[PC] Stellaris

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[PC] Stellaris

Beitrag von Chaosimperator » So 10. Jul 2016, 17:24

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Nach langer Zeit hab ich doch tatsächlich mal wieder ein Strategiespiel gefunden welches mich für Tage und Wochen an den PC fesselt.

Stellaris ist ein 4X-Strategiespiel von dem Entwickler Paradox Development Studio. Das Ziel des Spiels besteht im wesentlichen darin ein interstellares Reich aufzubauen und die Galaxie zu erobern. Zu Beginn eines neuen Spiels startet man in einem Sonnensystem in dem sich der Heimatplanet sowie eine Schiffswerft und einige Schiffe befinden. Im Lauf des Spiels erforscht man neue Sonnensysteme, gründet Kolonien und baut diese aus. Irgendwann wird man auf fremde Lebensformen stoßen bei denen es sich etweder um im Weltall lebende "Tiere" bzw. Lebensformen handelt oder um andere interstellare Reiche die etweder von einer KI oder im Fall einer Multiplayerpartie von einem anderen Spieler gesteuert werden. Diese anderen Reiche konkurrieren mit euch dann um die Vorherschaft in der Galaxie. Als Spieler hat man dann die Wahl wie man mit den anderen Reichen umgehen will, von Kooperationen in Form von Forschungs- und Handelsabkommen bis hin zu Kriegen und der totalen Unterwerfung anderer Reiche hat man eine große Bandbreite an Handlungsmöglichkeiten je nachdem ob man lieber pazifistisch bzw. kooperativ spielt oder lieber als Kriegstreiber die ganze Galaxie unterwerfen will.

Des weiteren gibt es während des ganzen Spielverlaufs immer wieder kleine Missionen die entweder zufällig ausgelöst werden oder durch das Erforschen von Sonnensystemen gestartet werden. Das Wirtschaftssystem ist relativ einfach gehalten, es gibt 3 verschiedene Ressourcen (Energie, Rohstoffe, Einfluss). Energie wird zum Betrieb der meisten Anlagen und Stationen benötigt, Schiffe kosten ebenfalls Unterhalt in Form von Energie. Rohstoffe werden für den Bau der meisten Strukturen und Schiff benötigt während die Einflusspunkte für spezielle politische Aktionen (z.B. Propaganda-Maßnahmen um die Aufstände in einer Kolonie zu beruhigen) oder aber auch für die Ausweitung des eigenen Herrschaftsgebiets benötigt werden.
Besonders erwähnenswert wäre außerdem der Multiplayermodus der bis zu 32 Spieler unterstützt.

Was außerdem auch ganz nett ist, ist die Möglichkeit sich seine eigene Rasse zusammenzustellen. Man hat dabei die Möglichkeit die Art der Lebensform (z.B. Säugetier, Reptil, Fungoid usw...), die Regierungsform, Politische Ansichten usw.... festzulegen. Nur die optischen Individualisierungs-Optionen sind etwas spärlich. So stehen z.B. nur 6 verschiedene Raumschiff-Stile zur Auswahl die das äußere Erscheinungsbild der Schiffe & Stationen festlegen.

Alles in allem ist es auf jeden Fall ein schönes Strategie-Spiel was zumindest mich für lange Zeit begeistern kann da es auch eine gewisse Komplexität besitzt.

Für weitere Infos pack ich einfach mal den Link zur Steam-Seite rein, da gibt dann noch weitere Infos, Screenshots, Trailer und massenhaft Reviews ;)

http://store.steampowered.com/app/281990/?l=german

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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Child of Bodom » So 10. Jul 2016, 17:35

Hatte ich mal die Chance anzutesten. Ist aber irgendwie nicht so toll wie es scheint. Expansion ist ein Ding der Unmöglichkeit und das Einfluss-System finde ich einfach nur daneben und unspielbar. Schade eigendlich, im Grunde wäre das Spiel schon interessant gewesen.
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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Chaosimperator » So 10. Jul 2016, 17:46

Hm.... also in meinen Spielen hatte ich mit dem Expandieren nie wirklich Probleme. Zugegeben manchmal gestaltet es sich etwas zäh, aber eigentlich funktioniert es trotzdem ganz gut.
Das Einfluss-System ist tatsächlich etwas gewöhnungsbedürftig aber zumindest ich kann mich damit einigermaßen arrangieren. Was genau sind den da deine Kritikpunkte ?

