für ein gutes Leben, nicht mal 2000€.
Viele Jobs sind aber eben nur 8h am Tag oder gar nicht. Persönlich mache ich 6h, weil ich da produktiver bin als in 8h. Bezahlt wird mir eh nur 1h pro Tag...
Lasst euch doch da nicht unter Druck setzen. Auch dafür ist Harz 4 da, muss ich jetzt auch mal in den Raum werfen. Ihr seit nicht gezwungen euch 8 Stunden am Tag den Arsch auf zu reißen. Wenn eure Potentiellen Arbeitgeber mit 4 Stunden nicht zufrieden sind, dann haben sie eben Pech gehabt! Was soll der Bullshit überhaupt, außer dass die Menschen versklavt werden sollen? Es spielt für den Arbeitgeber doch keine wirkliche Rolle ob er eine Person für 8 Stunden am Tag und 2000€ im Monat oder 2 Personen für jeweils 4 Stunden am Tag und jeweils 1000€ im Monat beschäftigt. Das ist rechnerisch das selbe. Ich bin mir nicht mal sicher ob da mehr sozialabgaben anfallen und die als Arbeitgeber sparen zu wollen finde ich, wie es sich schon aus den Worten ableitet, ziemlich assozial. Wenn die Geseltschaft nicht in der Lage ist gegen solche Zustände etwas zu unternehmen, dann hat auch die ziemlich Pech gehabt. Es ist verdammt nochmal euer Leben, lasst euch von niemandem zu was zwingen! Und das zu ermöglichen war ursprünglich auch mal ein Teil des Sozialsystems. Ich sage ja nicht, dass man sich nur noch hinsetzen und Harz 4 kriegen soll, bevor mir das vorgeworfen wird, ich sage nutzt es um zu kriegen was ihr wollt. Nicht alle Arbeitgeber sind solche assozialen Arschlöscher, es kann nur manchmal eine gewisse Zeit dauern, bis man den Richtigen gefunden hat. Nutzt das Sozialsystem im Notfall auchmal dafür. Dafür ist es da. Das ist es was ich sagen möchte. ^^ Im Ernstfall würde ich auch Selbstständigkeit für eine gute Lößung halten. Das einzige Problem dass da besteht ist das Auftreiben von Kundschaft, was man eben am einfachsten im Handwerk kann. Ich selbst bin da aber auch ganz beschissen drinnen, weshalb ich das niemandem ernsthaft nahe legen kann. Informatik geht auch immer gut, künstlerisch, wenn es nicht gerade im Zusammenhand mit Informatik (z.B. Webdesign ist) geht da eher schlecht. Wenn man es aber kann, dann kann man sich weit über die Hälfte der üblichen Arbeitszeit sparen und hat immer noch genauso viel Geld wie ein normaler Arbeiter in der Firma. Ich finde es daher einfach sehr absurd, dass sich nicht mehr Leute entscheiden diesen Weg zu nehmen und zu ihrem meist viel zu großen Konzern sagen Fuck off, ich kann meinen Beruf auch ohne euch Arschlöcher ausüben. XD

So CoB hat mal wieder fertig gepredigt. ^^ Bis zum nächsten Post, Leute. :1tu:
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Re: Freizeit: sinnvolle Sache oder nicht ...

