[PC] Imperium Galactica 2: Alliances

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Tom
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[PC] Imperium Galactica 2: Alliances

Beitrag von Tom » Fr 24. Jan 2014, 23:31

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Intro:

Bereits 1997 begeisterte ''Imperium Galactica'' die Strategie-Fans mit Komplexität und Spieltiefe. Als Anführer einer interstellaren Macht lenkt man die Geschicke seines Volkes. Man kontrolliert die Besiedlung, Forschung und natürlich die Konfrontationen im Weltall und auf der Erde. Aber auch diplomatische Beziehungen sind möglich.
''Imperium Galactica II'' kombiniert das erfolgreiche Spielprinzip seines Vorgängers mit einer komplett neuen, eindrucksvollen 3D-Grafik. Alle Bildschirm-Menüs bilden ein einheitliches ''Look and Feel'' und ermöglichen eine optimale Kontrolle. Eine motivierende Storyline und aufwändige Render-Sequenzen schaffen eine dichte Spielatmosphäre. Die Storyline verändert sich zufallsgesteuert und erhält dadurch die Langzeitmotivation.

Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

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Tom
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Re: [PC] Imperium Galactica 2: Alliances

Beitrag von Tom » So 17. Dez 2017, 15:00

Gibts auf Steam für ein paar Euros.
Remastered Version mit allen Patches und Multiplayer inklusive.

Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

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Child of Bodom
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Re: [PC] Imperium Galactica 2: Alliances

Beitrag von Child of Bodom » Fr 5. Jan 2018, 15:42

Yo, servus. Hatte glaub ich schon mal nen Review-Post zu IG2 geschrieben aber der war nicht so possitiv wie ich es selbst gerne gehabt hätte. Und auch jetzt muss ich leider festhalten, dass dieses verdammte Game mindestens genauso viele Nachteile hat wie es Vorteile hat. Trozdem gleich mal vorweg geschickt: Für die 10 Euro die es momentan kostet kann man auf jeden Fall zuschlagen. Für diesen Preis bekommt man einiges geboten, die Nachteile sollte man aber auch kennen.

Zu aller erst mal ist man wahrscheinlich von IG2 komplett aus den Socken gehauen und muss noch einmal das Release-Date checken. Aber ja das Game kam punkt genau 2000 raus. Auch wenn es 2000 schon etwas schönere Grafiken gab, eins gab es damals noch nicht und hat es auch niemals mehr wieder gegeben. Und das war eine Game-Engine wie diese, die im Stande war Verwaltungsebene, Raumschlachten und vor allem Bodenschlachten darzustellen und das alles immer in Echtzeit oder zumindest einer Art gefühlten Echtzeit. Wie geschrieben ist das immer noch einmalig im gesamten Strategie und 4X-Bereich und ich würde echt sterben für einen Nachfolger dieses Games, der alle diese 3 Aspekte der Engine genauso (gut) umsetzt wie diese hier. Aber egal, kann ja noch passieren. Viel wichtiger ist, dass die Planetenverwaltung und das recht simple auf nur einer Ressource (Geld) basierende System super funktionieren und das Interface, wenngleich es nach heutigem Maßstab recht hässlich und veraltet wirkt, funktioniert nach etwas einarbeitungszeit bestens. An ein paar Stellen würde ich jedoch sagen, dass moderne Games ein paar Klicks weniger bräuchten, aber das ist nicht so schlimm. Zusätzlich zum Aufbausystem gibt es ein Forschungssystem mit 3 Zweigen (Schiffe, Gebäude, Panzer), ein interessantes Diplomatie-System, ein echt mächtiges Spionage-System (Diebstahl von Geld, Technologie möglich, Aufstände anzetteln, Schiffe und Gebäude sprengen und so weiter), aber letzten Endes dient alles eigentlich nur der Vorbereitung der einen großen Schlacht, nicht zuletzt weil dieses Universum darwinistisch ist wie sonst kaum eines. Wenn man nicht permanent Schiffe und Panzer baut wird man recht schnell zurück fallen und dann stirbt man ziemlich schnell, da die Feindrassen sich nicht zurück halten einem den Krieg zu erklären, wenn sie auch nur ein kleines Stück weit überlegen erscheinen. Wenn man diese Regel allerdings nicht vergisst funktioniert sogar die Diplomatie sehr gut und man kann sogar einer anderen Rassse Technologie abkaufen, die man laut seiner Rasse eigentlich gar nicht haben kann. ^^ Kommt es dann, meist viel früher als man es selbst gerne hätte zur großen Raumschlacht, macht sich das Game weiterhin alle Ehre. Entgegen aller Guides im Internet ist es meiner Meinung nach durchaus möglich Feindfeuer von Kanonen, Torpedos und Bomben zu vermeiden indem man seine Schiffe gut manövriert. Laser treffen allerdings immer und haben eine so hohe Feuerrate und Schaden, dass das im Lategame tatsächlich keinen wirklichen Unterschied mehr macht und die Konzentration des Feuers auf das stärkste Ziel den meisten Sinn ergibt. Die Inszenierung macht trozdem einem Star Wars alle Ehre und die Sounds der Waffen sowie die Bezeichnungen (Turbolaser? Ernsthaft jetzt? XD) errinnern dabei nicht nur entfernt an Star Wars. Explosionen und Schiffdesigns sehen für ihre Zeit echt gut aus und wenn man in der Athmosphäre eines Planeten kämpft ist dieser echt sehr gut plaziert, so dass das Gefühl sehr gut rüber kommt. Dieses Actiongefühl gilt leider nicht für die Bodenschlachten. Die kommen in Games wie Dawn of War oder auch nur C&C wesentlich besser rüber. Allerdings kann man sich nicht über die Zahl der taktischen und strategischen Möglichkeiten beschweren. Die erscheint mir hier wesentlich höher als in den Raumschlachten. So ist es etwa möglich Feinde mit Minen in Fallen zu locken, oder Selbstmord-Einheiten zu bauen und dem Feind zu schicken oder anderes. Es gibt eine ausreichende Anzahl Technologieen um die Sache interessant zu halten und die K.I. ist echt hart, auch wenn sie immer nach dem selben Muster vorgeht und mit immer nur einer einzigen Flotte angreift. Die verschiedenen Rassen unterscheiden sich im Schiffsdesign wunderbar voneinander und sogar das Design der Menschenfraktion gefällt mir hier mal ausnahmsweiße. Insgesamt liebe ich IG2, es gibt nichts daran rum zu deuten oder zu leugnen. Allerdings nicht uneingeschränkt, denn die Schattenseiten sind schon auch erheblich.