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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Child of Bodom » Mo 11. Jul 2016, 09:58

Größten Teils, dass es eigendlich nur eine Möglichkeit gibt ihn zu erhalten und die ergibt meiner Meinung nach aus sich selbst und dem logischen Kontext des Games herraus schon gar keinen Sinn. Nämlich ich erhalte Einfluss indem ich andere Haupt-Fraktionen zu meinen Rivalen erkläre, was die Beziehung verschlechtert und sie zwangsweiße zu deinem Feind macht. Ergibt für mich irgendwie logisch betrachtet nicht den geringsten Sinn. Sollte es nicht eher umgekehrt sein, also für gute Beziehungen mit anderen Hauptfraktionen Einflusspunkte geben? Noch dazu ist das für mich eine ziemlich spielzerstörende Entscheidung, da man sehr oft sehr schnell ins Gras beißt wenn man sich versucht möglichst viel Einfluss zu sichern, ganz zu schweigen davon, dass die Hauptfraktionen oft nur schwer überhaupt auf zu finden sind und dann muss man sich feindlich mit ihnen halten, sonst kann man nicht weiter expandieren. Also wie gesagt, sry, das Grundgame wäre schon ziemlich gut gewesen, aber das Einfluss-System macht es aus meiner Sicht herraus völlig unspielbar.
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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Tom » Mo 11. Jul 2016, 20:18

Hab mir ein Let's Play angesehen und finde, dass es nicht mal schlecht aussieht.
Ich glaube, ich werde es auf meine Wunschliste setzen.

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Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Chaosimperator » Sa 16. Jul 2016, 23:44

Tom hat geschrieben:Hab mir ein Let's Play angesehen und finde, dass es nicht mal schlecht aussieht.
Ich glaube, ich werde es auf meine Wunschliste setzen.
Tu das. :D Das Spiel ist wirklich interessant und kann durchaus langfristig motivieren. An deiner Stelle würde ich aber vielleicht bis Weihnachten warten, da könnte das Spiel im Steam-Weihnachts-Sale eventuell zu einem reduzierten Preis zu haben sein. ;)

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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Child of Bodom » Di 15. Nov 2016, 23:24

Hab dem Spiel nochmal ne Chance gegeben und in dieser Runde hatte ich erstaunliches Glück und konnte immer genug Einflusspunkte haben um mich auf ein brauchbares Level hoch zu expandieren (ganz ohne mich wirklich mit irgendwem anzulegen). Allerdings dann kam der nächste Schlag in mein Gesicht und das war als sich plötzlich eines der anderen Reiche aus heiterem Himmel gegen mich gewandt hat. Während ich also dabei bin diesen einen Feind abzuwehren, wendet sich ein zweiter gegen mich und kurz darauf noch ein dritter, während ich mit dem ersten schon viel zu viel zu tun habe und der Witz ist, dass diese 3 anderen Reiche nichtmal Verbündete waren oder es sonst irgendeinen Anlass gegeben hätte. Ich hab gerade nichtmal expandiert oder sowas. Ist das normal? Weil so muss ich leider sagen: Unspielbares Scheißspiel, da hat jemand echt mal überhaupt nicht nachgedacht als er sich das ausgedacht hat. -.-´
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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Chaosimperator » Do 17. Nov 2016, 21:01

Also ich kann ehrlich gesagt nicht so wirklich nachvollziehen warum du so viele Probleme hast. Mit welchen Einstellungen hast du das Spiel denn begonnen ? Evtl. könnte es helfen wenn du die Agressivität der Ki etwas niedriger einstellst, auch würde ich davon abraten ein neues Spiel mit zu vielen KI-Gegnern zu beginnnen. 5-7 Gegner sind in einer Galaxie mittlerer Größe absolut ausreichend, vor allem da im späteren Verlauf noch weitere Reiche dazukommen.
Dadurch hat man gerade am Anfang die Möglichkeit zu expandieren ohne das man einem anderen Reich begegnet. Und außerdem ist es natürlich auch zu einem gewissen Anteil dem puren Glück geschuldet auf welche Art von Reich man trifft. Wenn man Glück hat sind es harmlose Pazifisten, aber wenns dumm läuft kann es halt auch ein Reich mit militaristischen Attributen sein, und dann wird es halt etwas ungemütlich in der Nachbarschaft. ;)

Warum dir also 3 Reiche unabhängig voneinander den Krieg erklärt haben verstehe ich allerdings auch nicht so wirklich... das war dann vermutlich wohl doch einfach nur ganz übles Pech was du an der Stelle hattest.

