Ich sehe gerade...

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Child of Bodom
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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Child of Bodom » Fr 8. Jul 2016, 11:53

So, es folgt wie angekündigt ein Review von einem weiteren gar nicht so verkehrten Anime, nämlich "Knights of Sidonia". Ob der Name dabei mit absicht nach dem bekannten Song der Band "Muse" gewählt worden oder nur reiner Zufall ist, kann ich hier nicht sagen, er hat aber auf jeden Fall sehr viel dazu beigetragen mein Interesse dafür zu wecken. Und auch dieses mal werde ich meine Bewertung vorweg nehmen. Es ist eine 8 von 10 Punkten, allerdings mit einer massiven Empfehlung für JEDEN hier im Forum, auch für diejenigen die sonst gar nicht so gerne Animes schauen.

Zu aller erst mal ist Knights of Sidonia weitaus bodenständiger und realistischer als 90% aller anderen Animes die ich jemals gesehen habe. Besonders die Umsetzung der Gravitations- und Flieh-Kräfte scheint in diesem Anime besondere Betrachtung bekommen zu haben. An einer Stelle wird dies sogar für einen sehr unappetitlichen Effekt eingesetzt und ein anderes mal haben wir eine Folge die mich sehr stark an den Film Gravity errinnert hat, wohl weil es sich praktisch um das selbe Thema handelte. Mechas (da nur im All gekämpft wird, sind auch die ausnahmsweiße mal sehr realistisch, finde ich zumindest mal) sind keine transformierenden Megamonster mit 1000 Waffensystemen, die in einander verschachtelt sind, sondern ein Stück militärische Hardware. Sie haben meist nicht mehr als eine oder 2 Waffen und unterliegen, anders als in anderen Animes, den Gesetzen der Massenträgheit. Auch das Schiff, die Sidonia, selbst ist ansprechend und mit einem nicht zu unterschätzenden Maß an realismus designed worden. Und auch die Weiterentwicklungen in der Genetik der Menschheit finde ich jetzt mal extrem ausgefallen und in der Theorie möglich. Nur an einer Stelle stört mich etwas ein wenig (wenn dem so wäre müssten alle Charaktere in dem Anime eine grüne Hauptfarbe haben, aber no spoiler ^^).

Die Verpackung des Animes ist hierbei extrem innovativ. Zum ersten mal wurden hier nämlich alle Charaktere in 3D gerendert, ebenso die gesamten Weltall-Szenen. In den ersten beiden Folgen hatte ich noch massive Probleme mit der Frame-Rate der Weltraum-Szenen, die einfach irgendwie nicht richtig flüssig wirken wollten. Das hatte sich allerdings in Folge 3 schon erledigt. Problematischer hingegen sieht das bei den gerenderten Charakteren aus, wobei ich hier den Verdacht habe, dass es Absicht ist um den Anime sein "2D-Gefühl" nicht verlieren zu lassen. Tatsächlich funktioniert diese 3D-2D-Kombination erstaunlich gut und wirkt oft auch genau wie so etwas, auf seine eigene Art und Weiße. Wer den Anime gesehen hat weiß was ich meine. Nicht so gut gefallen haben mir diese fast immer gleich aussehenden Charakter-Modelle. Allerdings dafür gibt es eine passende Erklärung im Anime, so dass ich ihm das auch bereit bin zu vergeben. Der Soundtrack dagegen ist extrem genial und unterstreicht die düstere Stimmung dieser "alleine im Weltall"-Situation sehr gut. Die Action funktioniert auf jeden Fall bestens und das Finale, verdammt dieses Finale. Ich glaube hier wechsle ich besser mal das Thema, bevor ich noch spoilere.

Kommen wir also nun zur Story, die bis zu den letzten beiden Folgen eigendlich keine Wünsche offen lässt. Ich hatte das Gefühl die meisten Dinge erklärt bekommen zu haben, was bei nur 12 Folgen eine ziemlich krasse Leistung ist. Die Welt von KOS ist bestens ausgebaut und verständlich. Ab Folge 3 merkt man außerdem sehr schnell, dass an Bord der Sidonia eine Art Verschwörung vor sich geht. Ab Folge 5 wird auch der große Feind weiter entwickelt und erhält einige interessante Farcetten, die man nicht erwartet hätte. Leider bleibt die Story ganz am Ende dann doch hinter den Erwartungen die sie erweckt zurück. Sie geht leider niemals so sehr in die Tiefe wie ich es mir erhofft hätte und bleibt ein wenig Flach. Außerdem empfinde ich das Ende irgendwie nicht als Ende und vielleicht hat man sich hier auch, wie immer eigendlich, die Option auf eine 2te Staffel offen gelassen, was ich im Falle von KOS sehr befürworten würde, da es wirklich noch vieles aufzuklären gibt, hauptsächlich was denn nun eigendlich das Ziel der Sidonia sein soll. Ich glaube kaum, dass dieses Schiff endlos durch das Universum zieht ohne jeden Sinn und Zweck, so wie es am Schluss des Animes rüber kommt. Daher auch hier eine Warnung, dass das Ende stark hinter den Erwartungen zurück bleibt. Außerdem muss ich erwähnen, dass der Humor der ersten beiden Folgen bei mir irgendwie ganz und gar nicht zünden wollte. Wahrscheinlich haben die Macher aber selbst schon gemerkt, dass ihr Humor nicht funktioniert und ihn zugunsten der düsteren Stimmung dann sehr stark zurück gefahren.

