[Serie & Film] Babylon 5 & Crusade

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[Serie & Film] Babylon 5 & Crusade

Beitrag von Tom » Fr 24. Jan 2014, 18:02

Babylon 5, kurz B5, ist der Name einer Raumstation, welche Schauplatz der gleichnamigen Science-Fiction-Fernsehserie von Joseph Michael Straczynski („JMS“) ist. Diese Serie sowie die zugehörigen Fernsehfilme und Romane spielen in einem eigenen fiktiven Universum.

Die zwischen 1993 und 1998 produzierte Serie unterscheidet sich von anderen US-amerikanischen Fernsehserien ihrer Zeit durch die fast ausschließliche Verwendung von Computergrafik für die Spezialeffekte und den von Anfang an geplanten, fünfjährigen Handlungsbogen, der sich durch fast alle Episoden zieht. Obwohl die Einschaltquoten eher durchschnittlich waren, wird der Serie aus den genannten Gründen eine hohe Bedeutung für die Entwicklung der Fernsehserien in den USA beigemessen. Es sollten auch noch einige Fernsehfilme an den Erfolg der Serie anknüpfen.
Das Besondere an Babylon 5 ist ein von vornherein geplanter, epischer Handlungsbogen. Ursprünglich für fünf Staffeln konzipiert, schien aufgrund der Auflösung des Senders das vorzeitige Aus der Serie nach vier Staffeln sicher. Um die Geschichte dennoch zu einem Abschluss zu bringen, straffte Straczynski den Handlungsbogen der vierten Staffel. Erst nach dem Produktionsende der vierten Staffel erhielt Straczynski die Freigabe für die fünfte Staffel. So ergab sich die Situation, dass die bereits fertiggestellte, jedoch noch nicht ausgestrahlte Serien-Abschlussepisode Sleeping in Light (Der Weg ins Licht) an das Ende der fünften Staffel verlegt und eine neue Abschlussepisode für die vierte Staffel gedreht werden musste. Diese Episode, The Deconstruction of falling Stars (In hundert, in tausend Jahren), fällt aus dem gewohnten Handlungsrahmen heraus und gewährt einen Blick auf die fernere Zukunft im Babylon-Universum.
Die Figuren wurden mit charakterlicher Tiefe angelegt, die durchaus auch Widersprüche an den Tag legen und sich im Laufe der Zeit verändern. Dies gilt insbesondere für die beiden außerirdischen Botschafter Londo Mollari (Centauri) und G’Kar (Narn). Im Sinne der komplexen Handlung gibt es häufig Hinweise oder Handlungsstränge, die erst im Nachhinein erklärt werden. Deshalb wurden die Dialoge der Schauspieler derart stark kontrolliert, dass es einem Improvisationsverbot gleichkam. Auch in Folgen, die nicht offensichtlich den „roten Faden“ der Haupthandlung fortführten, wurden Aspekte dieser Handlung behandelt.
Selbst wenn Charaktere aus der Serie ausschieden, tauchten sie oft später wieder auf. Deshalb erscheint vielleicht das Ausscheiden von Schauspielern im „Babylon-5-Universum“ als von Straczynski beim Entwerfen des Handlungsbogen geplant, dem war jedoch nicht so. So führten etwa die nach dem Pilotfilm üblichen Marktanalysen zu der unten genannten Umbesetzung. Michael O’Hare stieg in gegenseitigem Einvernehmen mit Straczynski nach der ersten Staffel aus, da er vom Theater kam und sich nicht daran gewöhnen konnte, in sechs Tagen eine 45-minütige Episode zu drehen. Claudia Christian verließ die Serie nach der vierten Staffel. Durch die Verlegung der letzten Episode aus der vierten an das Ende der fünften Staffel bekam sie jedoch eine Art Gastrolle in der Abschlussepisode Sleeping in Light. Dies wurde von den Fans der Serie sehr begrüßt. Die Rolle der Anna Sheridan wurde im Verlauf der Serie mit Bruce Boxleitners (John Sheridan) Frau Melissa Gilbert neu besetzt, auch Na’Toth wurde von zwei verschiedenen Schauspielerinnen dargestellt. In der Rolle der Vorlonen-Botschafter Kosh Naranek und Kosh spielten von Anfang an zwei Schauspieler: Ardwright Chamberlain und Jeffrey Willerth. Bis zum Tod des ersten Botschafters Kosh Naranek trug Chamberlain das Kostüm und Willerth lieh dem Botschafter seine Stimme. Mit Einführung des zweiten Botschafters Kosh trug Willerth das Kostüm und Chamberlain sprach die Texte.
Ein besonderes Merkmal der Serie ist, dass im Verlauf der Handlung einzelne kleine Details wieder aufgegriffen werden. So wurde z. B. am Ende der dritten Staffel die Nebenrolle der Cailyn James gezeigt, welche an einer unheilbaren Krankheit litt. Am Ende der vierten Staffel wird in einer Videoaufzeichnung von Dr. Franklin der Tod dieser Figur erwähnt.