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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Child of Bodom » Mo 28. Nov 2016, 10:06

Nach einer weiteren Runde, die ich nun nach deinen vorgeschlagenen Parametern gestaltet habe, sehe ich das Spiel nun durchaus etwas possitiver. Ich bin es eben gewöhnt meine 4X-Games mit der größten möglichen Galaxie und der maximalen Anzahl an K.I.-Gegnern zu spielen. Bei Stellaris eindeutig eine ziemlich bescheuerte Idee. Nach der letzten Runde kann ich definitiv sagen, dass das Game echt nicht schlecht, aber leider ziemlich undurchsichtig ist. Man weiß nicht genau welche Forschung welchen Sinn hat und welche Forschung Vorraussetzung ist um eine andere frei zu schalten. Das könnte etwas besser hervorgehoben und erklärt sein. Ansonsten ist das Forschungssystem durchaus top, gerade weil es ein wenig zufallsbasiert ist und auch Leute wie mich (ich suche mir einen Forschungsablauf aus, der Funktioniert und bringe den jede Runde genau so aufs neue) zwingt andere Wege zu nehmen. Die Kritik der Undurchsichtigkeit gilt allerdings auch für den Schiffseditor, insbesondere bei der Waffenbestückung. Macht es eher Sinn seine Schiffe möglichst unterschiedlich zu bestücken oder macht es mehr Sinn verschiedene Schiffsdesigns für verschiedene Waffenbestückungen anzulegen? Überhaupt ist mir das Kampfsystem noch schrecklich unklar, bis auf die Tatsache, dass es optisch sehr gut aussieht, wenn es zum Einsatz kommt. ^^ Ferner scheinen Stationen in diesem Spiel eine weitaus wichtigere Rolle zu haben wie in anderen. Der aller letzte Kritikpunkt, und der ist wirklich massiv, betrifft erneut das Einfluss-System, bzw. das Außenpostensystem. Hier haben wir es wirklich mit der Sache zu tun, die mich an Stellaris am meisten ankotzt und zwar warum zur Hölle kosten diese verdammten Außenposten Einflusspunkte-Upkeep? oO Das ist wirklich das was das Game für mich zerstören könnte, wenn es nicht mittlerweile Mods gäbe um diesen Bullshit zu wieder zu entfernen. Entweder mehr Einflusspunkte, oder kein Upkeep für Außenposten. Alles andere zerstört das Spiel und macht es annährend unspielbar. Es wird auch so noch knapp genug, wenn man Bewegungen im Volk damit unterdrücken muss, Anführer die mal wieder verstorben sind ersetzen muss, Planeten damit kolonisieren muss oder die Beziehungen zu anderen Reichen damit verbesseren muss, das mit den Außenposten war unnötig und sollte zumindest optional sein oder eben die Einflusspunkte-Produktion erhöht werden, so dass das Game für diejenigen die das nicht so wollen, nicht zerstört wird. Alleine die Tatsache, dass es einen Mod dafür gibt sagt mir, dass viele andere Leute genauso darüber denken wie ich. Ansonsten ist es wirklich gar nicht schlecht und es gibt immer was zu tun und die Balance zu halten. Das dürfte der wichtigste Teil des Games sein, denn wenn man eine zu große Flotte baut, hat man viel schneller als einem lieb ist ein negatives Upkeep. Das selbe gilt für zu exzessive Planetenbesiedlung oder unbedachten Gebäudebau.
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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Chaosimperator » Mo 28. Nov 2016, 13:15

