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Beitrag von Niomedes » Fr 27. Feb 2015, 20:34

Die Einsatzmöglichkeiten von Raumjägern :

Raumjäger sind wegen mehreren Nachteilen wenig effektiv im raumkampf. Sie sind zu klein um eine angemessene bewaffnung motorisierung und panzerung zu tragen. Ausserdem ist ihre Beschleunigung zwar hoch, aber ihre endgeschwindigkeit ist wegen ihrer geringen Leistung stark begrenzt. In einem geschwindigkeitsrennen zwischen großen kampfschiffen und Jägern hätte der Jäger zwar nach wenigen Minuten einen Vorsprung, allerdings würde -je nach motorisierung- das grosskampfschiff nach 10 - 30 Minuten mit ca der doppelten bis 10 fachen Geschwindigkeit am Jäger vorbei Rasen, und weiter beschleunigen, während der Jäger sein beschleunigungspotential schon früh ausgeschöpft hätte. Durch den begrenzten Output ist auch die schildkapazität, falls es Schilde gibt, stark begrenzt. Weil auch die panzerung ziemlich begrenzt sein muss, um das Verhältnis zwischen Leistung und Masse nicht zu zerstören. Dadurch ergibt sich das sich das verteidigungspotential des Jägers ebenso gering gestaltet. Die energiewaffenresistenz läge wohl weit unter der Laserwaffenergie feindlicher grosskampfschiffe. Das nächste ist natürlich, daß der Jäger nur sehr spezielle Waffen tragen könnte. Projektilwaffen wären keine Option, da der Jäger diese wohl kaum tragen könnte. Die munitionskapazität wäre stark begrenzt, und auch könnten die zwangsläufig kleinen projektiele kaum auf akzeptable Geschwindigkeiten beschleunigt werden, da die Energie zur Beschleunigung einfach nicht zur Verfügung stehen würde. Die langsamen projektiele kämen nie beim Ziel an, und wären dann auch noch zu wenige, um irgendwas auszurichten. Laser hätten ein ähnliches Problem : sie würden zwar immernoch mit Lichtgeschwindigkeit feuern, aber wegen der geringen Energie könnten sie kaum mehr, als den Gegner anzuleuchten. Und das brächte wohl recht wenig . Die einzigen lohnenden Waffen wären dann Raketen. Die brauchen kein Volumen an Bord, und beschleunigen sich selbst. Ich Problem ist aber, daß sie wegen ihrer geringen Geschwindigkeit und Beschleunigung sowie treibstoffkapazität nur auf einige 1000 km effektiv wären. Darüber hinaus würde ihnen der Treibstoff ausgehen, sie könnten ihren Kurs nicht korrigieren, und würden dann Kilometer weit am Ziel vorbei Rasen, da sie zu langsam wären, um als Geschoss zu wirken. Ein Jäger wäre im raumkampf also eine mobile raketenplattform.

Im raumkampf wäre aber auch das kaum eine Daseinsberechtigung. Ein moderner aegis Kreuzer wie z.b. die arleigh burke klasse der US navy können mit ihrer zielerfassungs Automatik selbst Artillerie Geschosse erfassen und mit Hilfe der Phalanx abfangen. In der Zukunft wären wohl noch effektivere Systeme im Gebrauch. Da die meisten Waffen im Raum nur durch ihre erfassungsreichweite beschränkt wären, würden grosse Schiffe auf Sensoren Reichweite das Feuer eröffnen, also auf mehrere lichtsekunden, was dann 300.000 Kilometer und mehr sind. Jäger sind aber dann nur auf ca 10.000 Meter effektiv. Wenn der Träger sie also auf Sensor Reichweite absetzen würde, würden die Waffen feindlicher grosskampfschiffe sie direkt als wesentlich schwächere Ziele schon wenige Meter Ausserhalb des Hangar mit einzelnen Schüssen zerfetzen, da sie- wie gesagt - nicht genug Energie Resistenz aufbauen könnten. Selbst die Jäger die diese dezimierung überstehen würden hätten dann das Problem, das sie ohne denkung, Horizont oder Atmosphäre -das gibt es im Raum nämlich alles nicht- den gesamten weg zum Feind in dessen feuerbereich und damit unter Beschuss zurücklegen müssen. Das könnte aber wegen der gewaltigen Entfernungen Stunden oder Tage dauern. Selbst dir schlechteste zielerfassungsautomatik hätte also genug zeit alle Jäger abzuschließen. Falls es jetzt doch ein Jäger schafft, gegen alle warscheinlichkeit, in Reichweite seiner eigenen Raketen zu kommen, und diese abzufeuern, hätte er immernoch das Problem das das grosskampfschiff ihm einfach davon flöge, oder eben Rakete und Jäger gleich beide abschießen würde. Und selbst wenn der Jäger nun alles bis hier schafft, müsste er immernoch zurück fliegen. Immernoch eine sache von Stunden, während denen er zerstört werden könnte. Wobei der Einsatz aller warscheinlichkeit nach bereits wenigeb Sekunden kurz vor den Hangartoren enden würde. Elokas der Jäger brächten auch wenig. Wegen höherer Energie wären die das Feindes wieder stärker.

