Kommentare und Kritiken zu Rainers Geschichten

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Rainer Prem
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Re: Kommentare und Kritiken zu Rainers Geschichten

Beitrag von Rainer Prem » Di 8. Dez 2015, 13:13

PS: Es gibt in Teil 2 gar keine Sexszene. Und in Teil 3 wird zwar darüber geredet, aber da blende ich rechtzeitig aus; es sind Kinder dabei.
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Child of Bodom
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Re: Kommentare und Kritiken zu Rainers Geschichten

Beitrag von Child of Bodom » Mi 9. Dez 2015, 00:54

Mir ist etwas ganz anderes beim Lesen aufgefallen, was möglicher Weiße in den nächsten Teilen noch geändert wird, aber eben auch hier sehr viel Spannung kostet nachdem die Verschwörungsgeschichte vorbei ist: Hat diese Geschichte eigendlich so etwas wie einen "Bösewicht" oder vielleicht besser ausgedrückt, so etwas wie einen Gegenspieler zu Peter? Denn ich glaube ein Großteil der Spannung in der Geschichte ging auch verloren als sich irgendwo in Kapitel 12 herraus gestellt hat, dass Sandra nicht der erwartete Gegenspieler ist und seitdem niemand diese Lücke wirklich gefüllt hat. Klar es gibt diese obskuren "Forces" irgendwo da drausen in deiner Welt, aber noch nie sind sie in irgendeiner anderen Form als in Erzählungen in deiner Geschichte erschienen und scheinbar sind die ja ziemlich dämlich wenn sie sich von einer Fake-Chefin über ewige Zeiten (Monate? Jahre?) was vor machen lassen ohne irgendwelche Fragen zu stellen. Militärisch, dämlichen Gehorsam mal in allen Ehren, da ist zwar viel möglich (Hauptmann von Köpenik lässt grüßen ^^) aber über Monate? Sry, das nehm selbst ich niemandem ab. Angeblich sollen die Forces Wandler jagen und töten, aber man hat nirgens wirklich beschrieben bekommen wie sie dabei vor gehen. Dann hätte man als Leser vielleicht auch einen Grund gehabt sich vor denen zu fürchten. An dieser Stelle gibt es einfach sehr viele Möglichkeiten etwas zu verbessern, denn ich denke daran hängt es sehr. ^^
Peter hat von Angelina und Sandra geträumt. Angelina hat von Peter geträumt, und Sandra hat sich schon in das Video verliebt, auf dem er zu sehen war.
Gerade das macht die Sache ja so unglaublich unrealistisch und unmöglich. Gerade Sandra ist da besonders heftig, ich meine die verliebt sich als kleines Kind in nen Kerl in nem Video und tut als Erwachsene dann immer noch alles um vom Mond aus an genau diesen Kerl ran zu kommen. Liebe auf den ersten Blick in allen Ehren, aber das da ist einfach nur noch so überzogen, dass ich dein Frauenbild ein wenig in Frage stellen muss.
Vielleicht muss ich auch die Tatsache deutlicher machen, dass Angelina die Gabe hat, in den Geist der Leute zu sehen, denen sie die Hand gibt, und daraufhin die Entscheidung zu treffen, wie vertrauenswürdig sie sind.
Das könnte vielleicht helfen und IHRE offene Art erklären, allerdings nicht die Offenheit der andern ihr gegenüber. Dieses Misstrauen würde auf jeden Fall bleiben und sich meiner Meinung nach sogar noch verstärken. Will damit ausdrücken, dass das keine Patentlösung für das Problem wäre. Daran musst du dann eben einfach weiter arbeiten, wenn dir das leichte Probleme bereitet.
Die Hochzeitsnacht war bis jetzt eine der ganz wenigen Szenen, wo das ganze hinpasste. Gar nicht mal, weil es genau eine Hochzeitsnacht ist, sondern weil in diesem Stück der Handlung der Leser nicht das Gefühl hat, das die eigentliche Handlung unterbrochen wurde.
Hier scheint ganz klar eine Frau zu schreiben. Für mich war DAS nämlich eindeutig der schwächste Teil der Geschichte. Viel zu viel Kitsch auf einen Haufen und die ganze Zeit diese verzweifelte Hoffnung, dass der Kitsch vielleicht mal von irgendetwas relevantem unterbrochen würde. Sry, aber ich fand diese Szene einfach nur sowas von "Twilight", dass es mich richtig davor geekelt hat und ich könnte mich immer noch schütteln wenn ich mich dran zurück errinnere. Wie gesagt, eine Frau sieht das wahrscheinlich wieder völlig anders, als Kerl empfand ich das nun mal so.