Wie gesagt empfehle ich Knights of Sidonia jedem hier im Forum, ob er Anime mag oder nicht. Warum? Es ist in erster Linie eine Sci-Fi-Serie geworden und erst in zweiter Linie ein Anime. Es könnte sich genauso gut um Battlestar Galactica handeln, wovon ich auch sehr viele Inspirationen in Knights of Sidonia wieder finde. Das Niveau der Story ist meiner Meinung nach (und das erstaunt mich selbst sehr) sogar höher als das von BSG und generell lässt sich beides sehr gut miteinander vergleichen finde ich und das obwohl BSG eine Serie mit echten Darstellern aus den USA ist. Daher kann ich nur sagen seht es euch an, es hat nur 12 Folgen, was nur 5 Stunden eurer Zeit sind. Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen und wenn doch, wie gesagt es waren ja nur 5 Stunden eurer Zeit und keine 50, wie so manch anderer 300-400 Folgen Monster-Anime. Das wars zu dem Thema von mir. Wahrscheinlich folgt als nächstes ein Review entweder von Steins:Gate, ein perfekter Anime für Dr. Who-Fans wie es scheint, von Parasyte - The Maxim, der scheinbar auf der Tokyo Ghoul-Welle mit läuft oder von Terraformars, von dem ich noch überhaupt keine Ahnung habe was da auf mich zu kommen wird. XD
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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Tom » Fr 8. Jul 2016, 11:58

Staffel 2 wurde schon längst ausgestrahlt. Letztes Jahr schon, wenn ich micht täusche. Vlt kommt irgendwann noch Staffel 3. ;)

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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Child of Bodom » Fr 8. Jul 2016, 12:09

Tom hat geschrieben:Staffel 2 wurde schon längst ausgestrahlt. Letztes Jahr schon, wenn ich micht täusche. Vlt kommt irgendwann noch Staffel 3. ;)
Gut das zu wissen. Bei meiner Standard-Quelle für Animes gabs diesen überhaupt gar nicht, bei der wo ich ihn gesehen habe, gabs nur Staffel 1. Ich werde dann wohl doch erstmal wieder auf die Suche gehen und einen Nachbericht abgeben.

Hast du die zufällig schon gesehen? Lohnt sie sich? Werden meine Kritkpunkte "angesprochen" und verbessert oder bleibt es so Flach wie nach der ersten?
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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Child of Bodom » Fr 29. Jul 2016, 18:20

So. Habe nun Knights of Sidonia Staffel 2 gesehen und weiß irgendwie noch gar nicht richtig was ich davon halten soll. Sie ist O.K., eine 6 von 10. Aber es ist leider so, dass ich nach Staffel 2 die allgemeine Empfehlung für alle (auch nicht-Anime-Menschen) zurück nehmen möchte, denn er schlägt hier leider eine Richtung ein, bei der ich mir viel zu oft "typisch Anime" dachte. Der Grund dafür ist der neu eingeführter Charakter "Tsumugi", den man meiner Meinung nach lieber weg gelassen hätte. Die Action hat auch ohne "es" ganz gut funktioniert, auch wenn die Kämpfe mit Tsumugi, insbesondere das Finale, mal wieder echt geil ausgesehen und mich ziemlich gezogen haben. Es war einfach nicht notwendig diesen Charakter zu bauen über den wir zwar einiges in der Serie erfahren, aber die mindestens 4 Folgen in denen Tsumugi in ein normales Leben integriert wird erscheinen mir völlig nutzlos, da auch hier wieder die Tiefe ausgeblieben ist. Tsumugi wirkt sogar noch flacher als Tanikaze selbst und das aller schlimmste ist dass "es" für 90% meiner "typisch Anime"-Situationen verantwortlich war. Noch schlimmer empfand ich allerdings Izana. Bei diesem Char ist leider genau das passiert was ich in der ersten Staffel noch befürchtet hatte und nicht das was ich mir für diesen ursprünglich gar nicht uninteressanten Char erhofft hatte. Leider kam es anders und ich kann mir nicht helfen, ich habe auf Izana einen echt üblen Hass entwickelt. Der/die/das ist so unglaublich nervtötend durch die gesamte 2te Staffel hindurch, dass ich ihm/ihr/es recht schnell den virtuellen Tod gewünscht habe, so hätte er/sie/es wenigstens noch einen halbwegs brauchbaren Zweck in der Serie haben können. Dass ich gleich sämtliche Artikel verwende um Charaktäre in der Serie zu bezeichnen hat übrigens auch einen sinnvollen Grund, wer den Anime gesehen hat wundert sich sicherlich weniger darüber. Ansonsten kann ich das meiste aus meiner Kritik an der ersten Staffel komplett übernehmen. Es fehlt immer noch die Tiefe in der Serie und wichtige Fragen bleiben einfach im dunkeln oder werden in der Serie gar nicht erst aufgeworfen. Nun noch eine Sache die ich in Spoiler verpacken möchte:
SpoilerAnzeigen
Massiv gestört hat mich hier, dass nicht ein einziger Charakter ins Gras beißt. Nicht einmal unbedeutende Nebencharaktäre werden in Staffel 2 getötet. Dadurch unterscheidet sie sich für mich massiv negativ von Staffel 1, wo irgendwie sogar noch Hauptcharaktäre getötet wurden wie die Mücken.
Es folgt wahrscheinlich ein Review des neuen Kino-Films "Star Trek - Beyond", während ich jetzt in Anime-Fragen erstmal leicht verwirrt da stehe und nicht weiß womit in meiner Liste ich weiter machen soll. XD
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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Chabero » Fr 12. Aug 2016, 17:47

Grad was schönes auf YT gefunden:
yaWmuNPbGTg

einbinden irgendwie faul...??
Hier der Link
https://www.youtube.com/watch?v=yaWmuNPbGTg

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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Chabero » Do 18. Aug 2016, 19:52

sind paar Lustige Ideen dabei:
ox5CKhITQB0

Hab stellenweise richtig gelacht und geschmunzelt *lach*

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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Tom » So 21. Aug 2016, 23:30

Hab mir grad Lucy auf Amazon Prime angesehen. Geile Scheiße! :)

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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Chabero » Sa 10. Sep 2016, 21:23

SB1Zy7nA_Hc
wirklich Überaschendes Ende :lol: :rofl:

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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von MP X10L » Mi 14. Sep 2016, 14:08

Wie man Trailer passend zur Musik schneidet?
SO HIER!