Diese ganzen Probleme könnte man natürlich beheben, wenn man den Jäger größer baut. Aber wieso sollte man dann überhaupt Jäger bauen.

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Tom » Fr 27. Feb 2015, 20:35

Dann nehmen wir die Jäger nicht für den Kampf im Weltraum, sondern für den Kampf in der Atmosphäre und Orbit von Planeten. Evtl auch für Erkundungsflüge für Orte, die ein GKS nicht erreichen kann.

Zum Beispiel in einem Asteroidenfeld. Wenn man bedenkt, dass größere Schiffe auch ein Gravitationsfeld haben, dann wäre es für sie dort gefährlich, weil sie Asteroiden anziehen würden.


Zum Thema Akasha RPG:
Wie wärs mit einem Baukastensystem? Wir geben jeden Typ Schiff vor, mit ME (Masseeinheit). Dann geben wir auch sämtliche Items mit ME vor. So kann jeder einfach und schnell sein eigenes Schiff ausstatten.

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Niomedes » Fr 27. Feb 2015, 20:35

und im Atmosphären Kampf sind sie natürlich Einsatz fähig, aber dann stellt sich die frage wieso man einen Atmosphären Jäger mit raumflugfähigkeit ausstatten sollte. Das erhöht die kosten extrem. Ausserdem wäre hier dann die Frage, ob man nach Erlangung der raumherrschaft nicht einfach alles auf dem planeten aus dem orbot einäschern sollte , anstatt Pilotenleben zu riskieren. Was asteroidenfelder angeht : sowas findest du im Weltraum 1. Kaum und 2. Wäre dort eine ebenso grosse Rakete gegenüber dem Jäger im Vorteil. Größeres beschleunigungspotential, bei Zerstörung keine toten Piloten, geringere Produktionskosten, und falls das Ding in einen Asteroiden fliegt, dann erwischen Druckwelle und Asteroiden Bruchstücke sowie Trümmer das ziel womöglich noch. Der Jäger indessen geht einfach nur kaputt.

Zum Baukastensystem: gute Idee, dann brauch man nur Maße des Schiffes ausrechnen, gucken was rein passt, und fertig is es. Dann gibt man noch für jedes Modul einige Werte wie schaden, Genauigkeit, panzerung und Energie bereistellung an, und es läuft. Also das ist einfacher und womöglich sogar effektiver als meine Idee.

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Tom » Fr 27. Feb 2015, 20:37

Die Vorteile des Baukastensystems wären, dass es nur einmal Arbeit macht, wir nicht nachrechnen müssen, keine Teile verbaut werden können die wir nicht vorgegeben haben, usw.

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Niomedes » Fr 27. Feb 2015, 20:38

Da stimme ich dir ja auch völlig zu. Und das was an Volumen übrig bliebe, wird dann einfach zur panzerung dazu addiert. Noch was zu den Jägern?

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Tom » Fr 27. Feb 2015, 20:38

Man könnte Jäger auch gebrauchen, um in das Innere von Asteroiden, Stationen oder Raumschiffen (Wracks) einzudringen und Objekte bergen. Jäger wären dann halt nur für Quests bzw Missionen.

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Niomedes » Fr 27. Feb 2015, 20:39

Also für spezialeinsätze? Das würde ihnen Sinn geben, so lange es dabei nicht um Zerstörung geht. As eekubdungseinheiten waren sie bestimmt auch gut geeignet. Dann braucht man sie aber nicht in Massen, dann reichen auch wenige hoch spezialisierte. Träger hingegen wären völlig sinnlos
Diese paar Jäger kannst du auch locker auf einem Schlachtschiff mit führen

