[Anime] Arslan Senki

Anime, (jap. アニメ) und Manga (jap. 漫画) sind die japanischen Begriffe für Animationsfilme bzw. Comics aus Japan, die meistens in westlichen Ländern verwendet werden.
Antworten
Benutzeravatar
Tom
Gründer
Gründer
Beiträge: 1884
Registriert: Fr 17. Jan 2014, 19:39
Wohnort: Bavaria
Kontaktdaten:

[Anime] Arslan Senki

Beitrag von Tom » So 12. Apr 2015, 23:41

Als ein unnatürlicher und dichter Nebel sich über das Schlachtfeld legte, befanden sich König Andragoras und seine treuesten Offiziere inmitten von Toten und sterbenden Soldaten. Als der junge und begabte Offizier Daryoon seinen Unmut bekundet, Soldaten unter diesen Bedingungen kämpfen zu lassen, wird er aus dem Gefolge des Königs verbannt.

Daryoons neuer Auftrag besteht nun darin, den Sohn des Königs - den charismatischen Prinz Arslan - zu beschützen. Die beiden befinden sich auf einer Mission, deren Erfolg eine Wende im Krieg bewirken kann. Doch dazu brauchen sie Lord Narsus und seinen Vertrauten - den Bogenschützen Elam. Zwischen ihnen und dem Erfolg der Mission stehen jedoch 300,000 feindliche Soldaten...

Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

Bild


Benutzeravatar
Child of Bodom
angesehener Forianer
angesehener Forianer
Beiträge: 671
Registriert: Sa 18. Jan 2014, 20:53

Re: [Anime] Arslan Senki

Beitrag von Child of Bodom » Mo 14. Aug 2017, 12:43

Yo, Leute. Es ist mal wieder Anime-Review-Time. ^^ Heute mit dem Anime "Arslan Senki" oder auch "The Heroic Legend of Arslan" einem Anime der irgendwie etwas ganz anders war, als ich von seinem Namen her dachte, dass er sein würde. Im Grunde kann man zu Arslan Senki auch das "Game of Thrones von Japan" sagen, zumindest wenn man sagen kann dass "Gundam das Star Trek von Japan" ist. BTW. wo ich Gundam sage, auch wenn keine Technologie in Arslan Senki vor kommt finden sich meiner Meinung nach eine Menge Inspirationen von Gundam darin wieder, insbesondere was die Story und ihren Ablauf angeht.

Ich denke das aller wichtigste an diesem Anime dürfte seine (für Action-Anime-Zwecke) extreme Bodenständigkeit sein. Ich habe sehr wenig Physic-Denying gesehen. Alle Kämpfe fühlen sich zumindest so an, als wären sie genau so auch wirklich möglich. Noch dazu fand ich den Einsatz von Pferden ganz gut umgesetzt, so wie ich es mir auch von einem Realfilm erwarte. Lediglich die Übermächtigkeit der Hauptcharaktäre ist manchmal ein wenig lächerlich, aber das ist ein Problem, dass man manchmal sogar bei Game of Thrones bekommt, hier ist es allerdings noch eine gute Ecke heftiger ausgefallen, etwa wenn Daryun fast ganz alleine 200 Leute umhauen kann ist das dann schon etwas lächerlich. Letzten Endes gab es aber für jeden am Ende einen angemessenen Gegner, so dass sich die Überrissenheit wenigstens ein wenig wieder aufgelöst hat.

Die Story ist der 2te Unterschied zu anderen Animes. Das aller erste was auffällt ist, dass es definitiv keine Gute und keine Böse Fraktion zu geben scheint. In allen Fraktionen scheint es ganz üble Gestalten und ganz coole Typen, die eigendlich für alle nur das Beste wollen zu geben, lediglich die "Arslan Fraktion" ist echt ein wenig Klischée-Gutartig, ist aber eigendlich eine Unterfraktion der "Andragoras Fraktion" und der Charakter Andragoras wurde recht schnell zu einem meiner Hass-Charaktäre. Und sogar die in der ersten Staffel noch als Utra-Böse verkaufte "Hermes/Hilmes (habe beide Schreibweißen des Namens in den Subs gehabt)-Fraktion" wird in der 2ten Staffel etwas Menschlicher dargestellt. Dann hat man generell schon die beiden Haupt-Königreiche Pars (Dass sich wiederum in die 3 oben genannten Fraktionen plus 2 weitere einteilt) und Lusitania (Wo es auch 3 Unterfraktionen gibt). Während es in Pars härteste Sklaverei gibt sind die Leute in Lusitania übelste Religiöse Fanatiker, also ist es auch hier schwierig von Gut und Böse zu sprechen. Und auch sonst gibt es schöne Kulturell sehr unterschiedliche Fraktionen, die von Zeit zu Zeit erscheinen und eine kleinere Rolle übernehmen. Auch ein Punkt in der Story ist das ständige teils wirklich sehr unerwartete schließen und dann wieder auflösen von Allianzen und das ist der 2te Punkt, neben dem Mittelalter-Szenario, der mich ziemlich stark an Game of Thrones errinnert. An Gundam errinnert mich allerdings die Tatsache, dass wir hier einen kleinen Jungen mit Superkrassen Ambitionen und der Macht etwas an seiner Welt zu ändern haben. Das ich nichts weiter Spoilern möchte kann ich nur noch sagen, dass die Geschichte echt gut erzählt wird, keine Längen hat und sich auch sonst nur wenige wirkliche Fehler erlaubt. Zumindest bisher ist das so gewesen, denn das große Finale der Geschichte steht leider noch aus und ich hoffe dass es a) überhaupt noch erscheint und b) nicht sein ganzes schönes Potential an die Wand fährt. ^^

