[Anime] Ginga Kikoutai Majestic Prince

Anime, (jap. アニメ) und Manga (jap. 漫画) sind die japanischen Begriffe für Animationsfilme bzw. Comics aus Japan, die meistens in westlichen Ländern verwendet werden.
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Child of Bodom
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[Anime] Ginga Kikoutai Majestic Prince

Beitrag von Child of Bodom » Do 20. Apr 2017, 08:49

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Nachdem sie erfolgreich in den Weltraum vorgedrungen war, stieß die Menschheit auf mehrere Asteroiden voller Ressourcen, die eine sichere und prosperierende Zukunft versprachen. Diese guten Aussichten änderten sich jedoch rasch, als das mächtige Urgal Imperium vom Jupiter eine Invasion einleitete.

Die Menschheit wie wir sie kennen steht kurz vor ihrer Vernichtung, doch wurde als letzter Versuch der Verteidigung der menschlichen Rasse ein geheimes Genmanipulationsprojekt durchgeführt, dessen Ziel es war weiterentwickelte Menschen zu erschaffen. Diesem sogenannten MLT Projekt entsprangen letztendlich die Team Rabbits, eine Gruppe von Kindern, denen es möglich ist die modernsten Waffensysteme namens AHSMB zu bedienen. Dieses Team wird nun von der Global Defense Force gegen die mächtige Urgal Armee in die Schlacht geschickt, doch wird ihre Kampffähigkeit durch das mangelnde Vertrauen untereinander beeinträchtigt.
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Child of Bodom
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Re: [Anime] Ginga Kikoutai Majestic Prince

Beitrag von Child of Bodom » Do 20. Apr 2017, 09:38

Yo, Leute. Es ist mal wieder CoBs Anime-Review-Time, heute mit dem Anime "Ginga Kikoutai Majestic Prince". ^^ Und ja, ursprünglich war dieses Review angekündigt vor dem von Valvrave und Buddy Complex zu erscheinen, aber nach dieser langen Abwesenheit hatte ich schlicht diese Masse an Zeugs vergessen, die ich gesehen hatte. XD Und nun zum Anime itself. Der ist massiv Actionorientiert und achtet weniger auf seine Story, was nicht bedeutet, dass nicht wenigstens ein Grundgerüst da ist. Man könnte auch sagen: Wenn Gundam und Valvrave das Star Trek von Japan sind, dann ist Majestic Prince das Star Wars von Japan. ^^

Auch hier dürfte eigendlich schon fast alles gesagt sein. Während Gundam darauf ausgelegt ist ein gewisses Niveau zu haben und auch mal moralische Fragen aufzuwerfen, ist dieser einfach nur reinstes Geballer in einem beinahe schon klischéehaften Gut-Böse-Szenario. Eine Schlacht jagt hier wirklich die nächste und wirklich besondere Hintergründe oder besondere Tricks in der Geschichte um die Welt interessant zu halten gibt es hier nicht. Alle Mysterien, die sich eventuell aus dem Verlauf der Story ergeben könnten, werden ganz schnell aufgelöst und Charaktäre wirken bis auf einen, den Pilot der erst in der 2ten Hälfte dazu stößt und dessen Namen ich vergessen habe, ziemlich statisch und ohne jede Entwicklung. Der Bösewicht ist außerdem fast schon ein typischer Darth Vader, lediglich das optische Design hat nichts mit seiner Star Wars-Vorlage zu tun. Zu guter letzt bin ich mir bei der Story auch nicht ganz sicher was genau sie mir politisch mitteilen möchte. Ich bin auf heftige Probleme dabei gestoßen, so habe ich etwa das Gefühl der Anime berichtet possitiv über Gen-Manipulation als Waffe und Kindersoldaten. Vlt. war das letzte aber auch nur weil man Haupt-Charaktäre wollte mit denen sich auch jüngere Zuschauer identifizieren können, wie gesagt bin ich mir über den politischen Inhalt, der (wenn auch nur unbewusst) mitgegeben wird, nicht ganz sicher.