Beitrag von Glumski » Di 23. Apr 2019, 17:57

Dieser Witz (von Seiten deiner Universität) ist tatsächlich ziemlich schlecht. -.-´
Kann die Uni nichts zu; seitdem die Studiengebühren abgeschafft wurden (was ich natürlich befürworte), ist eben für nichts mehr Geld da. Finanzausgleich von der Regierung am Arsch. Und Drittmittelfinanzierung ist in der Theoretischen Astrophysik kategorisch rar; da zahlt eigentlich nur die Deutsche Forschungsgesellschaft und die ist recht wählerisch...
Ich weiß also gut was für ein Druck dort ist und teilweiße auch wie sehr man der Uni und den Professoren dort praktisch gehört. Man ist also dort eine Art Lernsklave.
Ich habe gehört, dass das in den Geisteswissenschaften und ganz besonders in Medizin wirklich extrem sein soll. In meinem Bekanntenkreis (Physik, Mathe und verschiedene Ingenieurs-Wissenschaften) wird zwar während der ersten paar Semester stark gesiebt, aber danach war es aber eigentlich immer ganz angenehm. Ich habe meine Bachelor- und Masterarbeit gut mit meinen 6h-Tagen schaffen können, und alle unsere Professoren sind extrem studentennah. Von anderen Fakultäten hört man aber echt schlimme Schauergeschichten, wo Doktoranden in 12h-Schichten die Arbeit der Profs erledigen und außer Beschimpfungen keinerlei Gegenleistungen erhalten. (Wobei das hoffentlich fast alles Übertreibungen sind. Die paar Einzelfälle haben es dafür aber umso mehr in sich...)
Studiert ihr denn wirklich für euch selbst, weil es die Art ist wie ihr Leben wollt, oder studiert ihr weil es die Eltern von euch unbedingt wollen oder weil es die Geseltschaft so heftig propagiert hat?
Dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Schüler das Abitur erlangt und dann prompt studieren möchte, ist wirklich riesiger Unfug. Ich persönlich studiere, weil ich die Physik wirklich liebe, so wie eigentlich alle meiner Mitstreiter. Die anderen wurden eben am Anfang ausgesiebt; wer von seinem Fach nicht überzeugt ist, kann die ersten Semester kaum durchhalten. Ein paar meiner alten Mitschüler mogeln sich aber irgendwie bei z.B. BWL und Jura durch; denen ist nach dem Abitur nichts anderes eingefallen. Umgekehrt gibt es natürlich auch richtig leidenschaftliche BWLer oder Juristen, aber dennoch bleibt bei mir immer das (unfaire) Vorurteil, dass das solche "Ehh, dann studier ich das eben"-Fächer sind. So wie damals die Erdkunde-Leistungskurse an der Schule. Da sind irgendwie total viele reingegangen, denen nichts besseres eingefallen ist. Und dann haben die gemerkt, dass Erdkunde sich nicht einfach so absitzen lässt...
So CoB hat mal wieder fertig gepredigt.
Ich finde deine Einstellungen aber immer interessant und durchaus inspirierend, also predige ruhig weiter! :D

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Re: Freizeit: sinnvolle Sache oder nicht ...