Child of Bodom hat geschrieben:Ich bin es eben gewöhnt meine 4X-Games mit der größten möglichen Galaxie und der maximalen Anzahl an K.I.-Gegnern zu spielen.
Nun ja Stellaris spielt sich in der Tat etwas anders als konventionelle 4X-Games. Aber das hast du ja inzwischen schon rausgefunden.
Child of Bodom hat geschrieben:Man weiß nicht genau welche Forschung welchen Sinn hat und welche Forschung Vorraussetzung ist um eine andere frei zu schalten. Das könnte etwas besser hervorgehoben und erklärt sein.
Das Forschungssystem ist zu einem großen Teil Zufallsbasiert, die einzigen Forschungen die bestimmte Voraussetzungen brauchen sind die weiterentwickelten Waffensysteme. Man braucht in der Regel die vorherige Forschungsstufe um die nächstbessere Version erforschen zu können.
Child of Bodom hat geschrieben:ie Kritik der Undurchsichtigkeit gilt allerdings auch für den Schiffseditor, insbesondere bei der Waffenbestückung. Macht es eher Sinn seine Schiffe möglichst unterschiedlich zu bestücken oder macht es mehr Sinn verschiedene Schiffsdesigns für verschiedene Waffenbestückungen anzulegen? Überhaupt ist mir das Kampfsystem noch schrecklich unklar, bis auf die Tatsache, dass es optisch sehr gut aussieht, wenn es zum Einsatz kommt.
Nun die Art der Schiffsbewaffnung ist so ne Sache wo man vor allem etwas experimentieren muss. Für den Anfang reichen in der Tat Schiffe die nur mit einer Waffenart bestückt sind. Ich für meinen Teil habe später allerdings auch mit anderen Waffen-Konfigurationen experimentiert (z.B. ein Schiff mit Angriffswaffen mit hoher Reichweite und Defensivwaffen mit kurzer/normaler Reichweite).

Das Kampfsystem funktioniert über Schiffserweiterungen die erst erforscht werden müssen (z.B. Gefechtscomputer). Danach kann man im Schiffseditor verschiedene Gefechtscomputer installieren die dafür sorgen das sich das Schiff im Kampf entsprechend verhält (z.B. versuchen Schiffe mit offensiven Gefechtscomputern so viel Schaden wie möglich anzurichten, wobei dies natürlich auf Kosten der Defensive geschieht, im Gegensatz dazu versuchen Schiffe mit defensiven Gefechtscomputern den feindlichen Beschuss zu minimieren, wodurch natürlich der offensive Output leidet)
Child of Bodom hat geschrieben:Hier haben wir es wirklich mit der Sache zu tun, die mich an Stellaris am meisten ankotzt und zwar warum zur Hölle kosten diese verdammten Außenposten Einflusspunkte-Upkeep?
Nun das Einfluss-System ist tatsächlich etwas gewöhnungsbedürftig aber es gibt im späteren Spielverlauf auch Möglichkeiten den E-Punktezuwachs zu erhöhen. Des weiteren sollte man Außenposten nicht zu oft bauen. Man sollte eher darauf achten das man seine Einflusssphäre durch das Kolonisieren von neuen Welten erweitert. Außenposten sollte man dementsprechend nur bauen wenn keine bewohnbaren Planeten im näheren Umkreis deines Reichs existieren.
Child of Bodom hat geschrieben:Es wird auch so noch knapp genug, wenn man Bewegungen im Volk damit unterdrücken muss, Anführer die mal wieder verstorben sind ersetzen muss, Planeten damit kolonisieren muss oder die Beziehungen zu anderen Reichen damit verbesseren muss,
Naja Bewegungen im Volk sollten eigentlich eher selten auftreten, sofern man nicht permanent fremde Reiche erobert und diese in sein eigenes integrieren will (in dieser Hinsicht wäre es sinnvoller den besiegten Gegner zum Vasallen zu machen da fallen diese negativen Auswirkungen nämlich weg). Die Kosten beim Kolonisieren halten sich hingegen arg in Grenzen, da es ja wenn ich mich nicht irre nur 30 Punkte pro Planet sind. Und die Beziehungen zu anderen Reichen kann man auch andersweitig verbessern, z.B. durch Ressourcenhandel oder Forschungsabkommen. ;)

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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Child of Bodom » Mo 28. Nov 2016, 14:31