WlJrokiuSO4

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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Chabero » Mi 14. Sep 2016, 22:28

oder man wendet sich an zb Kai Hartwig von http://www.hartwigmedia.de
der macht dann Musik nach wunsch exakt passend zum Trailer/Film ezt, und das Gema/Suise ezt-frei

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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Child of Bodom » Di 4. Okt 2016, 10:05

Yo, servus, der CoB mal wieder. Ich war ziemlich lange inaktiv, weil ich ne ziemliche Downphase hatte und mir dachte, dass es eh keinen interessiert, was ich hier rein schreibe. Das mag vielleicht sein, aber in Twitter steht noch viel mehr Müll der wirklich noch weniger interessiert, dass ich das gar nicht wirklich als Argument herran ziehen kann. Außerdem könnte ich mich ja irren und es könnte doch wen interessieren, was ich zu bestimmten Serien und Games zu sagen habe. In dieser Hoffnung gebe ich jetzt mal ein längeres Update über die Dinge die ich in der letzten Zeit geguckt habe.

Da wäre zu aller erst mal das Update über Dr. Who. Staffel 7 war nämlich um Welten besser als Staffel 6. Der Start war noch ziemlich holprig mit diesem mittelmäßigen Weihnachtsspecial und den Folgen 1 bis 3, wovon gerade die mit der Frau, die eigendlich ein Dalek war, mir ziemlich seltsam und daneben erschien. Ferner kann ich mir nicht helfen, aber: (und das war bestimmt auch ein massiver Minus-Punkt bei Staffel 6 schon) Ich fand Amy und Rory, aber insbesondere Amy ziemlich entnervend. Eine Staffel lang zieht ihre Art ganz gut und sorgte auch für einigen Humor, aber dann nervte sie irgendwann nur noch. Umso besser, dass die Macher von Dr Who das kapiert haben und sie dann relativ früh ausgewechselt haben. Ich kann mir nicht helfen, aber nach Amys Ausscheiden wurde die Serie wieder um wesentliche Teile besser. Man hat mit der neuen Begleiterin einige ziemlich gute Tricks angewand um die Sache spannend halten zu können. Außerdem muss ich nochmal die Vorletzte Folge erwähnen. Nicht nur dass es cool war den David Tennant-Doctor nochmal zu sehen, die 3 Doctoren zusammen haben echt einige sehr gute Gags lostreten können. Leider empfand ich die letzte Folge dann doch ein wenig als Enttäuschung. Alles wurde irgendwie etwas unnötig in die Länge gezogen, insbesondere das Ende von Matt Smith. Und dann kam Peter Capaldi. In seiner ersten Szene am Ende der 7ten Staffel dachte ich mir noch "Ob der Typ wirklich nen brauchbaren neuen Doctor abgeben kann?" Nach der ersten Folge ging es schon irgendwie ein wenig besser. Probleme bekommt die Serie nicht wegen Peter Capaldi als Doctor, auch wenn sein Stil irgendwie ganz und gar nicht dem entspricht, was seine 4 Vorgänger abgeliefert haben. Nein ich fürchte die Serie bekommt langsam Probleme mit ihrem Drehbuch. Ich würde langsam lieber wieder etwas über Daleks oder Cybermen, sogar lieber über Devorianer (Dinosaurier) sehen als das was mir die Serie in letzter Zeit anzubieten hat. Man scheint das Thema abgenutzt zu finden und versucht sich verzweifelt etwas neues aus dem Hut zu ziehen, anstatt sich auf seine alten Qualitäten zu besinnen. Je nachdem wie sich Capaldi jetzt als der neue Doctor macht, was ja bekanntlich besser ist als ich am Anfang gedacht hatte und besser als damals der Wechsel von Eccleston zu Tennant, denke ich, dass ich es mit Staffel 8 dann gut sein lasse. Ich finde, dass nach Staffel 4 die Qualität stark zu leiden angefangen hat und es eher ein Tief mit possitiven Spitzen geworden ist als wie vorher ein Hoch mit dem einen oder anderen Einbruch. Außerdem gibt es zu viele andere, mittlerweile viel bessere Serien, die es auch Wert sind gesehen zu werden und ich kenne immer noch die 4rte Staffel von House of Cards nicht und was viel schlimmer ist, die 6te Staffel von Game of Thrones auch nicht. ^^

