Technologische Entwicklung

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Technologische Entwicklung

Beitrag von Glumski » Do 25. Feb 2016, 21:04

Technologische Entwicklung - Stützende Säule einer modernen Gesellschaft oder deren quälend langsames Ende? Bringen neue Technologien Glück und Wohlstand oder zerstören sie Arbeitsplätze und soziales Zusammenleben?

Die Erstellung dieses Themas folgt der Wissenschaftsdiskussion.

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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Tom » Do 25. Feb 2016, 21:28

Die Frage sollte eher sein:
Können wir unsere Gesellschaft so schnell an die technologische Entwicklung anpassen?
Ich würde eher nein sagen.

Wenn die Roboter unsere Arbeitsplätze übernehmen müssen wir uns auch nicht mehr anstrengen und diversen Gefahren aussetzen. Es wäre klug, wenn Roboter als erstes dort eingesetzt werden, wo für den Menschen immer eine Gefahr besteht.
Die Gesellschaft müsste sich also wandeln. Bargeldlos vielleicht? Oder man muss sich einen Roboter kaufen / mieten und schickt den dann in die Arbeit.

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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Glumski » Fr 26. Feb 2016, 12:26

Können wir unsere Gesellschaft so schnell an die technologische Entwicklung anpassen?
Das finde ich ehrlich gesagt eine Fangfrage. Solange wir Menschen noch diejenigen sind, die neue Technologien entwickeln, ist es auch die Gesellschaft, die für die Einführung neuer Technologien sorgt. Ist sie dafür nicht bereit, dann wird es wohl auch keine Nachfrage geben, und damit kein Geld, um die Technologie weiterzuentwickeln und sie verläuft sich einfach im Sande.

Grundsätzlich erfordert die schnelle Entwicklung aber eine gewisse Anpassungsfähigkeit, da stimme ich dir zu. Meine Hypothese ist, dass insbesondere ältere Leute nicht daran gewöhnt sind, sich schnell an technologische Neuentwicklungen zu gewöhnen, und daher schnell auf der Strecke bleiben. Die jüngeren Generationen hingegen wissen schon, dass alle paar Monate alles bisherige völlig überholt ist, und kommen daher damit klar.
Von daher würde ich sagen, dass die Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung sich auch danach richtet, wie schnell die Gesellschaft eine solche technologische Entwicklung annehmen würde.

Mit den Folgen zu leben, ist natürlich ein anderes Problem. Vielleicht hast du das gemeint und ich hab' dich falsch verstanden. Mit der Einführung des Internets war überhaupt nicht abzusehen, wohin das führen würde, und jetzt haben wir zahlreiche Eltern, die nicht wissen, wie sie mit ihren Kindern umgehen sollen, wenn diese ein Parallel-Leben in Facebook und WhatsApp führen. Um nur ein kleines Beispiel zu nennen, das wahrscheinlich nicht einmal das beste ist. Hrmm.
Wenn die Roboter unsere Arbeitsplätze übernehmen müssen wir uns auch nicht mehr anstrengen und diversen Gefahren aussetzen. Es wäre klug, wenn Roboter als erstes dort eingesetzt werden, wo für den Menschen immer eine Gefahr besteht.
Naja, das setzt voraus, dass Roboter die Fähigkeiten hätten, die Menschen haben. Bis Feuerwehr und Rettungsdienste vollkommen auf Roboter umgelenkt werden können, wird wohl noch eine ganze Menge an Zeit vergehen. Roboter werden da eingesetzt, wo sie stationäre Arbeiten verrichten müssen. Am Fließband wird immer nur dasselbe gemacht, da braucht man keinen Menschen, der Entscheidungen treffen müsste oder in irgendeiner Weise anpassungsfähig sein muss.
Selbst das Autofahren folgt vergleichsweise simplen Regeln und kann deshalb einigermaßen von Robotern übernommen werden, während diagnostizierende Medizin nichts ist, das man in einem einfachen Flussdiagramm darstellen könnte.
Die Gesellschaft müsste sich also wandeln. Bargeldlos vielleicht?
Eine bargeldlose Gesellschaft finde ich eine grauenvolle Idee, einfach wegen dem Datenschutz. Vielleicht ist es meine Paranoia, aber ich versuche so wenig wie möglich mit Karte oder elektronisch zu zahlen. Bei regelmäßigen Dingen wie Miete oder dem wöchentlichen Auftanken ist das kein Ding, aber ich finde es nicht so toll, wenn sich so leicht nachverfolgen lässt, wo ich wann eingekauft habe. Nicht dass ich oft einkaufen würde...
Oder man muss sich einen Roboter kaufen / mieten und schickt den dann in die Arbeit.
Es gab da irgendeinen Film... etwas mit 'S' glaube ich. Jeder Mensch hatte sein persönliches Roboter-Double und hat sein ganzes Leben über diesen Roboter geführt. Gepaart mit einer halbwegs vernünftigen KI könnte man natürlich auch einfach zuhause bleiben und den Roboter alles erledigen lassen, das stimmt schon, aber... naja. Zum Einen erfordert es Technologien, von denen wir noch meilenweit entfernt sind und zum Anderen bin ich mir recht sicher, dass das kein wünschenswerter Zustand ist.
Vielleicht war mir der Film aber auch nur zu dystopisch. Aber eine Dystopie ist ja auch nur eine Utopie, in der der Protagonist die falsche Einstellung hat, oder so.