Beitrag von Child of Bodom » Mi 24. Apr 2019, 21:23

Glumski hat geschrieben:
Di 23. Apr 2019, 17:57
Dieser Witz (von Seiten deiner Universität) ist tatsächlich ziemlich schlecht. -.-´
Kann die Uni nichts zu; seitdem die Studiengebühren abgeschafft wurden (was ich natürlich befürworte), ist eben für nichts mehr Geld da. Finanzausgleich von der Regierung am Arsch. Und Drittmittelfinanzierung ist in der Theoretischen Astrophysik kategorisch rar; da zahlt eigentlich nur die Deutsche Forschungsgesellschaft und die ist recht wählerisch...
Die Universität ist in der Lage einer Horde C4-Professoren ein Gehalt von 3500€ im Monat (und aufwärts) zu bezahlen. Da würde ich nicht sagen, dass kein Geld da wäre um auch die Studenten vernünftig zu entlohnen für das was sie tun. Wobei ich da mal sagen muss, dass die Professoren eigentlich doch eher die letzten sind denen ich ans Geld möchte (die Meisten machen tatsächlich qualifizierte Arbeit und haben das durchaus verdient), nur wenn´s halt eigentlich oder angeblich nicht da ist, ist doch ein solches Gehalt ziemlich hoch bemessen. Aber gut es wird ja generell unten immer als erstes gekürzt, das ist nicht nur an der Uni ein Problem. ;)
Glumski hat geschrieben:
Di 23. Apr 2019, 17:57
Ich weiß also gut was für ein Druck dort ist und teilweiße auch wie sehr man der Uni und den Professoren dort praktisch gehört. Man ist also dort eine Art Lernsklave.
Ich habe gehört, dass das in den Geisteswissenschaften und ganz besonders in Medizin wirklich extrem sein soll. In meinem Bekanntenkreis (Physik, Mathe und verschiedene Ingenieurs-Wissenschaften) wird zwar während der ersten paar Semester stark gesiebt, aber danach war es aber eigentlich immer ganz angenehm. Ich habe meine Bachelor- und Masterarbeit gut mit meinen 6h-Tagen schaffen können, und alle unsere Professoren sind extrem studentennah. Von anderen Fakultäten hört man aber echt schlimme Schauergeschichten, wo Doktoranden in 12h-Schichten die Arbeit der Profs erledigen und außer Beschimpfungen keinerlei Gegenleistungen erhalten. (Wobei das hoffentlich fast alles Übertreibungen sind. Die paar Einzelfälle haben es dafür aber umso mehr in sich...)
Das scheint von Uni zu Uni unterschiedlich zu sein, habe ich ein wenig das Gefühl. Gerade dort worüber ich berichte war es in der Naturwissenschaft absolut untragbar. Und Korruptionsfälle bei denen Leute weiter kamen wo das eigentlich nicht möglich war gabs auch noch zu hauf. Oder die geniale Chemie-Klausur die man nur bestehen konnte, wenn man zum Professor hingegangen ist und "Herr xyz, die sind ja so toll und ihr Spezialgebiet interessiert mich ja so sehr, können sie mir da bitte ein paar Unterlagen von ihnen geben?" gemacht hat ist da auch ne ziemlich heftige Sache. Leider versagen auch an der Uni sämtliche Kontrollmechanismen, bzw. ich habe das Gefühl es gibt keine. Ist aber auch wieder ein Problem, dass sich auf ganz Deutschland, wahrscheinlich sogar die ganze Welt ausgebreitet hat und deshalb auch nichts was wir hier in ein paar Forenposts lösen können.
Glumski hat geschrieben:
Di 23. Apr 2019, 17:57
Dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Schüler das Abitur erlangt und dann prompt studieren möchte, ist wirklich riesiger Unfug.
Ich würde sagen ein großer Teil meines oben beschriebenen Problems. :1tu:
Glumski hat geschrieben:
Di 23. Apr 2019, 17:57
Die anderen wurden eben am Anfang ausgesiebt; wer von seinem Fach nicht überzeugt ist, kann die ersten Semester kaum durchhalten. Ein paar meiner alten Mitschüler mogeln sich aber irgendwie bei z.B. BWL und Jura durch; denen ist nach dem Abitur nichts anderes eingefallen. Umgekehrt gibt es natürlich auch richtig leidenschaftliche BWLer oder Juristen, aber dennoch bleibt bei mir immer das (unfaire) Vorurteil, dass das solche "Ehh, dann studier ich das eben"-Fächer sind. So wie damals die Erdkunde-Leistungskurse an der Schule. Da sind irgendwie total viele reingegangen, denen nichts besseres eingefallen ist. Und dann haben die gemerkt, dass Erdkunde sich nicht einfach so absitzen lässt...
Naja, ich sehe leider ein wenig die Problematik darin, dass diese Aussiebe-Kurse schon wieder viel zu hart sind. Gerade die Mathe-Kurse sind oft selbst für Überzeugte zu hart. Und eine Menge Leute der schon oben beschriebenen älteren Generation haben schon zugegeben, dass sie die selbst in ihrer Zeit nur mit Abschreiben überhaupt bestehen konnten. Einige von ihnen haben bisher einen ziemlich guten Job gemacht, wäre also echt für´n Arsch gewesen die gleich am Anfang mit Kursen, die mit dem späteren Fach nach meiner Erfahrung nicht einmal was zu tun haben, vorab auszusieben.
Glumski hat geschrieben:
Di 23. Apr 2019, 17:57
So CoB hat mal wieder fertig gepredigt.
Ich finde deine Einstellungen aber immer interessant und durchaus inspirierend, also predige ruhig weiter! :D
Ich fühle mich ein wenig wie ein alter Sack, der einer Grundschulklasse einen Vortrag über das Leben hält, oder wie ein Pfarrer auf der Kanzel, da bin ich mir selbst nicht so sicher. XD Aber danke für die Ermutigung. :1tu:
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Re: Freizeit: sinnvolle Sache oder nicht ...