Dann war ich außerdem wieder bei den Animes unterwegs und zwar habe ich da einen gesehen, von dem ich irgendwie nicht so genau weiß was ich davon halten soll. Nämlich den mit der schon seltsam zu lesenden Bezeichnung "Terraformars". Und ja, dieser hier war so seltsam, dass ich ihn nicht zuordnen kann. Was in Folge 1 und 2 eigendlich ganz gut angefangen hat und mit den Folgen 3 und 4 ganz gut weiter ging wurde schrecklich undefinierbar ab Folge 5 für den Rest seiner 13 Folgen lang. Ich habe ein wenig das Gefühl, dass man versuchte Knights of Sidonia, Shingeki no Kyojin und den Film Starship Troopers versucht hat in ein Paket zu packen und ein Shingeki no Kyojin-artiges Gemetzel lostreten wollte. Story? Was ist das? Kann man das essen? Charakter-Entwicklung? Kann ich das etwa trinken oder spritzen? Nein? Dann brauch ichs auch nicht! Was übrig bleibt ist ein einziges Actiongemetzel, dass sich 7 Folgen lang so dahin wurstet und die moralischen Fragen, die aus der Darstellung der Terraformars eigendlich folgen müssten, bleiben völlig ignoriert. Gut, ich hab ja eigendlich auch nix gegen Actiongemetzel ohne viel Sinn und Verstand (Mazinkaiser SKL, Karas um 2 gute bsp aus dieser Richtung zu nennen), aber dann sollte es doch wenigstens gut verpackt und animiert sein. Und nicht mal das kann ich über Terraformars sagen. Actionszenen bestehen oft aus dümmlichem Gebrabbel, 5 Minuten langen Erklärungen über die Kräfte der Hauptcharaktere und 2 oder 3 Angriffen. Was One Punch Man als Parodie gemacht hat, scheint Terraformars völlig ernst zu nehmen, so beschleicht mich das Gefühl. Eine sehr schlechte Entscheidung. Noch dazu kommt diese ziemlich krasse Zensur, die nach Folge 4 einsetzt. Anscheinend hatten es die Macher dort einmal etwas übertrieben und dann von der Zensurbehörde eins auf den Deckel bekommen, oder so. Anders kann ich mir diese unglaublich schlechte Entscheidung nicht erklären. Und nachdem ich für dieses Review nochmal über alles nachgedacht habe, komme ich dann doch zum Schluss, dass wir hier einen dieser seltenen Fälle haben, in denen die Kritiker tatsächlich recht haben. So, irgendetwas possitives sollte ich jetzt vielleicht auch noch darüber sagen, aber mir fällt fast nix ein. Doch eine Sache fällt mir dann doch noch ein. Terraformars hat ein musikalisch echt interessantes und sehr wohl klingendes Power Metal-Intro, dass gekonnt Jazz unter den Metal gemixt hat, wie ich das von keiner Metalband je gehört hab. Für sowas scheint man Animes auch zu brauchen, wie es scheint. ^^ Ansonsten fürchte ich Terraformars bekommt auch von mir eine 3 von 10 und das auch nur weil er ganz gut begonnen hat und dieses Power Metal-Intro hat. Wieso haben eigendlich immer schlechte Animes die guten Metal-Intros? Ich verstehs nicht so recht, aber egal.

Denn nun kommt was scheinbar sehr viel besseres, auch wenn der Titel noch viel bescheuerter ist als der einen Abschnitt weiter oben. Der Anime um den es jetzt geht heißt nämlich "Kill la Kill". Aber das macht in diesem Falle nichts. Das soll wahrscheinlich schrecklich überzogen sein, so wie der Rest des Animes auch. Dass dieser hier von den selben Machern wie TTGL ist, merkt man eigendlich auf den ersten Blick. Der optische Stil ist sich hier extrem ähnlich und auch diese völlig überzogenen Charaktäre, die echt ein völlig neues Maß an Überzogenheit erreichen sind so dermaßen TTGL, es ist echt schon lustig, wie sehr man hier von sich selbst geklaut hat. Und auch wenn ich noch nicht sehr weit in diesem Anime gekommen bin, die Action-Szenen sehen schon sehr früh, extrem gut aus, die musikalische Untermalung ist vlt. nicht jedermanns Sache, aber durchaus zur Situation und zur Welt passend. Außerdem scheint sehr viel mehr Bedeutung in der Geschichte drin zu stecken als der Anfang es erscheinen lässt. Nach dem Terrarformars-Desaster erschien mir Kill la Kill zumindest wie ein Anime, der mich wieder aufbauen konnte. Ich bin mal gespannt und gebe Rückmeldung, wenn ich durch bin. ^^
In der Hoffnung, dass es doch wen interessiert, was ich mir hier zusammen tippe verbleibe ich mal hiermit.
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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Glumski » Fr 14. Okt 2016, 21:56

Ich war ziemlich lange inaktiv, weil ich ne ziemliche Downphase hatte und mir dachte, dass es eh keinen interessiert, was ich hier rein schreibe.
Das tut mir Leid zu hören! Zumindest ich lese den Großteil deiner Posts sehr gerne! :D
Außerdem muss ich nochmal die Vorletzte Folge erwähnen. Nicht nur dass es cool war den David Tennant-Doctor nochmal zu sehen, die 3 Doctoren zusammen haben echt einige sehr gute Gags lostreten können. Leider empfand ich die letzte Folge dann doch ein wenig als Enttäuschung.
Da stimme ich dir hundertprozentig zu. Die vorletzte Folge (das 50. Jubiläum) ist hervorragend. Lief sogar in 3D in den Kinos, wenn ich mich nicht irre, zumindest in den englischsprachigen Ländern. Das Finale von Matt Smith... ehh. "In die Länge gezogen" trifft es eigentlich recht gut. Nett war's ja, aber nicht weltbewegend. Womöglich ist das aber auch der extrem guten Jubiläums-Folge zu schulden, nach der wohl alles verblassen musste.

Staffel 8 erschien mir auch an mehreren Stellen so, als ob die Macher nicht so ganz wüssten, was sie tun wollen und in welche Richtung die Serie überhaupt gehen soll. Bei mir hat Capaldi sehr viel gerissen (zumal sein schottischer Akzent cool ist), aber überwältigt war ich nicht. Ich habe S8 aber auch im regulären Programm gesehen, also nicht wie die ersten sieben Staffeln auf engem Raum; in einer Dosierung von einer Folge pro Woche macht Doctor Who dann doch wieder sehr viel Spaß, auch in Staffel 9.
Einige Folgen aus Staffel 8 haben mir dann allerdings doch sehr, sehr gut gefallen. 8x4 (Hör zu/Listen) war toll und auch 8x5 (Verschlusssache/Time Heist) funktionierte bei mir. In 8x6 (Der Hausmeister/The Caretaker) haben sowohl der Humor als auch die Action gezündet. Und 8x9 (Hinter den Wänden/Flatline) hat sogar kritischen Beifall genießen dürfen. Das Finale 8x11/12 ist auch nicht schlecht, wenn auch nicht so gut, wie das Finale von Staffel 7, aber da ist es wohl wieder die Jubiläums-Folge, die den Vergleich kaputt macht...