Was das Verdrängen von Arbeitsplätzen angeht, denke ich, dass das einfach der Gang der Dinge ist. Die Einführung der Fließbandarbeit brachte vielleicht initiiell Arbeitslosigkeit mit sich, aber das hat sich schnell geregelt. Mit der Automatisierung der Fließbandarbeit war es genauso. Blöd ist es natürlich für all die, deren Arbeitsplätze plötzlich hinfällig sind, weil sie einen neuen Beruf erlernen müssen, der wahrscheinlich deutlich spezialisierter ist.

Grüße
Glumski

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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Chabero » Sa 27. Feb 2016, 15:52

Surogate meinst du, da hatte fast jeder son "Roboterdouble"

alles Bargeldlos zahlen hat ja heutzutage schon Nachteile...

du willst Kredit... *guggem mer mol wofür du all Geld ausgibst... aha da waren mal Leisten beim Baumarkt.. Dildos vom Sexshop... Gummipüppi auch...
bei McDoof täglich 3 Bürger... do des, do det.. fast immer ab Monatsmitte überzogen... alle 2 Tage volltanken
Monatlich Miete.. Versicherungen das ist ok

na.. bekommscht keinen Kredit...
lass die Bürger sein tausch dein Sprittfresser gegen nen Kleinwagen aus, bleib dem Sexschop fern dann hast du genug Geld..


Bei Bargeldloszahlenden:
Monatlich Miete.. Versicherungen das ist ok
Konto überzogen ist selten
Kredit geht klar

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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Tom » Sa 27. Feb 2016, 16:21

Antenne Bayern hats letzte Woche erst ausprobiert.
Beim Sexshop ist der Eintrag anonym. ;) Keine Ahnung, ob das bei allen so ist.
Scheitern tuts aber schon bei kleinen Dingen wie etwa den einen Euro für den Einkaufswagen.
Auch kleinere Kioske oder Läden, aber auch Cafeterias oder Wirtshäuser weigern sich die Karte zu akzeptieren. Vor allem, weil dann kein Trinkgeld mehr abfällt.

Aber ich muss jetzt zugeben, dass ich was falsches geschrieben habe. Ich meinte nicht eine bargeldlose Gesellschaft, sondern eine ohne Geld.

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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Staubschmied » Sa 27. Feb 2016, 16:49

Chabero hat geschrieben:du willst Kredit... *guggem mer mol wofür du all Geld ausgibst... aha da waren mal Leisten beim Baumarkt.. Dildos vom Sexshop... Gummipüppi auch...
bei McDoof täglich 3 Bürger... do des, do det.. fast immer ab Monatsmitte überzogen... alle 2 Tage volltanken
Monatlich Miete.. Versicherungen das ist ok
Watt, wer kann denn bitte das alles auslesen? :D Du tust ja so, als würde das alles öffentlich ausliegen.