Der danach kommende Teil über die Vergangenheit war dann tatsächlich wieder interessant und alles andere wurde oben schon kritisiert. Ich hab aber noch ein anderes Problem mit dem Ausflug zum Mond. Ja es steht zwar da, dass es lange gedauert hat alles zu organisieren, aber was alles? Das wäre interessant zu lesen gewesen, wie sie es geschafft haben einen Weltraumflug zu organisieren, während sie von einer Massenmörderorganisation gejagt werden. Ich meine, die Situation ist doch schon ziemlich gefährlich wenn man sich das überlegt und du gehst da einfach in einem Satz drüber weg. Ein ausführlicherer Bericht über den Weltraumflug an sich wäre auch nett gewesen und hätte deutlich für Athmosphäre gesorgt, ebenso wäre es nett gewesen die Umgebung auf dem Mond und das Aussehen der Station ein wenig zu beschreiben. Insgesamt wird sich im ersten Teil einfach auf unnötige sexuelle Fragen konzentriert anstatt eine wirklich interessante Handlung aufzubauen. Es muss ja nicht gleich ein Massengemetzel ausbrechen, aber ein Katz und Maus - Spiel wie in einem guten Thriller nun mal üblich wäre gut gewesen bei diesem Grundszenario oder, oder, oder. Stattdessen kommt zum gefühlten hundersten Mal ein Satz über lange Liebesnächte. Ist ja ganz nett, dieses Detail, aber in anbetracht dessen was alles fehlt muss ich einfach sagen "Wen interessierts?" und generell scheint diese ganze Geschichte als ob die Charaktäre keine bedeutenderen Probleme hätten als ihre Sexualität, wenn man wie schon hundert mal geschrieben bedenkt, dass sie von einer Massenmörderorganisation gejagt werden.
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Rainer Prem
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Re: Kommentare und Kritiken zu Rainers Geschichten

Beitrag von Rainer Prem » Mi 9. Dez 2015, 06:51

Hallo,

es scheint, als ob ich einiges nicht geschafft habe rüberzubringen und/oder als ob du diese Welt durch deine eigene Brille siehst - was erst einmal nichts Schlimmes ist.
Child of Bodom hat geschrieben: Hat diese Geschichte eigendlich so etwas wie einen "Bösewicht" oder vielleicht besser ausgedrückt, so etwas wie einen Gegenspieler zu Peter?
Ja, auch wenn ich befürchte, dass seine Rolle für deinen Geschmack zu klein ist.
Child of Bodom hat geschrieben:
Denn ich glaube ein Großteil der Spannung in der Geschichte ging auch verloren als sich irgendwo in Kapitel 12 herraus gestellt hat, dass Sandra nicht der erwartete Gegenspieler ist und seitdem niemand diese Lücke wirklich gefüllt hat.
Die Spannung in dieser Geschichte sollte eigentlich darin bestehen, herauszufinden, was in dieser Welt vor sich geht, und wie die Wandler es schaffen, ihre Freiheit zu bekommen. Dabei sind KEINE schweren Waffen etc. involviert.

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, die Unterdrückung einer ganzen Rasse in die Hände eines einzigen Oberbösewichts zu legen, der dann Bond-mäßig gejagt und am Ende getötet wird, sondern ich habe versucht, ein mögliches realistisches Szenario - von dem schon einige Puzzleteile bekannt sind - zu hinterlegen.

