[Anime] Owari no Seraph

Anime, (jap. アニメ) und Manga (jap. 漫画) sind die japanischen Begriffe für Animationsfilme bzw. Comics aus Japan, die meistens in westlichen Ländern verwendet werden.
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Tom
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[Anime] Owari no Seraph

Beitrag von Tom » So 12. Apr 2015, 23:39

Mit dem Auftauchen eines mysteriösen Virus auf der Erde scheint die Menschheit dem Untergang geweiht. Einzig Kinder unter 13 Jahren können diese mysteriöse Epidemie überstehen. Doch für ihr Überleben zahlen sie einen umso höheren Preis. Versklavt von Vampiren aus längst vergangen Zeiten und als deren Blutspender missbraucht, träumt der kleine Yuuichirou Hyakuya davon, seine Peiniger zu vernichten und sich und seine Ziehgeschwister für immer aus ihren Klauen zu befreien. Auf seinem Weg soll er allerdings erst noch erfahren, was es bedeutet, jemand Wichtiges zu verlieren.

Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

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Child of Bodom
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Re: [Anime] Owari no Seraph

Beitrag von Child of Bodom » Mo 21. Nov 2016, 14:40

Servus. Es ist mal wieder CoB-Anime-Review-Time und dieses mal muss ich fast eine Warnung vor dem aussprechen was ich gesehen habe. Owari no Seraph ist tatsächlich das perfekte Beispiel für Mittelmäßigkeit, dass mir in dieser Szene einfallen würde. Alles ist extrem mittelmäßig, von der Story bis zur Animationsqualität. Seit ich diesen Anime hier gesehen habe, verstehe ich den Hype auf Shingeki no Kyojjin wesentlich besser als vorher, denn dieser hier versucht eine ähnliche Richtung zu gehen und versagt völlig.

Aber fangen wir hier besser am Anfang an, denn anders als die Kritiker empfinde ich den Anfang der Serie als wesentlich besser als die Mitte oder gar den Schluss. Der Anfang war wirklich gut und machte es extrem spannend. Man wollte wissen wie es weiter ging und was es mit der ganzen Sache auf sich hat. Die Animationen der Kämpfe sahen gut aus und die Länge aller Passagen war doch recht angemessen. Kritikern gebe ich zwar in so fern recht, dass dieses "Schul-Setting" am Anfang vollkommen nutzlos erscheint, aber ich kam ganz gut damit zurecht. So funktioniert die Welt von Owari no Seraph eben und ich hab schon wesentlich sinnlosere Schul-Settings mit wesentlich weniger und sinnloserer Begründung gesehen als dieses (*hust* Infinite Stratos *hust* *verschluck* *schrei*). Ich für meinen Teil habe mehr Probleme mit einigen der Charaktäre.

Der Hauptcast ist zwar sehr generisch, aber soweit in Ordnung, auch wenn mir die hoch gelobte Shinoa nicht so sehr liegt wie der Rest des Casts, das ist aber auch nichts was den Anime killen könnte. Nein, wer mich die meiste Zeit angekotzt hat, weshalb ich auch die viele "Liebe" die ihm alle Charaktäre des Animes entgegen bringen nicht verstehen kann, ist der Kommandant "Guren". Entschuldigung, aber ein gewaltätiger Bastard wie dieser, mit einem massiven Arroganz-Problem, würde von mir niemals so sehr geliebt werden, dass ich meinen Arsch für ihn riskieren würde. Ich gebe aber zu, dass die Gewaltätigkeit der Menschlichen Führungspersonen das Gut-Böse-Muster des Animes minimal aufbricht. Auch das von mir so hart kritisierte Ende trägt sehr dazu bei, es ist also nicht alles schlecht daran, wenn auch sehr vieles.

Noch schlimmer ist allerdings der Kindheitsfreund des Mains geworden. Weshalb auch immer er einen Frauennamen (Mikaela) trägt, sein Verhalten ist völlig irrational, finde ich. Es macht keinen Sinn um jemanden zu beschützen, sich dessen Feinden anzuschließen. ein größerer Schwachsinn hätte ihnen nicht mehr einfallen können. Noch schlimmer allerdings ist für mich jedoch, dass die Dramatik eines Gundam, die man damit erzeugen wollte, einfach nicht aufkommen möchte. Sogar dann als "Mika" auf Yu trifft, entfaltet sich nicht die geringste Dramatik. Ein Punkt den man scheinbar unbedingt aus Gundam übernehmen wollte, aber man hat hier einfach nur bösartig versagt.