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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Chabero » Sa 27. Feb 2016, 21:31

Was auf deinem Bankauszug steht, können die Kreditinstitute problemlos erlesen, ist absolut kein Problem.
Weil wenn du nen Kredit beantragst, werden diese Daten abgefragt, neben Shufa falls vorhanden, als Kartenzahler bist du "gläsern", das ist so.
Ist ja alles vernetzt..

Und die NSI ließt bestimmt auch mit.. könntest ja vorhaben ne Bombe zu bauen und nach Amerika einzureisen

Kauf mal nen Stahlrohr und Dünger... neben der Überweisung für den Chemiefernkurs...
und wenn du dann noch Islamgäubiger bist....
kannst du nur ein Terrorist sein.. was sonnst...

Das du das Stahlrohr für ne Torreparatur brauchst, den Dünger fürn Garten deiner Oma gleich mitgekauft hast und das Fernstudium deiner Tochter bezahlt hast.. is ja egal...
Wehe du planst dann nochn Urlaub in New York.....

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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Staubschmied » Sa 27. Feb 2016, 21:58

... also jetzt mal ehrlich, wo hast du denn das bitte her? :D
Informationen sind nicht halb so flüssig, wie du dir das vorstellst, und schon gar nicht hat einfach so jeder Zugriff darauf. Von den Leuten, die im Chemiehandel an der Uni waffenfähiges Material kaufen, wüsste ich auch nicht, dass schon mal jemand kontrolliert worden wäre. Vor allem private Unternehmen wie eine Kreditbank können doch nicht einfach mal so deinen Kontoauszug anfragen. Außer bei dir natürlich, aber da kannst du auch fast alles einfach schwärzen. Es sei denn, du kaufst über die gleiche Bank, bei der du auch den Kredit beantragst. Dann weiß ich natürlich nicht, ob die schmuhen.
Schufa hängt ja mit Kartenzahlung auch nicht direkt zusammen. Und irgendwo kann ich auch verstehen, dass sich Kreditgeber vor unzuverlässigen Leuten schützen wollen.

... aber als Informatiker arbeite ich natürlich dran, dass dein Szenario eines Tages Wirklichkeit wird. Wenn dann mal 'ne Kontrolle kommt und nachschaut, ob du Hilfe bei den Rohrbomben brauchst, ist das ja auch kein großer Schaden.

Von einem rein technischen Standpunkt her würde ich auch echt gern bei der NSA arbeiten. Es wäre höllisch interessant zu erfahren, wie weit die sind und was die schon so alles sammeln.

Sonst denke ich zum Thema übrigens, dass Arbeitslosigkeit eigentlich eine gute Sache ist. Menschen können nur nicht damit umgehen, bisher. Ich weiß auch gar nicht, warum so viele die Prämisse haben, dass Vollbeschäftigung gut sei. Dann müssen ja alle schuften, das ist doch total ätzend. Wer hätte nicht lieber frei?

Kurzfristige Lösungen wären wohl sowas wie das Bürgergeld als Grundversorgung, eine bessere Aufteilung von Arbeit, sowas. Soweit ich weiß arbeiten sie in Schweden am Sechs-Stunden-Tag. Mit fortschreitender Technisierung reichen auch irgendwann vier Stunden.

Langfristig hätte ich auch kein Problem damit, wenn Roboter all unsere Arbeit machen. Dann braucht man nur noch MINT-Leute, der Rest hat Urlaub.

Ingenieure werden Könige sein! :zwinkerzwinker:

Aber ich weiß nicht, wie realistisch diese Ideen sind. Ich habe relativ wenig Ahnung von Wirtschaftswissenschaft. Das Problem ist, dass das auch für die meisten Wirtschaftswissenschaftler gilt. Aber diese Dinge klingen für mich so erstmal plausibel.