Und da wäre als erstes das größte Problem des Games und das ist tatsächlich die Balance. Man sollte nicht meinen, dass ein Game, dessen Rassen sich lediglich in Schiffsdesign und ein paar zur Verfügung stehenden Technologieen überhaupt unterscheiden solche Probleme mit der Balance hat. Aber leider ist es wie es ist. Schuld daran ist, dass leider nicht alle Taktiken und Strategieen überhaupt Sinn machen. Manche Spielmechaniken erscheinen außerdem vollkommen nutzlos, wie etwa der Bau von Raumstationen, die zum einen viel zu Schwach als Verteidigung sind und zum anderen nur dort gebaut werden können wo man Schiffswerften hat, was bedeutet dass man sich Kapazität zum Schiffsbau abzieht, die einem genau dann anfängt zu fehlen, wenn der Feind mal wieder in einer spontanen Kriegserklärung die Stationen steamrolled. Dann merkt man, dass man besser noch mehr Schiffe und Panzer gebaut hätte, als eine Raumstation. Noch schlimmer sieht es mit Planetaren Geschützen und/oder Schilden aus. In der Praxis sterben diese Teile viel zu schnell und richten zu wenig Schaden an um nützlich zu sein. Besser sind dagegen Festungen, die einem schon mal einen Angriffstrupp zerballern können, wenn sie gut platziert sind. Alles läuft daher auf diesen einen Showdown in Sachen Raumschlacht hinaus, während man immer versucht Planeten so einzunehmen, dass der Gegner sie nicht mit Minimalstaufwand wieder zurück erobern kann. Das hat seine Vor- und seine Nachteile. Die Inszenierung kommt so natürlich ziemlich gut zum tragen, das Gameplay bleibt dabei aber leider ein wenig auf der Strecke und ist irgendwie nicht mehr so strategisch und taktisch wie man es sich erhoffen würde. Wozu außerdem Jäger dienen sollen ist mir immer noch ein Rätsel. Vielleicht wäre es hier hilfreich gewesen ein Jäger-/Bomber-System zu verbauen anstelle hiervon. Ein weiteres Problem an diesem Game ist das viele Halbwissen und die vielen Falschinformationen die darüber verbreitet werden, teilweiße auch vom einzigen existenten Wiki des Games. Dass die Kra´hen etwa einen zusätzlichen Torpedo-Slot in den Schiffen haben, dass die Toluen irgendwie die einzigen sind, die sog. Deflector-Schilde haben oder wie genau das Stack-System des Games funktioniert, dass Einheiten übereinander legt und mit einer Zahl versieht, ist nirgends in keinem dieser Wikis und Guides so richtig nachzulesen. Wie manche Spielmechaniken also funktionieren ist schrecklich unklar. Noch dazu findet man andere Falschaussagen wie etwa, dass Bomben lediglich gegen Strukturen auf Planeten eingesetzt werden. Das stimmt definitiv nicht! Ich habe einmal den zusätzlichen Bombenslot eines Schiffes der Toluen mit Napalm-Bomben ausgestattet, das Schiff verfügte ansonsten über keine Torpedos oder Raketenwaffen, und in der anschließenden Raumschlacht feuerten die Schiffe (die das vorher eindeutig auch nicht konnten) Torpedos oder Raketen-artige Waffensysteme auf die Feindschiffe ab. Das können eigentlich nur die Bomben gewesen sein. Also habe ich hier schon mal eindeutig eine Falschaussage entlarvt. ^^ Leider ändert auch eine gute Erklärung nicht wirklich was daran, dass die Balance ein wenig daneben ist. So ist das Spiel für einige Rassen wesentlich schwieriger als für andere und einige gewinnen eindeutig im Schnitt öfter als andere. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Toluen immer als erstes oder als eine der ersten den Krieg erklärt bekommen und zwar egal ob der Spieler oder die K.I. sie spielt. Noch dazu erscheinen mir einige Fraktionen immer Rand der Map (Toluen) andere immer in der Mitte der Map zu starten (Kra´hen) was denen in der Mitte oft einen Startvorteil bringt, da sich unkolonisierte Planeten oft in der Mitte der Map sammeln und nicht am Rand. Hatte ich schon erwähnt, dass die K.I. sogar auf Normal und Einfach ziemlich hart ist? Auch hier sind Balance-Probleme und nicht immer ganz nachvollziehbare Mechaniken der Grund. Möglicher Weiße cheatet die K.I. auch massiv, denn ich kann mir anders nicht erklären wie mich plötzlich bei gleicher Technologie und Flottengröße eine 4x so starke Flotte steamrollen kann wie es mir schon mehrmals passiert ist. Außerdem muss ich die K.I. der Schiffe und Bodeneinheiten echt mal kritisieren, die bewegt sich nämlich grundsätzlich nur in einer Reihe und lässt sich schön vom aufgestellten Feind eine nach der anderen zerballern. Wozu genau der Schiffseditor dienen soll außer vielleicht dem manuellen Upgraden der Schiffssysteme, was der Computer auch ruhig automatisch übernehmen könnte, ist mir ehrlich gesagt immer noch ein Rätsel. Die meiste Zeit haut man ohnehin Schlachtschiffe mit Vernichterstrahlen raus, im selteneren Fall auch mal welche mit einer Paralyser-Manipulator-Kombination falls der Zerstörerstrahl nicht zur verfügung steht. Das könnte aber wie geschrieben der Computer ruhig automatisch übernehmen. Hätten die Waffen der vorherigen Techstufe Vorteile gegenüber denen der nachfolgenden wäre das möglicher Weiße auch wieder anders, aber so ist es leider einfach nur ein unnötiges Feature das Arbeit verursacht und das Gefühl verschenkten Potentials aufkommen lässt. Im Falle von Panzern erschließen sich mir zwar mehr Möglichkeiten für den Editor, aber letzten Endes macht keine in der Praxis auch nur den geringsten Sinn. Als einziges sinnvolles Strategisches Mittel erscheinen mir Minen, da der Feind, genau wie der Spieler, das Problem mit der sich nur in Reihen bewegenden K.I. hat.

