ST:O/A

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Tom
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ST:O/A

Beitrag von Tom » So 20. Mär 2016, 23:08

Disclaimer
Kommt noch.

Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

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Re: ST:O/A

Beitrag von Tom » So 20. Mär 2016, 23:46

Prolog

Die Sonne kitzelte in meinen Augen mit ihren goldenen Strahlen und ich öffnete langsam meine Augen. Der Tag war bereits angebrochen und von draußen drang der Lärm der Großstadt, durch ein gekipptes Fenster, herein.
Ich stand langsam auf und schaute mich um. Auf dem Boden lagen meine Hose und mein Pullover. Unter einem nahen Stuhl lagen meine Stiefel, in denen jeweils eine Socke steckte. Meine Jacke lag auf dem Tisch, unter dem der Stuhl geschoben worden war.
Wo war ich gleich noch mal? Ach ja, in einem Hotel! Es fällt mir immer schwer mich an fremden Orten zu orientieren. Ich war noch nie jemand, der sich an fremden Orten wohl fühlte. Meine eigenen vier Wände waren mir schon immer die liebsten. Dort kenne ich mich aus und fühle mich auch sicher.
Jetzt war ich nicht nur in einem fremden Zimmer, sondern auch in einer fremden Stadt. Mein Auto parkte in der Tiefgarage und ich hoffte, dass es noch heil war. In den heutigen Zeiten musste man damit rechnen, dass es einem gestohlen, aufgebrochen oder zerkratzt werden würde. Aber wahrscheinlich bin ich in dieser Hinsicht einfach zu empfindlich und übervorsichtig.
Mit einem Kopfschütteln verscheuche ich diese Gedanken und gehe ins Bad, wo ich mich ausgiebig dusche. Als das warme Wasser über meinen nackten Körper läuft, bekomme ich eine Gänsehaut. Ich ignoriere sie und dusche weiter, drehe die Temperatur nach oben. Ein wohliges Gefühl durchfährt mich und lässt meinen Körper Kraft schöpfen.
Ja, ich bin ein Warmduscher. Aber genauso liebe ich den Sommer und seine unbändigen Hitzewellen. Meine Gedanken drohen wieder abzuschweifen, hin zu der Umweltzerstörung und der imaginären Kurve, die die Menschheit wohl nicht mehr kriegen wird. Aber bevor ich mich ganz in diesen Gedankengängen verrenne, höre ich auf zu duschen und bringe auch den Rest der Badezimmerprozedur hinter mich.
Zurück im Schlafzimmer, das auch als Arbeits- und Wohnbereich eingerichtet wurde, ziehe ich mich an und mache mich auf dem Weg. Dumm nur, dass ich meine Autoschlüssel nicht finde. Ich durchwühle meine Klamotten von gestern und finde dann das Gesuchte. Immer die selbe Leier. Ich sollte mir mehr Ordentlichkeit angewöhnen.

Endlich am Ziel. Nach mehr als einer Stunde des Herumirrens und Verlaufens war ich dort angelangt, wo ich hin wollte. Ich trat durch die große Flügeltüren des Gebäudes und betrat eine Halle, in der sich ein Stand an den nächsten reihte. Es herrschte ein Gedränge, in dem ich es fast mit der Angst zu tun bekam zerquetscht zu werden.
Ich hielt mich am Rand des Stromes, so konnte ich schnell an einem Stand stehen bleiben, wenn es mir zu viel wurde oder ich etwas interessantes sah. Und im Prinzip war alles interessant.
Cyberhelme, Nervenimplantate, Virtual-Reality Brillen, Sensitiv-Touch Anzüge und mehr. Die High-Tech Convention bot alles, was sich der Nerd -also ich- von Herzen wünschte. Aber mein Ziel lag bei dem größten Stand, den es dieses Jahr gab. Und er lag -leider- zentral. Und nicht nur ich wollte dorthin, sondern auch hunderte von anderen Besuchern. Also drängelte, schubste und zwängte ich mich durch die Massen.
Am Ziel angekommen wurden meine Augen ganz groß. Was hier präsentiert wurde, war eine Maschine, die ein Hologramm erstellen konnte. An sich nichts besonderes, außer, dass dieses Hologramm dreidimensional war und man es betreten konnte. Natürlich war es noch weit von dem entfernt, was man sich als Science Fiction Fan davon erhoffte -nämlich das Betreten erfundener Welten und mit dieser zu Interagieren-, aber diese Maschine zeigte auf, dass es die Technologie auf dem besten Weg dorthin war.
Auf Nachfrage meinte einer der zuständigen Betreuer, dass diese Technologie vielleicht in zehn bis zwanzig Jahren Serienreife haben würde. Für meinen Geschmack viel zu lange. Am liebsten würde ich gestern schon einen Holoraum bei mir zu Hause stehen haben wollen. Doch solche Wünsche gehen leider nicht in Erfüllung.
Ich durfte als einer von mehreren Anwesenden durch das Hologramm schreiten. Es war ein seltsames Gefühl, das mich ehrfürchtig werden ließ. Ich sah ein Livebild der Halle um mich herum. Nur etwas verkleinert. Es war, als wäre ich ein Riese. Ich war mir sicher, dass die Verantwortlichen das mit Absicht gemacht hatten.
Plötzlich begann das Bild zu Flackern. Techniker wurden aktiv, aber Hektik blieb aus. Vielleicht hatte es solche Fehler schon öfters gegeben. Aber dann begann auch an den anderen Ständen die Aktivität rasch zuzunehmen und unerwartet war das Licht in der ganzen Halle weg. Und mein Bewusstsein.

Die Sonne kitzelte in meinen Augen mit ihren blauen Strahlen und ich öffnete langsam meine Augen. Der Tag war bereits angebrochen und von draußen drang die Stille des Landes, durch ein gekipptes Fenster, herein.
Ich stand langsam auf und schaute mich um. Auf dem Boden lagen eine Hose und ein Pullover. Unter einem nahen Stuhl lagen Stiefel, in denen jeweils eine Socke steckte. Eine Jacke lag auf dem Tisch, unter dem der Stuhl geschoben worden war. Aber sie schienen nicht mir zu gehören. Dennoch waren es die einzigen Kleidungsstücke hier.
Wo war ich? Es fällt mir immer schwer mich an fremden Orten zu orientieren. Ich war noch nie jemand, der sich an fremden Orten wohl fühlte. Meine eigenen vier Wände waren mir schon immer die liebsten. Dort kenne ich mich aus und fühle mich auch sicher.
Aber als ich weder ein Bad fand, noch meine Erinnerungen mir sagten, was geschehen war, zog ich die fremden Kleidungsstücke an. Da fielen mir die Veränderungen auf. Wie vom Blitz getroffen und nur mit einer Stoffhose bekleidet, schaute mich nach einem Spiegel um, fand aber keinen. Dann rannte ich nach draußen.
Gleißende Helligkeit und eine sengende Hitze brandeten mir entgegen. Ich versuchte etwas zu finden, das spiegelte und sah in ein paar Metern Entfernung einen Solarkollektor. Als ich mich vor ihm aufbaute, wurde mir flau im Magen und ich sank zu Boden.
Was war mit mir geschehen? Ich hatte mich selbst erblickt und erkannte mich nicht. Ich war zu einem türkishäutigem Dämon mit Hörnern geworden!

Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

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