Kommen wir nun zum Punkt der Verpackung. Und auch da hat mich Arslan Senki echt böse aus den Socken gehauen. Die Zeichenqualität ist schon fast abartig und mir fallen echt nur sehr wenige (meist OVAs) ein, die überhaupt im Ansatz mit diesem Detailgrad mithalten können. Insbesondere Landschaften und Hintergründe können sich echt ganz gut sehen lassen, sowie auch Gebäude, Rüstungen, Waffen und andere Gegenstände. Die Figuren sind grundsätzlich gut gezeichnet und sehen so aus, wie sie aussehen müssen, für das was sie darstellen sollen (Ein alter Mann sieht aus wie ein alter Mann, ein Kind wie ein Kind und ein Jugendlicher wie ein Jugendlicher ^^). Was mir allerdings aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die Gesichter, insbesondere die von Daryuun und Narsus, ziemlich wenig Ausdruck haben und sie eigendlich immer gleich gucken. Das können andere Animes auf jeden Fall besser. Was Arslan Senki dafür gut kann sind Schwertkämpfe. Verdammt sehen die gut aus... Schläge haben ziemlich krassen Impact, der ja auch irgendwie dargestellt werden muss, aber es ist eigendlich niemals übertrieben. Und das ist gut so, dadurch bleibt das ganze troz allem immer wieder Spannend, besonders wenn übertriebene Charaktäre wie Daryuun und Hermes/Hilmes zusammen treffen. Allerdings haben die Actions-Szenen wie ich geschrieben habe, auch Probleme und die ergeben sich aus der besagten Überrissenheit. Es kommt einfach niemals wirklich ein Gefahrengefühl auf und man weiß, dass ohnehin immer diejenigen Überleben, die überleben müssen. Irgendwelche Überraschungen gibt es da nach dem Anfang keine mehr.

Zusätzlich zu dem Mangel an Überraschungen gibt es noch ein anderes Problem bei Arslan Senki und das ist leider der Hauptcharakter selbst. Noch niemals habe ich einen Main im Anime gesehen, der so NUTZLOS ist wie Arslan. Er taucht nichts für den Kampf und fürs Regieren ist er eigendlich zu leichtgläubig. Das einzige wozu er letzten Endes gut ist, ist das Ansammeln übermächtiger Charaktäre, die dann die ganze Arbeit alleine machen. Denn hier stimme ich den anderen Reviews zu... Arslan würde ohne seine Helfer keine 2 Sekunden überleben und wenn man ihn ins Game of Thrones-Universum stecken würde, käme er nicht mal auf ne Sekunde. Das hätte auch bei mir manchmal einen Ausraster verursachen können, aber das hier ist Anime, die sind eigendlich immer ein wenig naiv. ^^ Außerdem ist es genau dieser ultra-naive Hauptcharakter mit diesen ultra-naiven Zielen, der mich so hart an Gundam-Serien errinnert.

So, nun muss ich irgendwie zu einem Fazit kommen und auch wenn mich der Mangel an Überraschungen und diese Naivität stören, irgendwie war das Gesamtpaket durchaus Unterhaltsam. Da es auch noch nicht abgeschlossen ist gebe ich mal vorsichtige 7 von 10 Punkten, wobei das Finale wenn es denn da ist, entweder zu einer Aufwertung oder einer Abwertung führen wird. Bis das allerdings soweit ist werde ich mir mal die 2te Staffel von Boku no Hero Academia geben. Bis dann Leute. ^^
Meister der Action-Szenen
Bild

Antworten