Nun das Einfluss-System ist tatsächlich etwas gewöhnungsbedürftig aber es gibt im späteren Spielverlauf auch Möglichkeiten den E-Punktezuwachs zu erhöhen. Des weiteren sollte man Außenposten nicht zu oft bauen. Man sollte eher darauf achten das man seine Einflusssphäre durch das Kolonisieren von neuen Welten erweitert. Außenposten sollte man dementsprechend nur bauen wenn keine bewohnbaren Planeten im näheren Umkreis deines Reichs existieren.
Leider ist es nach meiner Spielerfahrung so, dass man in 100% der Fälle am Anfang keinen anderen Bewohnbaren Planeten in der Nähe seiner Reichsgrenze hat.
Naja Bewegungen im Volk sollten eigentlich eher selten auftreten, sofern man nicht permanent fremde Reiche erobert und diese in sein eigenes integrieren will (in dieser Hinsicht wäre es sinnvoller den besiegten Gegner zum Vasallen zu machen da fallen diese negativen Auswirkungen nämlich weg).
Da ich eine den Schatten aus B5 nachempfunde Rasse spiele (Ich spiele gerne mal als die Bösen im Game, da lebe ich den Teil meiner Persönlichkeit aus, den ich normal nicht ausleben kann XD), ist Sklaverei bei mir meistens recht üblich und daraus scheinen sich grundsätzlich immer Unterfraktionen zu bilden. Zumindest ist es bei mir immer so vorgekommen. Beim Integrieren anderer Völker achte ich aber grundsätzlich darauf, dass sie rein passen, ansonsten nehme ich durchaus mal eine "ethnische Säuberung" vor. Gott sei dank ist das alles nur ein Spiel. XD XD XD
Die Kosten beim Kolonisieren halten sich hingegen arg in Grenzen, da es ja wenn ich mich nicht irre nur 30 Punkte pro Planet sind.
Das gilt leider nur dann wenn der Planet sich schon innerhalb deiner Grenze befindet, sonst können das gerne mal 100 oder sogar noch mehr werden.
Und die Beziehungen zu anderen Reichen kann man auch andersweitig verbessern, z.B. durch Ressourcenhandel oder Forschungsabkommen. ;)
Geht aber auch nur dann, wenn die Beziehung nicht gleich von Grund auf so schlecht ist, dass die fremden Völker gar nicht mit dir reden möchten.
Nun die Art der Schiffsbewaffnung ist so ne Sache wo man vor allem etwas experimentieren muss. Für den Anfang reichen in der Tat Schiffe die nur mit einer Waffenart bestückt sind. Ich für meinen Teil habe später allerdings auch mit anderen Waffen-Konfigurationen experimentiert (z.B. ein Schiff mit Angriffswaffen mit hoher Reichweite und Defensivwaffen mit kurzer/normaler Reichweite).
Am Anfang hat man ja auch nix anderes als eine Waffenart, nur was mich verwirrt ist: Welchen Unterschied gibt es genau zwischen einem Ionen-Disruptor, einem Plasma-Werfer (beide auf Tech 3) und einem Tech 5 Raketenwerfer? Sollte ich nur noch auf Raketenwerfer setzen, weil der die höchste Techstufe hat oder machen die anderen Waffen immer noch Sinn, auch wenn sie 2 Techstufen darunter stehen?
Das Kampfsystem funktioniert über Schiffserweiterungen die erst erforscht werden müssen (z.B. Gefechtscomputer). Danach kann man im Schiffseditor verschiedene Gefechtscomputer installieren die dafür sorgen das sich das Schiff im Kampf entsprechend verhält (z.B. versuchen Schiffe mit offensiven Gefechtscomputern so viel Schaden wie möglich anzurichten, wobei dies natürlich auf Kosten der Defensive geschieht, im Gegensatz dazu versuchen Schiffe mit defensiven Gefechtscomputern den feindlichen Beschuss zu minimieren, wodurch natürlich der offensive Output leidet)Das Kampfsystem funktioniert über Schiffserweiterungen die erst erforscht werden müssen (z.B. Gefechtscomputer). Danach kann man im Schiffseditor verschiedene Gefechtscomputer installieren die dafür sorgen das sich das Schiff im Kampf entsprechend verhält (z.B. versuchen Schiffe mit offensiven Gefechtscomputern so viel Schaden wie möglich anzurichten, wobei dies natürlich auf Kosten der Defensive geschieht, im Gegensatz dazu versuchen Schiffe mit defensiven Gefechtscomputern den feindlichen Beschuss zu minimieren, wodurch natürlich der offensive Output leidet)
Gefechts-Computer sind mir nicht ein einziges mal zum Erforschen angeboten worden seit ich das Spiel spiele. Liegt aber vlt. an meinen vorherigen Forschungsprojekten. Vielleicht hab ich die Vorraussetzung einfach nicht erfüllt. Antriebe erforsche ich z.B. auch nie, da sie normaler Weiße nichts an der Gefechtsfähigkeit des Schiffes ändern, sondern nur bestimmen wie schnell ein Schiff in den nächsten Sektor kommt. Ich glaube das ist hier genau so, könnte mich aber auch immer noch irren. Das mit den Gefechts-Computern muss ich aber bei Gelegenheit mal austesten. ggf. auch mal das Wiki fragen wie man die bekommt.
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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Chaosimperator » Mo 28. Nov 2016, 16:55