Staffel 9 hat auch ihre Momente. Ich würde dir empfehlen, sie zu schauen, auch wenn das natürlich nicht sofort sein muss. Vielleicht tut es dir ganz gut, 'ne Pause einzulegen und dann in neuer Frische zurückzukehren; mir gefallen die einzelnen Folgen immer besser, wenn ich kein Binge Watching mache (und dennoch tue ich es fast immer...).
Das interessante an Staffel 9 ist, dass sie aus einer ganzen Reihe an Doppelfolgen besteht. Daher mussten die Autoren nicht neue Episödchen aus dem Hut zaubern, sondern konnten gut ausgereifte Geschichten verwenden, die in eine einzelne Folge gar nicht hineingepasst hätten. 9x3/4 (Spuk im See, Vor der Flut / Under the Lake, Before the Flood) behandelt wieder ein hübsches Paradoxon, 9x5/6 hat Game of Thrones' Maisie Williams als ausführliche Gastrolle und das Finale ist dieses Mal ein echt gelungener Dreiteiler (9x10/11/12).
Das Weihnachts-Spezial von 2015 hab' ich allerdings als nicht sonderlich beeindruckend in Erinnerung.

Hoffentlich wird das 2016er Weihnachts-Spezial besser. Und im April 2017 startet auch die zehnte Staffel.
Kill la Kill
Hrmm. Ich habe jetzt schon oft davon gehört. Bislang hat mich der Name tatsächlich ein wenig abgeschreckt, und ich habe schon ewig keinen Anime mehr gesehen. Vielleicht sollte ich ja wieder damit anfangen...

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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Child of Bodom » Mo 17. Okt 2016, 08:45

Yo, servus. Es ist mal wieder CoB-Review-Time. XD Heute mit (wer hätte es wohl gedacht XD) einem Update zu dem Anime "Kill la Kill". Auch ein Anime den ich fast nicht einordnen oder bewerten kann. Auf der einen Seite ist er unglaublich Schwachsinnig und dann auf der anderen Seite (und das zur gleichen Zeit) unglaublich tiefgründig und alleine die Tatsache, dass ich immer noch über ihn nachdenke, obwohl es jetzt schon bald ne Woche her ist, dass ich ihn gesehen habe, sollte dafür ein starkes Indiz sein. Außerdem hab ich noch nie einen Anime gesehen, der es geschafft hat unglaublich Scheiße und gleichzeitig unglaublich Gut auszusehen und bei allem dem noch das Gefühl bei mir zu hinterlassen, dass eine Wertung im mittleren Bereich irgendwie ganz und gar nicht passend ist. Ich denke wer auch nur die ersten 5 Folgen davon gesehen hat wird mich ziemlich gut verstehen können. Für alle die es nicht verstehen versuche ich es jetzt mal noch etwas besser aus zu formulieren.

Zunächst kommen wir mal auf das aller wichtigste des ganzen zu sprechen. Die Story. Und die legt ein wirklich abartiges Tempo vor. Ich weiß gar nicht mehr so genau was die Macher hier alles in 24 Folgen rein gequetscht haben. Das ganze Übertrifft in der Hinsicht Sword Art Online, der das praktisch vorher schon mal gemacht hat, bei weitem. Ich hab allerdings auch bei Kill la Kill nicht das Gefühl gehabt irgendetwas nicht mitgeteilt bekommen zu haben oder eine massive Verständnis-Lücke zu haben. Selbst Dinge die mir Anfangs noch als unmöglich und fehlerhaft erschienen haben sehr viel später im Anime eine Aufklärung erhalten, die mich und mein persönliches Logik-Verständnis durchaus befriedigt haben. Ob es nun Fehler waren, die man später auskaschiert hat oder das Ganze von Anfang an so geplant war, kann ich nicht mehr sagen und es ist mir ehrlich gesagt auch egal. Wichtig ist, dass es am Ende funktioniert hat. Ansonsten enthält Kill la Kill eigendlich alles was eine gute Story enthalten muss. Plottwists, Erklärungen im richtigen Maß, eine Verschwörung und ein ziemlich krasses Geheimnis, was am Ende der gesamten, ultimativ eigensinnigen Welt, sogar noch richtig Sinn gegeben hat. Ich kann leider nicht viel mehr dazu schreiben als das ohne zu spoilern. Ich hatte allerdings schon ein wenig das Gefühl, dass ab Folge 16 irgendwie die Luft raus war und ich nur noch fertig geguckt habe, weil es ja nicht mehr lange war, vielleicht hatte das auch andere Gründe wie ich unten noch ausführen werde.

Als nächstes hätten wir das Thema Charaktäre, Action und Humor. Das lässt sich bei diesem Anime nur schwer von einander trennen. Wenn Ryuko in der Einführungsszene eine rohe Zitrone kauft und einmal kräftig rein beißt und dabei nicht einmal das Gesicht verzieht muss man unweigerlich grinsen. Ein anderes Beispiel taucht ebenfalls recht früh, im ersten Godrobe-Gefecht auf. Als dort nämlich die Explosion implodiert ist um dann nochmal zu explodieren, wieder zu implodieren und dann letztlich noch größer zu explodieren, konnte selbst ich, der brutal auf überrissenes abfährt, mir den Lacher nur schwer verkneifen. Der Humor von Kill la Kill ist, wie der Name des Animes es schon sagt, völlig überzogen genau wie der ganze Rest davon. WTF-Momente für die ich One Punch Man liebe werden einem hier in so krassem Ausmaß um die Ohren gehauen, dass ein weiteres Problem daraus entsteht auf das ich später eingehen werde. Troz des ganzen Humors und erschreckend gewaltigen Ausmaßes an Fanservice hat es dieser Anime geschafft überraschend klischéefreie weibliche Charaktere zu verbauen. Praktisch jeder wirklich wichtige Charakter ist ne Frau und es funktioniert ohne dabei irgendwie "gay" oder "sailormoon" zu wirken. Alleine deshalb hat der Anime ne recht hohe Wertung verdient, weil ich weiß keinen einzigen anderen, der dieses ziel jemals erreicht hätte, wahrscheinlich nicht zuletzt auch weil er wahrscheinlich auch versucht hat ein wenig sailormoon-parodie zu sein. Wie gesagt entstehen leider auch Probleme aus dem was oben steht. Durch die Tatsache, dass man einen WTF-Moment nach dem anderen vor die Füße geklatscht bekommt, geht irgendwann der Humor flöten und ist einfach nicht mehr richtig lustig. Vielleicht bin das auch nur ich, aber bei mir hatte es einfach diesen Effekt. Ferner sehe ich Probleme darin, dass dieser Anime permanent versucht einem Exhibitionisten Sympatisch zu machen. Ich für meinen Teil weiß noch nicht was ich davon halten soll, ich merke einfach nur mal an, dass man hier die notwendige Tolleranz mitbringen muss, sonst rennt man schnell in eine politische Falle.