Aber fangen wir vlt. besser mal am Anfang an. Und der beginnt extrem Explosiv mit einer gewaltigen Massenschlacht. Die Animationsqualität, die komplett in 3D ist, ist extrem hoch. Manchmal merkt man nicht einmal, dass es sich um 3D-Animation handelt, so flüssig laufen die Bilder und so genial wurden "Kameraführung" (Da kann man ja bei Animes nicht davon reden, aber ich denke jeder weiß was ich damit meine ^^) und Animation der Mechas gewählt. Umso überraschter war ich, dass die Charaktäre und alles was mit ihnen Interagiert in 2D gehalten wurden. Wie ich schon schrieb fügt sich das beides bei Majestic Prince so gut zusammen, dass man manchmal sehr genau hinsehen musste um es voneinander zu unterscheiden. Die Soundeffekte sind das 2te was mich massiv an Star Wars errinnerte. Waffensysteme, insbesondere "Pulslaser" klangen ihrem Star Wars-Gegenstück ziemlich ähnlich. Die Musik war größten Teils passend, nur an manchen Stellen mit dem schon erwähnten in der 2ten Hälfte noch erscheinenden Piloten, war im Gefecht ein sehr unpassender, die Athmosphäre tötender Song gewählt worden. Der Orchestersoundtrack war aber gut und hat massiv zur Epicness des ganzen beigetragen.

Kommen wir nun nochmal zurück zur Story. Die hatte ich oben schon massiv kritisiert, aber sie hat auch possitve Aspekte. Denn auch wenn die Charaktäre statisch sind und sich nicht weiter entwickeln, sie sind in jedem Fall sehr Detailreich und man folgt ihnen gerne durch dieses Gemetzel, auch wenn auch diese Charaktäre im Grunde klassischen Anime-Mustern folgen. So haben wir den Main, der unbedingt ein Held werden will. Was allerdings schön detailiert und auch ein wenig neuartig daran ist, wie dieser Char seinen Traum träumt. So zeichnet er z.B. sogar Shounen-Mangas, wenn er nicht gerade trainiert. Ähnliches gilt für die anderen Mains, auf die ich jetzt nicht so sehr im Detail eingehen möchte, da mir das Review sonst zu lange wird. ^^ Die Nebencharaktäre sind da allerdings etwas unterschiedlicher in ihrer Qualität. Wie ich schon schrieb sind die Bösen einfach alle schrecklich klischéehaft und nicht einer fällt auch nur im Ansatz aus dem Muster. Anders als etwa in Boku no Hero Academy, wo das auch der Fall ist, sind sie hier aber nicht einmal besonders gut umgesetzt. Lediglich der Endboss hatte wie ich schon schrieb ein minimales Darth Vader-Gefühl hinterlassen. Besser sieht es bei den Guten aus. Dort hatten alle Nebencharaktäre eine bestimmte Tiefe erhalten und auch ihnen ist man gerne durch das Gemetzel gefolgt.

Zum Schluss darf ich nochmal das Finale erwähnen, dass tatsächlich ein ziemlich geiles Actiongefühl hinterlassen hat und wie eigendlich der ganze Rest des Animes, vollkommen Over the Top war. Aber das ist ja eigendlich wofür Anime-Zuschauer ihre Serien lieben und nicht für Bodenständigkeit. Insgesamt fühlte ich mich ganz gut unterhalten und auch der Humor hatte ursprünglich immer gut funktioniert. Wegen der recht schwachen Story, die es nicht einmal geschafft hat ein interessantes Mysterium zu verbauen und einiger Stellen wo einfach die Musik ein übler Athmosphärekiller war endet meine finale Wertung allerdings auf einer 7 von 10, wobei ich ihm ja fast schon 11 von 10 Actionpunkten geben würde. Wer dort seinen Fokus liegen hat bekommt was richtig gutes von dem Hollywood sogar noch was lernen kann. XD
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