Mir ist grade eine Idee gekommen wie Jäger wieder ziemlich geil wären : Phasenverschiebungsautomatik : Objekte bis zu einer bestimmten Masse können durch Phasenverschiebung aus unserer Realität so verschoben werden das sie noch sichtbar sind, aber nicht mehr von Sensoren erfasst werden können. Waffen indessen fliegen einfahren durch sie hindurch, da Partikel von Jäger und Waffe in unterschiedlichen Dimensionen existieren. Der Jäger muss dann nur während er selbst feuert in unsere Realität eintreten , und nach dem Abschuss der Rakete diese wieder sofort verlassen. Dann bräuchte man auch wieder Abfangjäger, die das selbe könnten, um seine eigenen schiffe zu schützen größere Objekte könnten die Realität nicht auf diese Weise verlassen, weil sonst die Wirkung von einer großen Menge Gravitation fehlen würde, sowie ein nicht zu verachtender materie Anteil. Dadurch würde das Schiff ausseinander gerissen werden. Größere Objekte wirken aber wiederum in die Phase die die Jäger benutzen mit Masse und Gravitation teilweise, wenn auch schwächer ein, so dass die Jäger zwar locker durch projektiele Raketen und Laser strahlen fliegen können, aber nicht durch Schiffe Planeten, usw.

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Tom » Fr 27. Feb 2015, 20:39

Interessant. Aber es gäbe auch noch andere Aufgaben für Jäger. Zum Beispiel das Eskortieren von Landungsschiffen bzw Truppentransportern in umkämpften Gebieten. Oder das Rausholen von Leuten aus solchen.

Träger wären auch sinnvoll. Entweder als Flottenträger, die mehrere Schiffe bis zur Größe von Fregatten aufnehmen können. Oder die bekannteren Jäger und Bomber Träger.

Du magst damit recht haben, dass das Zerstören aus dem Orbit effektiver wär. Aber wenn wir uns den Ressourcenverbrauch ansehen, dann würde ich lieber (ferngesteuerte oder automatisierte) Jäger einsetzen, als die Infrastruktur wieder aufbauen zu müssen.

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Niomedes » Fr 27. Feb 2015, 20:39

Im Normalfall dürfte der Planet sowieso schon kapituliert haben, wenn du die raumherrschaft hast. Das relativiert sich also. Mit Trägern nahm ich jetzt Bezug auf Träger im heutigen Sinne. Als Träger für ganze flotten waren sie wieder sehr sinnvoll.schon alleine weil du so auch Wracks wieder abtransportieren kannst. Jäger hingegen, ohne solche spezialtechnik wären weiterhin Ausserhalb spezieller Gebiete nutzlos

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Tom » Fr 27. Feb 2015, 20:40

Raumherrschaft ist relativ. Wenn sich der Planet selbst versorgen kann, dann bräuchten sie nicht zu kapitulieren. Natürlich muss es dafür viele Bedingungen geben, wie zb, dass der Blockierende den Planeten annektieren will, die Ressourcen abbauen, usw. Je mehr zerstört wird, desto weniger lebensfreundlich ist er. Kommt also auf die Sichtweise an.

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Niomedes » Fr 27. Feb 2015, 20:40

Da man ja am ehesten vermeiden will die Infrastruktur an sich zu Beschädigen, würde man wohl wie im Mittelalter vorgehen : die Nahrungsmittelversorgung mittels kinetischer Geschosse vernichten. Keine Nachwirkungen. Einfach nur bumm und kein Essen mehr für die Bewohner. Garantierte Kapitulation innerhalb der nächsten Woche
Die Infrastruktur bliebe relativ heil

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Tom » Fr 27. Feb 2015, 20:41

Wenn man schon in dem Zeitalter ist, würde man sich mit dieser Option sicherlich auch auseinandersetzen. Sobald man technisch in der Lage ist würde man orbitale Habitate bauen. Spätestens nach einem Krieg (zb Unabhängigkeit) würde man dann aber wohl diese auch unterirdisch und auf dem Grund des Meeres anlegen.

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Niomedes » Fr 27. Feb 2015, 20:41

Selbst das schützt deine nahrungsversorgung nicht unbedingt. Kinetische Geschosse können so stark beschleunigt werden, das sie selbst in den planetenkern vordringen können. Unterirdische und unterseeische habitate helfen da wenig. Ausser ihre eloka ist so stark, das man sie nicht findet. Dann würden sie aber sowieso auch Jägern Bombern und bodentruppen verborgen bleiben.

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Tom » Fr 27. Feb 2015, 20:41

Wenn ich aber so starke waffen einsetze, dann muss ich mir auch darüber im klaren sein, dass ich weite Teile des Planeten vernichte und unbrauchbar mache. Mal von den sekundären Effekten abgesehen. Asche und Staub in der Atmosphäre.

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Re: Science VS Fiction

Beitrag von Niomedes » Fr 27. Feb 2015, 20:41

Naja, man kann die verwendete Energie ja der gewünschten Effekt wie unter Laborbedingungen anpassen. Damit lässt sich dieser Effekt eingrenzen

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