Kommen wir also nun zu dem Teil der Verpackung und wie ich schon geschrieben habe sieht dieser Anime irgendwie unglaublich scheiße und unglaublich gut gleichzeitig aus. Diese viel zu dicken Abgrenzungs-Linien und die Farben die ohne jeden Übergang wechseln sind echt gar nicht mein Ding. Dafür ist die Animation selbst ziemlich flüssig an ca. 90% der Stellen. Die restlichen 10% bei denen das nicht der Fall zu sein scheint, könnten genauso gut Absicht sein. Trozdem muss ich leider fest halten, dass die Animation so ab Folge 15 einen ziemlichen Absturz genommen hat. Die coolen Action-Momente, die es bei den ersten beiden Godrobe-kämpfen noch gab, sind ab dieser Folge völlig verschwunden und generell habe ich ab da das Gefühl, dass die Farbübergänge noch weniger vorhanden waren und die Trennungslinien noch dicker. In den letzten beiden Folgen geht es dann aber doch nochmal aufwärts und das Finale ist zwar nicht gerade superüberagend aber doch befriedigender als z.B. das von Tokyo Ghoul oder Gungrave. Die Intros und Outros gingen mir für meinen Teil weitaus mehr auf den Geist als dass sie mich angesprochen hätten, obwohl ich das 2te Intro zumindest hin und wieder durchlaufen ließ. Der Soundtrack im Anime selbst ist viel besser und erfüllt in 99% der Fälle seinen Zweck doch recht perfekt. Nur leider ändert er sich nie, so dass er nach 24-Folgen dann doch ziemlich abgenutzt anfängt zu klingen.

Insgesamt komme ich zum Schluss, dass es sich hier um ein weiteres gutes Werk von den TTGL-Machern handelt. Ich fürchte nur, dass es anders als TTGL kein 10-Punkte-Anime geworden ist, auch wenn er versucht hat vieles daraus zu übernehmen und sogar Verbesserungen anzubringen, ich empfinde das meiste davon eher als Verschlimmerung wie als Verbesserung. Die Epicness eines TTGL hat Kill la Kill auf keinen Fall erreicht, wenngleich er etwas mehr Tiefe hat. Außerdem kann ich diese abartigen Schwächen in der Animation itself leider nur schwer vergeben. Es ist immer noch schwierig mich auf eine endgültige Wertung zu geben, aber ich denke ich gebe ihm troz seiner ganzen Schwächen und Fehler eine 9 von 10, da er sehr vieles neues gemacht hat und dabei auch noch recht erfolgreich war.

Als nächstes hätten wir einen weiteren kurzen 12 Folgen-Anime von den Machern (inklusive Manga-Zeichner) von One Punch Man, nämlich den mit dem seltsamen Namen "Mob Psycho 100". Und das merkt man schon in der ersten Folge. Allerdings merkt man auch schon in der aller ersten Szene, dass man jetzt dabei ist, sich etwas gutes anzusehen. Dabei ist der Vergleich mit OPM immer sehr nahe liegend. Mob (warum auch immer "Kagayama Shigeo" diesen Nickname bekommen hat, etwa weil seine Frisur aussieht wie ein Wischmob? XD) ist tatsächlich ein Charakter bei dem das Duell mit Saitama unentschieden ausgehen würde. Ich weiß nicht wer von beiden Überrissener und mächtiger ist. Es käme warscheinlich nur darauf an, wer schneller ist, nur das Mob sich eigendlich nicht mal bewegen muss um selbst die mächtigsten Feinde aus zu schalten. Wo OPM sich etwas auf Action fokussiert, da geht Mob Psycho 100 den Weg der Story und der Comedy. Und tatsächlich funktionieren die meisten Witze echt ziemlich gut, der Humor ist sogar noch wesentlich besser als der von OPM und die Überrissenheit des Mains wird hier doch recht früh aufgelöst. Die Charaktäre sind alle echt klasse und sogar die mit wenig Screentime bleiben dank der guten Zeichen-Qualität ziemlich gut im Gedächnis. Das einzige was man vlt. bemängeln könnte, ist dass Mob ein wenig wie Kira Yamato von Gundam Seed ist. So Pazifistisch, dass einem manchmal das zusehen weh tut, allerdings ist Mob auch wesentlich jünger und hat andere Mittel und Wege dem schlechten Kira Yamato-Verschnitt zu entkommen. Seht es euch an, dann wisst ihr was ich meine. ^^

Wie schon erwähnt ist Mob Psycho 100 nicht ganz so Action-lastig wie OPM und die Animation sieht auf den ersten Blick um mindestens die hälfte billiger aus. Das bedeutet aber nicht, dass nicht bis zu Folge 8 einige ziemlich gute und echt gut aussehende Action-Szenen kommen würden. Einige davon sind tatsächlich genau so Brainfuck wie das worauf wir bei OPM bis zum Finale warten mussten. Die Musik ist auch hier wieder einen kleinen Tick schlechter, aber nicht so sehr dass ich sie als schlecht bezeichnen würde. Letzten Endes passt sie auch zur Situation und das Intro, während auch hier nicht so gut wie OPM ist es immer noch gut genug um mich dazu gebracht zu haben mitzählen zu wollen. XD