Child of Bodom hat geschrieben: Leider ist es nach meiner Spielerfahrung so, dass man in 100% der Fälle am Anfang keinen anderen Bewohnbaren Planeten in der Nähe seiner Reichsgrenze hat.
Das ist aber echt seltsam, ich hab bei meinen Partien meistens im Nachbarsystem meines Heimatplaneten einen bewohnbaren Planeten.
Child of Bodom hat geschrieben: Da ich eine den Schatten aus B5 nachempfunde Rasse spiele (Ich spiele gerne mal als die Bösen im Game, da lebe ich den Teil meiner Persönlichkeit aus, den ich normal nicht ausleben kann XD), ist Sklaverei bei mir meistens recht üblich und daraus scheinen sich grundsätzlich immer Unterfraktionen zu bilden. Zumindest ist es bei mir immer so vorgekommen. Beim Integrieren anderer Völker achte ich aber grundsätzlich darauf, dass sie rein passen, ansonsten nehme ich durchaus mal eine "ethnische Säuberung" vor. Gott sei dank ist das alles nur ein Spiel. XD XD XD
Oh man da ist ja meine Imperialistische Militärdiktatur noch harmlos dagegen. XD XD
Child of Bodom hat geschrieben: Welchen Unterschied gibt es genau zwischen einem Ionen-Disruptor, einem Plasma-Werfer (beide auf Tech 3) und einem Tech 5 Raketenwerfer? Sollte ich nur noch auf Raketenwerfer setzen, weil der die höchste Techstufe hat oder machen die anderen Waffen immer noch Sinn, auch wenn sie 2 Techstufen darunter stehen?
Ionen-Disruptoren und Plasmawerfer sind Sonderformen aus dem Bereich der Energiewaffen. Wenn ich mich richtig erinnere sind die Disruptoren besonders dazu geeignet Schilde zu zerstören während die Plasmawerfer verstärkt die Schiffspanzerung angreifen. Was die Techstufen angeht, so gibt es bei den regulären Waffensystemen (Laser,Raketen,Projektilwaffen) 5 Techstufen, während es bei den Sonderwaffen (Disruptoren,Plasmawerfer,Torpedos) nur 3 Techstufen gibt. Im Zweifelsfall solltest du einfach mal Schadenswerte und Reichweite vergleichen, je nachdem auf was du wert legst.
Child of Bodom hat geschrieben:Das mit den Gefechts-Computern muss ich aber bei Gelegenheit mal austesten. ggf. auch mal das Wiki fragen wie man die bekommt.
Das Wiki zur Rate zu ziehen ist immer ne Gute Idee. ;) :1tu:

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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Child of Bodom » So 18. Dez 2016, 13:02

Langsam frage ich mich, ob ich der einzige bin über dem dieses verdammte Spiel dauernt zusammen zu brechen scheint. Jetzt habe ich es endlich geschafft ein ziemlich krasses Großreich aufzubauen, habe mir die Punkte die mich wirklich unmöglich gestört haben raus gemodded, habe die völlige Überlegenheit über alle direkten Feinde, bis auf die beiden alten Reiche und dann erklären die beiden sich den Krieg. Soweit ganz O.K. nur gleichzeitig triggert dann noch die "Invader"-Endgame-Kriese und ich bekomme es mit gleich 3 unbesiegbaren Armeen (80k-Flottenstärke pro Flotte, Flottengröße:?, Ich brings nur auf 3 Flotten mit je 30K -.-´) zu tun. Ist das normal, dass das irgendwie gleichzeitig passiert? Bin ich der einzige dem das Spiel irgendwie dauernt vor der Nase zusammen bricht und zwar immer dann wenn er meint, es könnte ja vielleicht doch gar nicht so verkehrt sein? oO