Insgesamt sind das alles Schwächen, die ich bis zu einem bestimmten Grad allerdings auch von einem Spiel der 2000er-Jahre erwarte und die teilweiße auch auf das Alter des Games zurück zu führen sind und letzten Endes ist das Game wirklich nur zu empfehlen für den hinter her geworfenen Preis den es bei Steam kostet. Wer mit dem was da einen Abschnitt oben drüber steht ein Problem hat sollte es aber vielleicht besser sein lassen oder mal im Multiplayer probieren, da ich den nicht getestet habe und möglicher Weiße manche Mechaniken dort besser funktionieren als gegen K.I. Insgesamt ein wirklich geiles 4X-Game mit einer unübertroffen krassen Engine. Und auch wenn der geplante Nachfolger dann spontan (ich verwette mein Hinterteil aus Budget-Gründen, für Bodenschlachten und Aufbauteil war nach der Entwicklung der Space-Engine kein Geld mehr da) zu dem Taktik-Spacegame "Nexus - The Jupiter Incident" umgewandelt wurde, so gab es später zumindest ein paar Games die versucht haben die Imperium Galactica 2 - Engine zu kopieren. Eines der bekanntesten ist Star Wars - Empire at War. Allerdings muss man hier auch auf viele Features verzichten (Forschungssystem, Spionagesystem, Einheiteneditor) und hat ein eher an standard RTS orientiertes Aufbau-System. Etwas unbekannter dafür aber mit mehr vom Aufbau-System von Imperium Galactica 2 und einem auch recht schönen Forschungssystem, ist da das Game Haegemonia zu dem ich noch woanders etwas mehr schreiben werde. Eine selbst heute noch richtig geile Grafik mit den geilsten Explosionen des Genres (sogar besser als die von Nexus - The Jupiter Incident), 3 sich doch recht unterschiedlich spielende Fraktionen und eine sogar ganz brauchbare Balance gleichen hier das fehlen eines Schiffseditors, eines Diplomatiesystems und von jeglichen Bodenschlachten wieder aus. Diese beiden Games nur mal so als weitere Tipps wenn man mit dem Grundgameplay eines Imperium Galactica schon recht gut zurecht kommt, aber sich an den Schwächen zu sehr stört oder wenn man einfach nur noch mehr von diesem Gameplay haben möchte. So und damit schließe ich und kann nur noch sagen, dass ich hier sicherlich noch ein paar Posts schreiben werde, da das Game doch immer noch sehr regelmäßig von mir gezockt wird. ^^
Meister der Action-Szenen
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