Bleibt leider ein Problem bei Mob Psycho 100. Denn im Gegensatz zu OPM ist Folge 8 der Höhepunkt dieser Serie. Danach geht es um einiges Bergab und auch die Auflösung der in Folge 8 geschaffenen Situation empfand ich für meinen Teil mehr als Enttäuschung, wie als alles andere. Außerdem ist das Ende, wie in OPM, extrem offen geblieben und soll wohl den Weg für eine Staffel 2 ebenen, was es auch tut. Ich hätte definitiv nichts gegen eine Staffel 2 bei beiden Animes. ^^

Da ich glaube, dass ich One Punch Man eine 8 von 10 gegeben habe, muss ich hier eigendlich eine 7 von 10 geben, aber ich habe das Gefühl, dass ich beide Animes um einen Punkt hoch werten muss, da ich Mob Psycho 100 sonst unrecht tue und OPM durchaus auch ein 9 von 10 Punkten-Anime ist.
Es folgt wohl ein Review von Parasyte - The Maxim. Bisher nur eine Folge gesehen, aber die war extrem seltsam. Mal sehen was daraus vlt. noch werden könnte. Bis dahin sehe ich euch dann zum nächsten CoB-Review. XD
Hrmm. Ich habe jetzt schon oft davon gehört. Bislang hat mich der Name tatsächlich ein wenig abgeschreckt, und ich habe schon ewig keinen Anime mehr gesehen. Vielleicht sollte ich ja wieder damit anfangen...
Dann ließ vlt. noch den oberen Review-Abschnitt darüber bevor du anfängst zu gucken, weil ich denke man sollte das alles was da drinnen steht durchaus vorher wissen. Kill la Kill ist einer von den Animes die man meistens entweder für seine Eigenart liebt oder komplett verachtet.
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Chabero
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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Chabero » Di 18. Okt 2016, 14:58

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Child of Bodom
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Re: Ich sehe gerade...

Beitrag von Child of Bodom » Do 27. Okt 2016, 09:29

Yo, servus. Es ist mal wieder CoB-Reviewtime. Heute wie angekündigt mit dem Anime "Parasyte - The Maxim". Und goddamn it, das war mal wieder ein ziemlich krasser Ritt durch die Hölle. Eigendlich ist mir Parasyte schon sehr lange, mindestens ein Jahr, bekannt ich hab ihn nur niemals angefangen zu gucken. Jetzt wo ich ihn gesehn hab, weiß ich überhaupt nicht mehr, was denn dafür eigendlich der Grund gewesen ist so lange damit abzuwarten. In der kurzform gesagt, Parasyte ist so genial, dass er SAO beinahe als besten Anime ever abgelöst hätte. Bevor ich nun also ins Detail gehe, sollte ich erwähnen, dass vlt. einige "Minor Spoilers" vor kommen könnten.

In den ersten beiden Folgen fällt dieser Anime erstmal noch unter die Katagorie "What the Fuck am I watching here?". Neben einigen sehr flachen Witzen und Boobie-Grabscher-Szenen hatte er nicht wirklich was anzubieten. Die Story erschien seltsam und alles machte irgendwie nur wenig Sinn. Noch dazu war der Hauptcharakter irgendwie ne ziemlich krasse Pussy im Stile eines schlechten Gundam-Mains (Seed, Age, Unicorn nur mal 3 Bsp). Aber ich hab ihn trozdem nicht aufgegeben, da ich ab einem Moment wusste, dass ich mir etwas gutes ansehe und das war der in dem ich plötzlich das Logo des Anime-Studios "Madhouse" (One Punch Man, Mob Psycho 100 und viele andere sehr gute Animes) gesehen hab. Und ich darf sagen, dass sich die Sache relativ schnell auflöst und schon in Folge 6 haben wir den coolen, total krassen Main, den uns die Serie am Ende des Intros präsentiert hat. Dabei ist es echt erstaunlich wie viel Geschehen und Entwicklung in diesen ersten 10 Folgen am Ende steckt. Dabei nimmt er sich im Mittelteil ein wenig Auszeit, wo alles etwas langsamer abläuft, nur um dann zum Schluss noch einmal voll los zu legen.

Parasyte ist ein sehr Storyfixierter Anime. Die Action wurde hier eher in den Hintergrund gerückt, was nicht heißt, dass die Action-Szenen schlecht sind, wenn mal welche kommen. Die Kämpfe der Parasytes sehen alle ziemlich gut aus, auch wenn man manchmal Probleme hat allen Tentakel-Bewegungen gleichzeitig zu folgen. Noch dazu sind sie Strategisch/Taktisch ganz gut ausgearbeitet und das ohne, dass man das Gefühl hat, wie bei Naruto oder Fairy Tail, sich stundenlang irgendwelches unnötiges Gelaber anzusehen. Es gibt eine taktische Vorbesprechung und dann wird der Plan ausgeführt. Entweder er funktioniert oder nicht. Erklärungen warum und wieso hebt man sich schlauer Weiße für nach dem Kampf auf. Wichtig ist auch hierbei, dass der Main, bzw. die beiden Mains niemals übermächtig werden, auch wenn wir bestimmte Klassiker haben, wie verstärkte Muskeln, verbesserte Sinne und Reaktionen. Nur deswegen funktioniert das große Finale des Animes so gut, wie es funktioniert.