Crusade ist eine 13 Episoden umfassende US-amerikanische Science-Fiction-Fernsehserie von J. Michael Straczynski aus dem Jahr 1999. Die Serie ist ein Ableger der Fernsehserie Babylon 5. Sie wurde vorzeitig abgesetzt und ist im deutschen Fernsehen nie ausgestrahlt worden.

Die Serie spielt im Jahr 2267. In ihrem Verlauf wird auf viele Ereignisse Bezug genommen, die in der Vergangenheit im Babylon-5-Universum geschehen sind, speziell in den zehn vergangenen Jahren. Dazu zählen der Krieg gegen die Schatten, der Bürgerkrieg innerhalb der Erdallianz, die Gründung der Interstellaren Allianz und die Unabhängigkeit der Mars-Kolonie, die allesamt in der Fernsehserie Babylon 5 (2257–2262) zu sehen sind. Der fünfjährige Telepathenkrieg (2262–2266), der sich am Ende der fünften Staffel von Babylon 5 anbahnt, ist nur durch Erwähnungen in den Serien, Filmen und Romanen und aus offiziellen Zeitleisten bekannt. Die direkte Vorgeschichte zu Crusade bildet der Babylon-5-Fernsehfilm Waffenbrüder. In dem Film greifen die Drakh, ehemalige Alliierte der Schatten, die Erde an und es gelingt ihnen, eine Biowaffe in der Atmosphäre freizusetzen, die innerhalb von fünf Jahren alles Leben auf dem Planeten auslöschen wird.

Captain Matthew Gideon, Kommandant eines Tiefraum-Forschungsschiffes der Erdallianz, erhält das Kommando über die Excalibur, den einen der beiden neuen Zerstörer der Interstellaren Allianz, der in der Schlacht mit den Drakh nicht zerstört worden ist. Er und seine Crew – allen voran der erste Offizier Lieutenant John Matheson, der Archäologe Max Eilerson, die Schiffsärztin Dr. Sarah Chambers, die Ex-Diebin Dureena Nafeel und der Technomagier Galen – werden auf die Mission geschickt, ein Gegenmittel für die Drakh-Plage zu finden.

Wäre die Serie nicht abgesetzt worden, so hätte die Crew ihre Mission früher oder später erfüllt und die Menschen auf der Erde gerettet. Dieser Ausgang der Serie stand schon zu Beginn fest, da es in der Vorgängerserie Babylon 5 mehrere Episoden gibt, die einen Blick in die Zukunft werfen bzw. komplett in der Zukunft spielen.

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Re: [Serie & Film] Babylon 5 & Crusade

Beitrag von Glumski » Fr 24. Jan 2014, 23:12

Babylon 5 fand' ich eher mittelmäßig. Besonders die erste Staffel war einfach nur kacke. Später wurde es richtig gut, wobei die letzte Staffel eindeutig angehängt und daher irgendwie gekünstelt war.
Ich bin mir allerdings sicher, dass der Plot und das Skript richtig genial sind. Vielleicht waren die Schauspieler nicht der Bringer (die Technik sowieso nicht)...

Crusade... je weniger man darüber verliert, desto besser. Ich hab' den Piloten gesehen, ich hab' die Folge danach geschaut, und GOTT NEIN!

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Re: [Serie & Film] Babylon 5 & Crusade

Beitrag von Chaosimperator » Sa 25. Jan 2014, 01:20

Glumski hat geschrieben:Babylon 5 fand' ich eher mittelmäßig.
Das kann ich so nicht bestätigen. Meiner Meinung nach gehört Babylon 5 von der Story her zu einer der besten SciFi-Serien überhaupt. Insbesondere die schlüssige Story mit dem schon vorher geplannten Handlungsbogen hat meiner Meinung nach sehr dazu beigetragen das beim Zuschauer ein Gefühl von Kontinuität entsteht und man nicht das Gefühl hat, das eine Folge nach der anderen einfach nur aneinandergereiht wurde (Ausnahmen gibt es natürlich wie z.B. die Folge "In hundert, in tausend Jahren" oder die letzte Folge).
Glumski hat geschrieben:(die Technik sowieso nicht)...
Ok da muss ich zustimmen, vor allem die Animationen sahen wirklich nicht sehr gut aus. Insbesondere in der ersten Staffel flogen die Raumschiffe in Action-Szenen oft sehr schwammig und vor allem auch seltsam langsam. Allerdings wurde das in den späteren Staffeln deutlich verbessert. Wodurch es im Verlauf der Serie durchaus ein paar sehenswerte Schlacht-Szenen gibt. :D
Aber man muss halt auch bedenken das die Serie in den 90ern gedreht wurde, von daher kann man die mittelmäßigen Animationen irgendwo auch akzeptieren (Star Trek TOS sieht nach heutigen Maßstäben auch grauenhaft aus ;) )
Glumski hat geschrieben:Crusade... je weniger man darüber verliert, desto besser. Ich hab' den Piloten gesehen, ich hab' die Folge danach geschaut, und GOTT NEIN!
Den Film hab ich leider noch nicht gesehen, weshalb ich dazu keine qualifizierte Meinung abgeben kann, aber ich hab schon öfters mal mitbekommen das der Film im vergleich zur Serie deutlich trashiger sein soll.

