[Anime] Claymore

Anime, (jap. アニメ) und Manga (jap. 漫画) sind die japanischen Begriffe für Animationsfilme bzw. Comics aus Japan, die meistens in westlichen Ländern verwendet werden.
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Child of Bodom
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[Anime] Claymore

Beitrag von Child of Bodom » Do 4. Mai 2017, 08:31

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Der Anime spielt in einer fiktiven Welt in der Menschen mit Dämonen, den sogenannten Yomas, zusammenleben. Diese Monster ernähren sich von menschlichen Innereien und leben versteckt unter den Menschen bis sie ihr Hunger zu neuen Angriffen treibt. Eine Gruppe mächtiger Kriegerinnen bildet eine namenlose Organisation, um die Menschen vor diesen Dämonen zu beschützen und zu befreien. Diese Kriegerinnen werden nach ihren mächtigen Schwertern, den Claymores, benannt. Sie haben sich mit dem Fleisch und Blut der Dämonen verbunden und sind zu Mischwesen, halb Yoma - halb Mensch, geworden. Von Yoma terrorisierte Dörfer können die Claymores anheuern und um ihren Schutz bitten.

Die Geschichte um Claymore handelt von den Abenteuern der schönen Kriegerin Clare, welche gegen Dämonen kämpft und sich dabei gleichzeitig an den Rest ihrer Menschlichkeit klammern muss.
Auf ihrer Reise begegnet sie dem Waisenjungen Raki, dessen Familie einem Yoma zum Opfer fiel. Nachdem Clare ihn vor dem sicheren Tod durch den Yoma bewahrt, verbannt ihn sein Dorf und er schließt sich der Kriegerin an.

Gemeinsam machen sie sich auf den langen Weg durch die Welt von Claymore, die so einige Gefahren und Herausforderungen für sie bereit hält.
Meister der Action-Szenen
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Re: [Anime] Claymore

Beitrag von Child of Bodom » Do 4. Mai 2017, 08:32

Yo, servus Leute. Es ist mal wieder CoBs Anime-Review-Time. ^^ Heute mit dem Anime Claymore. Einem interessanten Werk, dass ebenfalls seine possitiven und seine negativen Seiten hat. Aber auch hier mal zurück zum Anfang.

Der war recht eigenartig und scheint gefühlt in der Mitte zu beginnen, wenn Hauptcharakter Clare auf den 2ten Hauptcharakter Raki trifft. Interessant und gleich als erstes auffallend sind hier die vertauschten Rollen von Mann und Frau. Hat man es normaler Weiße eher umgekehrt mit einem starken Mann und einer schwachen Frau, haben wir hier eine starke Frau und einen schwachen Mann. Dann springt der Anime plötzlich zu einer Rückblende, die Clares Vorgeschichte erzählt, allerdings ohne überhaupt mit zu teilen, dass es sich bei diesen Folgen um Rückblenden handelt. Nicht unbedingt meine bevorzugte Art als Zuschauer behandelt zu werden, aber ich kam damit ganz gut zurecht. Dann kam ein Mittelteil, der versuchte etwas großes vorzubereiten, dass dann im Finale auch kommen sollte, allerdings ganz anders als erwartet.