Wo ich gerade beim weiteren Verlauf der Geschichte bin. Dieser ist extrem ernüchternt und nicht halb so spektakulär wie der Anime einem am Anfang weiß machen möchte. Und was viel schlimmer ist: Die Action ist es auch nicht. Anstelle von gut gemachten Schwertkämpfen und dem Einsatz mächtiger Dämonenkräfte wie man es etwa von größen wie one Piece, Naruto oder Fairy Tail her kennt, gibt es das. Und ich kann dieses "das" nicht einmal richtig beschreiben. Es handelt sich um einen verzweifelten Versuch eine Massenschlacht los zu treten, wie man sie aus Shingeki no Kyojin kennt, aber auch hier versagt der Anime brutalst. Noch dazu nimmt die Animation schon am Ende von Staffel 1 einen richtig bösartigen Absturz, so dass so etwas wie eine Action-Koreografie nichtmal mehr ansatzweiße vorhanden ist. Noch dazu sind die Action-Szenen ziemlich kurz, also die schlechteste nur mögliche Kombination. Der Soundtrack ist auch ziemlich mittelmäßig. Die Stücker die während der Schlachten laufen sind oft gar nicht schlecht, auch oder gerade weil sie klingen wie direkt aus Shingeki no Kyojin übernommen. Die Intros sind alle total nervig, nur das erste Outro war für mich hörbar und gar nicht verkehrt. Der Rest des Soundtracks war brutal zu vernachlässigen, so dass ich mich nicht mal mehr dran errinnern kann.

Nun noch kurz ein paar Worte zum Schluss bevor ich mein Fazit mit teile. Und der ist echt mal bösartig hardcore verkackt worden. Zwar zieht man sich ganz zum Schluss etwas ganz nettes aus dem Ärmel und diese Szene war es eigendlich die mich dazu gebracht hatte mir den Anime anzusehen. Nur ich hatte gedacht sie wäre am Anfang und nicht das Finale. Als Eingangszene oder eine recht früh am Anfang wäre das wirklich gut gewesen, aber als Finale ist es einfach eine Enttäuschung. Es wirkt hier so als hätte man versucht in die letzten 4 Folgen viel zu viel rein zu packen. Zu viele Kämpfe mussten geführt werden, zu viele Charaktäre weiterentwickelt werden und nicht zuletzt musste die Verschwörung aufgedeckt werden. Alles kommt am Ende zu einem enttäuschenden Ergebnis und auch hier ist mein größter Kritikpunkt mal wieder der Charakter "Guren", der hier entwickelt werden sollte, aber irgendwie nur eine völlig lächerliche Situation entstanden ist, bei der ich mir nur denken konnte "Echt jetzt?". Und der Schluss ist vergleichbar mit dem von Tokyo Ghoul in so fern, dass er wirklich wirkt als würde hier noch mindestens die Hälfte fehlen und noch eine weitere Staffel folgen. Und auch hier könnte eine 3te Staffel den Anime sogar nochmal retten und zu etwas gutem verarbeiten. So ist er besten Falls mittelmaß.

Also nun zum Fazit. Mittelmäßigkeit, Mittelmäßigkeit und noch mehr Mittelmäßigkeit. Keine Bewertung dürfte diesen Anime besser beschreiben als eine 5 von 10, denn mehr ist er nicht wert. Allerdings ist er längst nicht so schlimm gewesen wie Terraformars. Im Gegensatz zu diesem hatte Owari no Seraph sogar noch einigen Unterhaltungswert. Trozdem möchte ich dieses Halbdesaster schnell vergessen und widme mich dem nächsten Anime, nämlich dem mit dem ebenfalls leicht bescheuerten Namen "Akame ga kill". Fängt auf jeden Fall schon mal viel besser an und unschöne Einbrüche wie Owari no Seraph sind mir bei diesem noch nicht unter gekommen. Bin aber noch nicht allzu weit ich werde wie immer ein kurzes Review schreiben wenn ich mehr weiß.

Ädit: Sry, das war zuerst in "Ich sehe gerade" gepostet worden ^^
Meister der Action-Szenen
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