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Re: [Serie & Film] Babylon 5 & Crusade

Beitrag von Tom » Sa 25. Jan 2014, 10:13

Crusade ist eine Serie, kein Film. Das die so schlecht ist liegt daran, dass JMS einfach nicht das Sagen hatte bzw. Dass sich der Sender einfach zu stark eingemischt hat. Zum Beispiel werden in der Serie immer wieder die Uniformen getauscht.

Es wird aber schlüssig erklärt, warum diese beiden Folgen aus dem Konzept brechen.

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Re: [Serie & Film] Babylon 5 & Crusade

Beitrag von Glumski » Sa 25. Jan 2014, 22:40

Das kann ich so nicht bestätigen. Meiner Meinung nach gehört Babylon 5 von der Story her zu einer der besten SciFi-Serien überhaupt. Insbesondere die schlüssige Story mit dem schon vorher geplannten Handlungsbogen hat meiner Meinung nach sehr dazu beigetragen das beim Zuschauer ein Gefühl von Kontinuität entsteht und man nicht das Gefühl hat, das eine Folge nach der anderen einfach nur aneinandergereiht wurde (Ausnahmen gibt es natürlich wie z.B. die Folge "In hundert, in tausend Jahren" oder die letzte Folge).
Oh, von der Story her fand' ich Babylon 5 auch super. Nur... vom Rest nicht. :D
Aber man muss halt auch bedenken das die Serie in den 90ern gedreht wurde, von daher kann man die mittelmäßigen Animationen irgendwo auch akzeptieren (Star Trek TOS sieht nach heutigen Maßstäben auch grauenhaft aus ;) )
Naja, selbst im Vergleich zu TOS würde Babylon 5 in der ersten Staffel den Kürzeren ziehen. Später fand' ich's deutlich besser. Meine letzte Folge von S1 war die, in der ein sehr kurioses Rieseninsekt auf die Leutchen los ging. Das hat bei mir im Prinzip den Sargdeckel zugenagelt. Aber mit S2 ging's dann gut weiter.
Crusade ist eine Serie, kein Film. Das die so schlecht ist liegt daran, dass JMS einfach nicht das Sagen hatte bzw. Dass sich der Sender einfach zu stark eingemischt hat. Zum Beispiel werden in der Serie immer wieder die Uniformen getauscht.
Jap, das hat man echt gemerkt. Also nicht die Uniformen, dafür habe ich nicht genug gesehen, sondern... naja... die Dialoge beispielsweise waren schon ziemlich schlecht geschrieben, der Plot war sehr durchsichtig etc.
Es wird aber schlüssig erklärt, warum diese beiden Folgen aus dem Konzept brechen.
Was leider nichts daran ändert, dass sie aus dem Konzept brachen. Ich fand' die beiden gar nicht Mal schlecht (im Gegenteil), sie waren nur... losgelöst. Besonders die Tatsache, dass die letzte Folge einfach 'ne Staffel nach hinten versetzt wurde, hat da einigen Schaden angerichtet.

Grüße
Glumski

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Re: [Serie & Film] Babylon 5 & Crusade

Beitrag von Chaosimperator » So 26. Jan 2014, 00:18

Glumski hat geschrieben: Naja, selbst im Vergleich zu TOS würde Babylon 5 in der ersten Staffel den Kürzeren ziehen. Später fand' ich's deutlich besser. Meine letzte Folge von S1 war die, in der ein sehr kurioses Rieseninsekt auf die Leutchen los ging. Das hat bei mir im Prinzip den Sargdeckel zugenagelt. Aber mit S2 ging's dann gut weiter.
Hm an ein kurioses Rieseninsekt kann ich mich irgendwie gar nicht mehr erinnern. Ist allerdings auch schon 2-3 Jahre her das ich die Serie gesehen habe. ;)
Bei mir ist es halt so das ich so ein SciFi-Suchti bin das ich eigentlich fast jede Serie aus dem Genre anschaue.....eine Serie müsste wirklich erstaunlich schlecht sein (wie z.B. SGU) damit ich sie mir nicht anschaue. :roll:

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