Beitrag von Glumski » Fr 26. Apr 2019, 17:07

Da würde ich nicht sagen, dass kein Geld da wäre um auch die Studenten vernünftig zu entlohnen für das was sie tun.
Das Problem ist, dass die Uni das Geld an ihre Dezernate und Fakultäten verteilt, und die Fakultät verteilt das dann an die Lehrstühle. Die Verteilung an die Fakultäten geschieht meines Wissens nach überwiegend über die Anzahl an Studenten. Da steht die Physik generell schlecht da; wir haben pro Jahr etwa 100-150 Anfänger (plus eine Menge Parkstudenten, die sich nur einschreiben, um Studentenvergütungen zu bekommen). Bei den Ingenieurs- und Geisteswissenschaften sind die Anfängerzahlen teilweise um ein Vielfaches größer, ergo kriegen die auch mehr Geld. Das ist natürlich auch gerecht so. Problematisch ist aber, dass die Physik sehr viele Spezialisierungen hat (Astrophysik, Teilchenphysik, Plasmaphysik, ...), in denen jeweils nur wenige Studenten landen. In solchen Vorlesungen sitzen dann auch mal nur vier Leute, was aus finanzieller Sicht ein Desaster ist. Die Forschung ist in der Physik offensichtlich auch wesentlich teurer als in z.B. in Politologie. Wir als Theoretische Astrophysiker brauchen zum Glück keine komplizierten Experimente, wohl aber riesige Server, auf denen wir unsere Simulationen laufen lassen können (ich rechne gerade mit 256 Kernen und brauche trotzdem zwei Wochen pro Run). Die anderen Lehrstühle kriegen das durch Drittmittel wieder; gerade die Plasmaphysik und Neurophysik kriegen enorm viel Geld aus der Industrie. Theoretische Astro hat aber keine direkte Anwendung, ergo kein Interesse der Industrie, ergo nur Drittmittel von Forschungsgesellschaften, die wiederum nur ein knappes Drittel aller Proposals annehmen können. Das ist die einzige Finanzierungsmöglichkeit, die unser Lehrstuhl für die Doktoranden hat, und bislang wurden unsere Proposals abgelehnt. Für Studentische Hilfskraftstellen kommt das Geld hingegen direkt von der Fakultät (da für die Lehre gedacht, nicht für Forschung), sodass ich eben doch bezahlt werden kann, aber eben maximal 450€/Monat.
Leider versagen auch an der Uni sämtliche Kontrollmechanismen, bzw. ich habe das Gefühl es gibt keine.
Ja, das Gefühl habe ich manchmal auch.
Gerade die Mathe-Kurse sind oft selbst für Überzeugte zu hart.
Ich habe keine Ahnung, wie ich es damals durch meine Mathe-Kurse geschafft habe; die waren wirklich übel. Bei uns lag es tatsächlich am Dozenten (der nun auch nicht mehr in der Physik lehren darf), aber das macht es für uns nicht fairer. Ich gehörte mit 'ner 3,7 immerhin noch zu den besten 10%...
Aber ja, generell ist Mathe der Hammer. Egal ob Informatik oder Elektrotechnik, die Mathekurse hauen immer rein. Ich glaube aber, dass das Problem gar nicht der Stoff an sich ist, denn der ist rückblickend oft recht simpel. Vielmehr ist die Herangehensweise völlig anders als zu Schulzeiten und man hat natürlich keine Zeit zum Eingewöhnen.
Lustigerweise sind die Mathekurse für Mathematiker auch deutlich leichter als die für z.B. Physiker (zumindest waren es die, die ich besucht habe). Das liegt vielleicht daran, dass die Mathematiker ihre wirklich didaktisch guten Dozenten für die eigenen Vorlesungen einplanen und dann für die anderen Fakultäten nur die Dozenten übrig bleiben, die didaktisch kein so gutes Feingefühl haben. Aber vielleicht unterstelle ich da auch etwas, was absolut falsch ist.
Ich fühle mich ein wenig wie ein alter Sack, der einer Grundschulklasse einen Vortrag über das Leben hält, oder wie ein Pfarrer auf der Kanzel, da bin ich mir selbst nicht so sicher.
Solange du nicht mit Hausaufgaben oder dem Fegefeuer kommst... :D

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