Ädit: Irgendwie kommt mir das Kampfsystem wie ein extremer optischer Blender vor. Klar, die Schlachten sehen toll aus, aber das System selbst erscheint mir total "broken" zu sein. Ich für meinen Teil habe noch niemals mit einer nur schon 1000 Punkte Unterlegenen Flotte gewonnen. Die K.I. gewinnt dafür sehr oft sogar Schlachten gegen Flotten mit 5000 und weitaus mehr Punkten Unterlegenheit. -.-' Hab ich irgendwas nicht ganz verstanden an dem Game oder wie kann sowas sein? Ist es überhaupt möglich seinen Gegner "auszutaktieren" zu oder hat man hier mal wieder gedacht man müsste was besonders unfaires machen, weil das ja für den Spieler "fordernder" ist als anders? Sry, aber für mich sind DAS, sowie die Sache mit dem Einfluss (was ich jetzt Gott sei dank rausmodden konnte), richtige üble, unhaltbare Fehler im Gamedesign, die das Game killen. -.-'
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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Child of Bodom » Do 12. Jan 2017, 14:35

Also nach noch ein paar Stunden komme ich nun denke ich ganz gut mit diesem Spiel zurecht. Es gibt noch ein paar Details bei denen ich mir gewünscht hätte, dass mir das Game es mit geteilt hätte (etwa, dass ich zum unterwerfen erst die entsprechenden Sozialforschungen abschließen muss oder dass Schiffe weniger upkeep kosten wenn sie sich nicht bewegen). Alles durchaus alles logisch und sinnvoll, nur ich wusste es lange nicht und bin in die entsprechenden Fallen gerannt. Die Sache mit dem Einfluss-upkeep stört mich aber immer noch, weshalb ich den Mod wahrscheinlich für immer drin behalte. Man kann das mit der Größe auch anders ausgleichen oder verhindern, dieser billige Trick war unnötig.

Ansonsten erscheint mir das Spiel manchmal ein wenig wie ein "Space-Empire-Tycoon"-Game. Man braucht ewig um es aufzubauen, aber wenn es läuft, dann läuft es. Außerdem bin ich erstaunt wie sehr sich die anfangs noch stark beschränken Spielwelt, doch immer mehr zur extrem anpassbaren Sandbox entwickelt. Und auch die Spielvarianten sind extrem und auch unterschiedlich genug. Z. B. Spielt sich das militaristische Insektenvolk vom Wüstenplaneten durchaus ganz anders wie das Wissenschaftlervolk aus niedlichen kleinen Wattebällchen vom Ozeanplaneten. Andere Varianten habe ich zwar noch nicht probiert aber ich denke auch die haben massive Unterschiede. Wie aber in allen Spielen ist die Balance hier ein Problem, denn mir erscheint auch hier der Wissenschaftliche Weg (wie in anderen 4x-Games auch) der Königsweg zu sein mit dem man fast immer gewinnt. Allerdings bin ich mir unsicher ob so viel Balance in Stellaris überhaupt gewünscht ist. Es erscheint mir manchmal jedenfalls gar nicht so als ob man immer und mit jedem Weg überhaupt eine Siegeschance haben soll.

Ansonsten ist die Moddingszene echt phänomenal. Die meisten Mods sind so gut, dass man teilweise gar nicht merkt, dass man es gerade mit Modinhalt zu tun hat. Und da gibts ja fast nix was es nicht gibt. Neue Ressourcen, neue Schiffsklassen, neue Waffen, sogar die Planeten und Sonnenkiller, die mir gefehlt haben, hat die Moddingszene geliefert und das mit sehr hoher Qualität, so dass man meinen könnte es gehöre schon immer so da rein.

So und nochmal zum Schluss das Fazit, das extrem positiv ist und das muss ich nach dem ganzen Gemotze unbedingt nochmal betonen. Wenn man die Fallen des Spiels kennt und den Frust hinter sich gebracht hat, der nötig ist um heraus zu finden welche Entscheidungen man auf gar keinen Fall treffen darf und welcher Spielstil letzten Endes zum Erfolg führt, dann erst fängt das Spiel wirklich an gut zu werden.