Die Story itself ist so tiefgründig, dass ich diesen Anime tatsächlich ausnahmslos jedem empfehlen kann, auch denen, die normaler Weiße gar keine Animes gucken. Sie befasst sich mit Menschlichkeit und der Natur auf eine Weiße, die den Zuschauer über vieles nachdenken lässt und ich muss sagen, dass sogar die Schlussfolgerung auf einem Niveau steht, dass ich niemals von einem Anime erwartet hätte. Ferner hab ich das Gefühl, dass hier wirklich gar nichts zurück gehalten wurde und dass dieser Anime seine Zuschauer tatsächlich durchgehend wie Erwachsene behandelt hat. Alle Emotionen wurden in einem Maß verbaut, dass niemals kindisch wirkt, aber es wurde auch nichts zurück gehalten. Und auch hier möchte ich die Folgen 19 bis 23 nochmal hervor heben, da hier der Main ein tatsächlich unglaublich menschliches Verhalten zeigt. Auch deswegen funktioniert das Finale so gut wie es funktioniert hat. Ebenfalls erwähnen würde ich gerne die letzte Folge, die man unbedingt bis zum Ende sehen sollte, auch wenn man das Gefühl hat man müsste sie in der Mitte abbrechen. Es lohnt sich tatsächlich. Am Ende ist tatsächlich alles aufgelöst und erklärt worden. Man weiß von allen Charaktären was mit ihnen am Schluss passiert ist und diejenigen von denen man es nicht weiß, bei denen wäre eine Auflösung meiner Meinung nach auch gar nicht nötig gewesen, man kann es sich denken. Ein weiter Grund weshalb die Story so gut ist, ist der 2te Main, der Migi genannt wird. Dieser Charakter fühlt sich so unglaublich innovativ, neuartig und wie ein Alien an, dass ich kaum Worte für die Beschreibung finden kann. Die Dualität dieser beiden Mains ist die tragende Kraft hinter dieser Story und sie funktioniert perfekt.

Troz allem Lob hat die Story leider auch einige Schwächen. Da wäre zum einen der Charakter Kana, die meiner Meinung nach keine wirkliche Funktion erfüllt hat. Zumindest keine, die ich verstehen könnte. Außerdem dauert es 15 Folgen oder noch mehr, bis ich das Gefühl bekommen habe, dass Satomi einen Zweck erfüllt hat. Dann wäre da das Powerup des Antagonisten, dass zwar irgendwie Sinn ergibt, sich aber irgendwie einfach "falsch" anfühlt und der Anfang der letzten Folge in der Migi verschwindet. Der Anime gibt sich hier große Mühe eine logische Erklärung zu geben, aber irgendwie will sie mir nicht logisch erscheinen. Es wäre besser gewesen Migi wäre einfach verschwunden um Shinji einen Gefallen zu tun, da es wie er/sie/es ja selbst sagt kein normales Leben ist die ganze Zeit mit seiner rechten Hand zu reden. Das wäre wesentlich logischer und sinnvoller, insbesondere aus seiner Charakterentwicklung folgend gewesen, als das was wir als Erklärung am Ende bekommen haben. Außerdem ist in Folge 6 oder 7 (bin mir nicht mehr sicher) eine Szene drinnen, die eindeutig massiv aus den ersten beiden Spiderman-Filmen geklaut wurde. Es ergibt allerdings durchaus Sinn diese Szene an dieser Stelle zu klauen und einzubauen.

Zu guter letzt kann ich nochmal sagen, dass die Animationsqualität dieses Animes wirklich fantastisch genial ist. Extrem detailiert, flüssig und ich hab nicht einen einzigen Aussetzer bemerken können. Das einzige was ich zu den Bildern noch sagen kann ist, dass die brutalen, wiederlichen Stellen ruhig noch einen guten Tick brutaler und wiederlicher hätten sein können. Vlt. hab ich aber ne szensierte Version gesehn, die Videos aus Youtube an die ich mich errinnern kann waren wesentlich brutaler und wiederlicher als das was ich dann im Anime zu sehen bekam. Die Musik ist ein weiterer Grund für Streits unter den Kritikern gewesen und tatsächlich kann man sich über den Dubstep streiten, der an manchen Stellen vorkommt. Ich für meinen Teil hasse zwar elektronische Musik völlig, aber hier hat sie tatsächlich wesentlich besser funktioniert als ich es mir erwartet hätte. Sogar der Dubstep untermalt die entsprechenden Szenen perfekt, so dass sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Insgesamt hat Madhouse schon immer einen ziemlich guten Musikgeschmack bewießen, die einzige Ausnahme die mir einfällt ist dieses grauenhafte Genos-Thema aus One Punch Man. So war es auch hier bei Parasyste. Ausnahmslos jedes Stück funktionierte in seinem Kontext. Auch besonders erwähnen muss ich hier mal das Intro, dass eine extrem innovative Mischung aus Elektronik, J-Pop und Metal darstellt und extrem tiefgreifende Lyrics aufweißen kann, die perfekt zur tiefgreifenden Story des Animes passen. Das einzige was mich am Intro gestört hat, war diese wiederliche Verzerrung auf der Stimme des Sängers, die aus meiner Sicht auch keinen richtigen Zweck erfüllt hat. Das Outro ist ein ruhiges Stück, dass mich nicht so sehr gezogen hat, aber vlt. manch anderem zusagen könnte.

Insgesamt ist dieser Anime so gut, dass mir troz dieses langen Textes irgendwie immer noch ein wenig die Worte fehlen (ich hab 2 Stunden gebraucht um das zusammen zu tippen, was mindestens doppelt so lang ist wie normalerweiße). Er ist extrem genial und wer ihn nicht gesehen hat, hat eindeutig ordentlich was verpasst. Die Schlusswertung ist troz seiner kleinen Schwächen eine 10 von 10 und ich hoffe, dass ich viele andere Animes hier ran noch ein bsp nehmen werden. Als nächstes wird wohl Kaiji - Ultimate Survivor folgen, auch ein Anime bei dem ich bereits am Madhouse-Logo im Intro erkenne, dass er gut werden wird. Wie gut werde ich noch nachliefern wenn ich ihn gesehen hab. ^^
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