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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Glumski » So 28. Feb 2016, 11:06

Surogate meinst du, da hatte fast jeder son "Roboterdouble"
Ha, genau, den meinte ich! :1tu:
Scheitern tuts aber schon bei kleinen Dingen wie etwa den einen Euro für den Einkaufswagen.
Der moderne Einkaufswagen wird dann eben mit 'nem Lesegerät für deine Kreditkarte / berührungsloses Bezahlen ausgestattet. Außerdem mit 'nem Autoradio, Halogen-Scheinwerfern und natürlich Chromfelgen.
Auch kleinere Kioske oder Läden, aber auch Cafeterias oder Wirtshäuser weigern sich die Karte zu akzeptieren. Vor allem, weil dann kein Trinkgeld mehr abfällt.
Hmm, ich bin mir ziemlich sicher, dass insbesondere in den USA ein sehr gutes Konzept für bargeldloses Trinkgeld existiert, da es in den USA ja kaum noch Bargeld gibt und die Bedienung quasi nur über Trinkgeld bezahlt wird...
Aber ich muss jetzt zugeben, dass ich was falsches geschrieben habe. Ich meinte nicht eine bargeldlose Gesellschaft, sondern eine ohne Geld.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert. In Star Trek haben die das, aber da sind auch alle schrecklich motiviert und die Welt ist vereint und Forschung hat einen höheren Stellenwert als das Militär.
Eine geldlose Gesellschaft funktioniert wohl, wenn alles im Überfluss da ist, aber solange dem nicht so ist, muss es irgendeine Form des Geschäfts sein. Zur Not tauscht man Dinge, aber davon sind wir aus guten Gründen abgerückt.
Sonst denke ich zum Thema übrigens, dass Arbeitslosigkeit eigentlich eine gute Sache ist.
Ich denke, da hat man dasselbe Problem wie mit der geldlosen Gesellschaft. Arbeitslose haben eben kein Einkommen und liegen damit den anderen auf der Tasche. Was ja grundsätzlich nichts schlechtes ist, aber ich gebe mein Geld nicht mal gerne für mich selber aus, geschweige denn für andere. :oops:
Wenn das erst einmal etabliert ist, freuen sich wahrscheinlich alle drüber, aber das einzuführen? Die Partei würde nie wieder gewählt werden, leider.
Kurzfristige Lösungen wären wohl sowas wie das Bürgergeld als Grundversorgung, eine bessere Aufteilung von Arbeit, sowas.
Weiß ich nicht. Ohne Arbeit ist es viel zu leicht, in den stereotypischen Arbeitslosen-Trott zu verfallen. Das kenn' ich noch aus den Sommerferien bzw. der Zeit zwischen Schule und Uni. Man sitzt nur zuhause rum, macht nichts sinnvolles mehr, und landet in einer Spirale aus Faulheit und Unzufriedenheit. Klar kann man auch ohne Bezahlung seinen Beitrag tun (z.B. Fanfictions schreiben, meine größte Schwäche), aber es ist einfach viel zu einfach, das nicht zu machen. Der Gesellschaft schadet man damit wohl kaum, aber sich selbst schon. Finde ich zumindest.
Aber vielleicht bin ich einfach nur zu arbeitswütig.
Langfristig hätte ich auch kein Problem damit, wenn Roboter all unsere Arbeit machen. Dann braucht man nur noch MINT-Leute, der Rest hat Urlaub.
Ja, das hätte schon was, oder?
Und als MINT-Mensch könnte ich sogar weiterarbeiten! Hurrah!
Ingenieure werden Könige sein!
Und Naturwissenschaftler diejenigen, die im Hintergrund die Strippen ziehen. Ausgezeichnet. :D
Aber ich weiß nicht, wie realistisch diese Ideen sind. Ich habe relativ wenig Ahnung von Wirtschaftswissenschaft. Das Problem ist, dass das auch für die meisten Wirtschaftswissenschaftler gilt. Aber diese Dinge klingen für mich so erstmal plausibel.
*zustimm*