Claymore ist ganz klar ein Action-Fokussierter Anime, so dass ich gar nicht so viel zur Story sagen kann, bis auf das eine und das ist, dass alles erschreckend statisch und flach bleibt. Nichts davon geht jemals so sehr in die Tiefe man sich das eigendlich erhofft hätte. Dann kommt aber noch dazu, dass alle Charakter-Entwicklung immer gleich ganz am Anfang mit der Einführung des Charakters abgehandelt wird, oder eben gar nicht statt findet. Die einzige Ausnahme scheint mir Raki zu sein, der am Anfang ein Weichei ist und sich später zumindest massive Mühe gibt keins mehr zu sein. Ansonsten gibt es noch diese andere Claymore, die bei ihrer Einführung gerettet wird und ihr Leben danach aus dankbarkeit Clare widmet. Alle anderen Charaktäre, inklusive Clare selbst, entwickeln sich im eigendlichen Anime überhaupt nicht. Auch die Story ist zum Schluss praktisch nicht mehr vorhanden. Alles läuft auf diese letzten 8 Folgen Massenschlacht hinaus, die zumindest recht sinnvoll eingeführt wird. Wirklich beschweren kann man sich darüber nicht, es funktioniert, es wäre gefühlt aber irgendwie mehr als das drinnen gewesen. Außerdem werden einige Aspekte, wie die Organisation, welche die Claymores überhaupt geschaffen hat, vollständig im dunkeln gelassen. Ob das ein Fehler im Anime ist oder man sich was für ne 2te Staffel aufgehoben hat, lässt sich leider auch nicht so genau sagen.

Deshalb versuche ich mich jetzt auch lieber auf den Kern von Claymore zu konzentrieren und das ist die Action. Und die wird tatsächlich in den ersten 3 Folgen mit jeder einzellnen etwas besser, macht dann in der Rückblende einen extrem krassen Sprung nach oben und flacht dann ziemlich ab. Genauer gesagt geschiet der übliche Anime-Klassiker: Geschwafel, Geschwafel und noch viel viel viel mehr Geschwafel während das Monster da steht wie festgeklebt und nichts tut. Das tut nach den gut gemachten Schwertkämpfen aus der Rückblende und den ersten 3 Hoffnung hinterlassenden Folgen ganz besonders weh, ist aber leider ein klassisches Anime-Problem. Das Finale wurde allerdings wieder wesentlich besser, auch wenn der erste der beiden Endkämpfe mit 5 Folgen viel zu lange hingezogen wurde. Für das eigendliche Finale blieben nur 2 Folgen, auch wenn das dann am Ende wirklich noch sehr viel vom Anime gerettet hat und eine epicness aufbrachte, die ich dem Anime niemals zugetraut hätte. Allerdings empfand ich das Ende insgesamt auch ein wenig als Enttäuschung, oder es fehlt dem Anime noch etwas, was eins Tages in einer weiteren Staffel hinzu gefügt wird, zumindest könnte man das am Schluss meinen. Grundsätzlich kann ich sagen, dass der Animationsstil recht solide gemacht ist, auch wenn ich mir für meinen Teil etwas genauere Animationen und bessere Farbgebung, eben eine, die nicht so platt wirkt, gewünscht hätte. Dafür fühlen sich die Monsterdesigns auch ganz cool und ein wenig neuartig an. Die Musik ist Zweckmäßig und funktioniert, auch wenn sie mir jetzt nicht als besonders aufgefallen wäre. Das Intro ist ganz in Ordnung, das Outro kannte ich erstaunlicher Weiße schon vorher, das benutzt irgendein größerer Youtube-Anime-Reviewer sehr regelmäßig als Intro für seine Top 10-Listen.

Insgesamt dürfte Claymore auch nur auf eine 7 von 10 kommen, allerdings mit der Möglichkeit einer Wertungskorrektur falls eine 2te Staffel folgen würde. Wir haben insgesamt gute Grundwerte, es fehlt lediglich an Geschichte. Sowohl was Charaktäre, Hintergründe und Entwicklung angeht, als auch was die Rahmenumstände, die Welt und die Fragen bezüglich dieser Organisation angeht bleibt bei diesem Anime einfach viel zu viel auf der Strecke. Bis auf den Geschlechtertausch und die Monsterdesigns hatte er auch nicht viel Innovation anzubieten. Dafür hat er ganz brauchbare Kämpfe und ein ziemlich gutes Finale bekommen. Mal sehen vielleicht ändert sich da ja noch was, aber nach 10 Jahren sieht es echt nicht so gut aus was eine 2te Staffel angeht. So weit dann mal: Bis zum nächsten Review Leute. ^^
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