Hätte da trotzdem noch ein paar Fragen. Wie ist das vor allem mit den Sektoren? Ich bin immer hingegangen und hab möglichst wenige große gebaut, ggf auch erweitert, aber die Frage ist jetzt eben, ob das gut so ist und ob viele kleinere Sektoren nicht besser wären. Da würde ich mich schon Mal im voraus für einen kleinen Ratschlag bedanken. ^^
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Re: [PC] Stellaris

Beitrag von Chaosimperator » Di 17. Jan 2017, 21:37

Child of Bodom hat geschrieben:Also nach noch ein paar Stunden komme ich nun denke ich ganz gut mit diesem Spiel zurecht.
Na also geht doch. Man braucht einfach ein paar Stunden Eingewöhnungszeit (und vielleicht eine kleine Portion Glück :D) bis man sich mit allem arrangiert hat.
Child of Bodom hat geschrieben:Es gibt noch ein paar Details bei denen ich mir gewünscht hätte, dass mir das Game es mit geteilt hätte (etwa, dass ich zum unterwerfen erst die entsprechenden Sozialforschungen abschließen muss oder dass Schiffe weniger upkeep kosten wenn sie sich nicht bewegen). Alles durchaus alles logisch und sinnvoll, nur ich wusste es lange nicht und bin in die entsprechenden Fallen gerannt
Ja das ist in der Tat ein Punkt der vor allem Anfänger leicht frustrieren kann. Man muss sich halt gerade bei den Forschungsoptionen immer genau überlegen was im Moment ideal wäre. Bei den Schiffen empfehle ich dir dass du sie die meiste Zeit an den Raumhäfen angedockt lässt, dass spart am meisten Credits. Bau am besten bei jedem kolonisierten Planeten schnell einen Raumhafen damit du im späteren Spielverlauf ein breit gefächertes Netz an Stützpunkten für deine Flotten hast.
Child of Bodom hat geschrieben:Ansonsten ist die Moddingszene echt phänomenal. Die meisten Mods sind so gut, dass man teilweise gar nicht merkt, dass man es gerade mit Modinhalt zu tun hat. Und da gibts ja fast nix was es nicht gibt. Neue Ressourcen, neue Schiffsklassen, neue Waffen, sogar die Planeten und Sonnenkiller, die mir gefehlt haben, hat die Moddingszene geliefert und das mit sehr hoher Qualität, so dass man meinen könnte es gehöre schon immer so da rein.
Ja das stimmt allerdings die Moddingszene ist bei dem Spiel echt extrem aktiv. Egal ob neue Soundtracks, neue Rassen, Gameplayoptimierungen oder neue Schiffe aus gängigen SciFi-Serien, man findet so gut wie alles dort.
Child of Bodom hat geschrieben: Hätte da trotzdem noch ein paar Fragen. Wie ist das vor allem mit den Sektoren? Ich bin immer hingegangen und hab möglichst wenige große gebaut, ggf auch erweitert, aber die Frage ist jetzt eben, ob das gut so ist und ob viele kleinere Sektoren nicht besser wären.
Also ich hab bisher immer nur ein paar wenige Sektoren erstellt die im Verlauf des Spiels entsprechend groß geworden sind. Ich persönlich bin mit der Strategie eigentlich auch immer ganz gut gefahren, aber das kommt auch ein Stück weit auf die jeweilige Spielweise an. Man muss halt beachten das die Systeme die einem Sektor zugeteilt werden nicht mehr selbst verwaltet werden können, d.h. man kann manuell keine Stationen usw. mehr dort errichten.

Und zum Schluß sei noch gesagt das selbst wenn man alle relevanten Dinge in dem Spiel beachtet, es sein kann das ein dummer Zufall einem das komplette Spiel versaut. Ist mir erst gestern passiert als in meinem Spiel plötzlich ein Galaxieweiter Krieg ausbrach, den ich aufgrund meiner inkompetenten Allierten nicht gewinnen konnte :headbang: . Ich konnte die Front zwar stabil halten, allerdings haben die Kriegsbemühungen meine komplette Credit-/Ressourcen-Produktion beansprucht wodurch keine weiter Expansion mehr möglich war. Nach 50 Jahren Krieg hab ich die Partie dann aufgegeben weil der Krieg sonst bis in alle Ewigkeit weitergegangen wäre. Naja mal schauen wie der nächste Versuch wird. :D

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