Grüße
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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Tom » So 28. Feb 2016, 11:15

Glumski hat geschrieben:Hmm, ich bin mir ziemlich sicher, dass insbesondere in den USA ein sehr gutes Konzept für bargeldloses Trinkgeld existiert, da es in den USA ja kaum noch Bargeld gibt und die Bedienung quasi nur über Trinkgeld bezahlt wird...
Wo hast du das denn her? Mir wäre nicht bekannt, dass dem so wäre.
Der einzige Sinn der mir hier aufsteigen würde, wäre der, dass die Beiträge aufgerundet werden.
Glumski hat geschrieben:Ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert.
Deswegen auch meine Aussage, dass man die Gesellschaft nicht so schnell anpassen kann.
Es gäbe natürlich diverse Möglichkeiten das anders zu lösen, als mit Geld.

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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Staubschmied » So 28. Feb 2016, 13:33

Also ich kann sogar hier Trinkgeld geben, wenn ich mit Karte bezahle. Sogar, wenn ich online Futter bestelle, gibt's da die Möglichkeit Trinkgeld beizulegen. Weiß aber gar nicht, seit wann das so ist ... vielleicht ist das auch nur eine regionale Entwicklung? Es ist hier auch üblich, dass die Leute das Trinkgeld in einen großen Topf werfen und dann auf alle, auch das Küchenpersonal, aufgeteilt wird. Kann man sich dann einmal im Monat in 'nem Umschlag abholen. Mein Kollege fuhr mal Pizza, da war das so.

In Schleswig-Holstein hat's sowas jedenfalls.
Glumski hat geschrieben:Ohne Arbeit ist es viel zu leicht, in den stereotypischen Arbeitslosen-Trott zu verfallen. Das kenn' ich noch aus den Sommerferien bzw. der Zeit zwischen Schule und Uni.
Ja, das ist irgendwie so'n kulturelles Problem. Hatte ich auch schon ein paar Mal. :D

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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Glumski » So 28. Feb 2016, 23:02

Wo hast du das denn her? Mir wäre nicht bekannt, dass dem so wäre.
Naja, es ist ein Fakt, dass Bargeld in den USA ziemlich verpöhnt ist. So ziemlich alles wird mit Karte bezahlt, das ist da so.
Und genauso ist es ein Fakt, dass Trinkgeld im zweistelligen Prozentbereich (ich glaube, der Mindestsatz waren 15%) ein Muss ist, weil sonst die Bedienung nichts bekommt. USATipps.de
Tatsächlich habe ich gerade aber gelesen, dass man das Trinkgeld lieber in Bar zahlen soll, da es sonst eine gewisse Zeit dauern kann, bis das Geld tatsächlich bei der Bedienung landet. Was im Umkehrschluss aber auch heißt, dass Trinkgeld bei Kartenzahlung möglich ist.
Eine weitere, vielleicht ganz interessante Sache: US-Kreditkarten haben erst neuerdings einen Mikrochip. Karten ausschließlich mit Magnetstreifen sind noch immer weit verbreitet.
Der einzige Sinn der mir hier aufsteigen würde, wäre der, dass die Beiträge aufgerundet werden.
Auch das ist ja schon ein Eingriff in den Bezahlvorgang, der für größere Differenzbeträge sicherlich nicht anders aussehen wird. Bei z.B. kaufland an der Kasse wird mit der Phrase "aufrunden bitte" bekannt gegeben, dass man die Differenz zu den nächsten 10Cent spendet. Von der Karte würde also mehr Geld abgebucht werden, als verlangt. Ich halte es für einleuchtend, dass auch eine Erhöhung des abgebuchten Betrages um 1€ oder 10€ ohne Weiteres funktioniert. Und selbst wenn dem nicht so ist, könnte die Bedienung im Restaurant ja einfach eine höhere Zahl in das hübsche Gerät eintippen.
Es gäbe natürlich diverse Möglichkeiten das anders zu lösen, als mit Geld.
Mir fällt ehrlich gesagt kein Bezahlvorgang ein, der kein Geld involviert. Klar, Tauschgeschäfte sind möglich, aber dass die problematisch sind, sollte einleuchtend sein. Man könnte kleine Zettelchen verteilen, auf denen "Dieser Mensch hat eine Stunde gearbeitet, gebt ihm, was er will" steht, aber das wäre nichts anderes Papiergeld mit einem echt beschissenen Währungs-Namen.
In Schleswig-Holstein hat's sowas jedenfalls.
Ich kenn das so, das man beim Bezahlen der Rechnung einfach mehr Geld abgibt und "Stimmt so" sagt, oder einen entsprechend hohen Betrag nimmt, wenn man Rückgeld haben möchte. Barzahlung vorausgesetzt, natürlich. Per Karte habe ich noch nie in einem Restaurant gezahlt, und den Pizza-Lieferanten erst recht nicht.

Grüße
Glumski

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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Chabero » Mo 29. Feb 2016, 11:47

Nur bahres ist wahres, und du hast mehr Kontrolle über dein Geld ;)

Gab glaub ich maln test.. die eine Gruppe zahlte bar, die andere mit Karten ezt.. die Barzahler überzogen nicht und kamen gut damit aus, die Kartenzahler überzogen alle...

Kauf zb mal was für 500 euro.. per Karte.. ja gut 500 sind weg... np
bar.. eu ist das viel Geld... *autsch*

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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Staubschmied » Mo 29. Feb 2016, 18:21

Das gilt vielleicht für Idioten. Ich weiß eigentlich immer auf den Euro genau, wie viel Geld ich noch habe, und habe mit 27 noch nicht einmal irgendwas überzogen.

Finde bei virtuellem Geld viel eher problematisch, dass aufgrund des Vorgehens der Banken das meiste Geld rein virtuell ist und es gar nicht genug Reserven gäbe um alles auszuzahlen.

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Re: Technologische Entwicklung

Beitrag von Glumski » Mo 29. Feb 2016, 23:33

Das gilt vielleicht für Idioten. Ich weiß eigentlich immer auf den Euro genau, wie viel Geld ich noch habe, und habe mit 27 noch nicht einmal irgendwas überzogen.
So drastisch hätte ich es nicht formuliert, aber im Grunde stimme ich dem zu. Natürlich ist es bei Bargeld viel leichter, nachzuvollziehen, wie viel Geld man noch hat, aber so schwierig ist es jetzt auch nicht, sich eine Zahl zu merken und ein wenig Subtraktion im Kopf durchzuführen. Finde ich zumindest als jemand, dem Rechnen sehr leicht fällt. Vielen geht es da ja ganz anders, auch wenn ich hoffe, dass Grundschulmathematik nicht das Problem sein wird.
Finde bei virtuellem Geld viel eher problematisch, dass aufgrund des Vorgehens der Banken das meiste Geld rein virtuell ist und es gar nicht genug Reserven gäbe um alles auszuzahlen.
Ich sehe bei virtuellem Geld sehr viele Probleme, die von schlaueren Leuten aber wahrscheinlich schon gelöst wurden.
Z.B. kommt es ja bei Prozentrechnung und Runden sehr schnell dazu, dass die Summe 99% oder 101% ergibt. Bei Bargeld ist das kein Problem, denn dann fehlt entweder jemandem 'n Euro oder da liegt noch eine Münze auf dem Tisch. Virtuell... seltsam. Oder werden virtuell tatsächlich mehr Nachkommastellen nachgehalten? Wenn ja, wer bekommt dann die Cent-Bruchteile? (Wahrscheinlich die Bank.)
Aber das habe ich auch schon bei Tankstellen nicht verstanden. Da wird der Literpreis immer in Zehntel-Cent angegeben und dann wird immer schön aufgerundet. Den Sinn dahinter kapiere ich einfach nicht, es sei denn der Sinn ist 'So kriegen die Tankstellen mehr Geld'.

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