Der Hauptpunkt ist der, dass die "Menschheit" die Computer kontrolliert, und damit auch den gesamten Informationsfluss. Es wurde gesagt, dass es keinerlei verlässliche schriftliche Aufzeichnungen aus der Zeit vor der Infektion gibt. Also beruht das gesamte Wissen der Wandler, die sich für Menschen halten, auf Hörensagen. Das hier ist eine 1984-Situation aber mit einer viel, viel besseren Kontrolle dessen, was die "Proles" auf der Erde wissen. Die wissen ja noch nicht einmal, dass sie unterdrückt werden.
Child of Bodom hat geschrieben: scheinbar sind die ja ziemlich dämlich wenn sie sich von einer Fake-Chefin über ewige Zeiten (Monate? Jahre?) was vor machen lassen ohne irgendwelche Fragen zu stellen.
Irgendetwas muss da jetzt völlig falsch verstanden sein. Sandra ist weder "Fake" noch "Chefin". Die Frauen auf dem Mond kontrollieren die Wandler auf der Erde. Die Forces bestehen aus den immunen, aber unfruchtbaren Männern. Die nicht-immunen Frauen bilden die geheime Regierung, und die immunen Frauen werden zur Forschung auf die Erde geschickt.
Child of Bodom hat geschrieben: Angeblich sollen die Forces Wandler jagen und töten, aber man hat nirgens wirklich beschrieben bekommen wie sie dabei vor gehen.
Klar hätte ich die Geschichte in der Zeit beginnen lassen können, wo Millionen von Wandlern von den Forces abgeschlachtet wurden, wo ganze Millionenstädte (wie übrigens beschrieben) eingekesselt, und alle Infizierten getötet wurden. Klar hätte ich heroische Schlachten zwischen schwerbewaffneten, schwarzgekleideten Soldaten auf der einen und Frauen und Kindern auf der anderen Seite schildern können.

Habe ich aber nicht.
Child of Bodom hat geschrieben:
Rainer hat geschrieben:Peter hat von Angelina und Sandra geträumt. Angelina hat von Peter geträumt, und Sandra hat sich schon in das Video verliebt, auf dem er zu sehen war.
Gerade das macht die Sache ja so unglaublich unrealistisch und unmöglich. Gerade Sandra ist da besonders heftig, ich meine die verliebt sich als kleines Kind in nen Kerl in nem Video und tut als Erwachsene dann immer noch alles um vom Mond aus an genau diesen Kerl ran zu kommen. Liebe auf den ersten Blick in allen Ehren, aber das da ist einfach nur noch so überzogen, dass ich dein Frauenbild ein wenig in Frage stellen muss.
Du bist doch derjenige, der Engel und Dämonen in seinen Geschichten hat. Hast du dir jemals Gedanken darüber gemacht, was die, außer sich (sorry) in Großbuchstaben anzubrüllen, noch tun?

Engel sind per Definition Boten einer allwissenden Macht. Es geht hier um Vorherbestimmung und Schicksal. Dass die drei Hauptpersonen dieser Geschichte alle am 9.9.9 geboren sind (der "Zahl des Wolfes") hat eine Bedeutung.

Und nein, Sandra hat das Video von San Francisco nicht "als kleines Kind" gesehen, sondern in der Zeit, während festgestellt wurde, ob sie immun ist. Das sind mehr oder weniger die letzten Monate, bevor sie tatsächlich zur Erde geflogen ist, und dort hat sie nur zwei Jahre verbracht (steht alles in der Geschichte).
Child of Bodom hat geschrieben: Will damit ausdrücken, dass das keine Patentlösung für das Problem wäre. Daran musst du dann eben einfach weiter arbeiten, wenn dir das leichte Probleme bereitet.
Ich habe das Gefühl, du versuchst Probleme zu erschaffen, die nicht das Thema dieser Story sind.
Child of Bodom hat geschrieben:
Die Hochzeitsnacht war bis jetzt eine der ganz wenigen Szenen, wo das ganze hinpasste. Gar nicht mal, weil es genau eine Hochzeitsnacht ist, sondern weil in diesem Stück der Handlung der Leser nicht das Gefühl hat, das die eigentliche Handlung unterbrochen wurde.
Hier scheint ganz klar eine Frau zu schreiben. Für mich war DAS nämlich eindeutig der schwächste Teil der Geschichte. Viel zu viel Kitsch auf einen Haufen und die ganze Zeit diese verzweifelte Hoffnung, dass der Kitsch vielleicht mal von irgendetwas relevantem unterbrochen würde.
Damit wäre wohl endgültig klar, dass diese Story nichts für dich ist. Ja, die Geschmäcker sind verschieden, und ja, ich lasse keine gigantische Feuerdämonen auftauchen, während ein paar Leute Spaß haben.
Child of Bodom hat geschrieben:
Ich hab aber noch ein anderes Problem mit dem Ausflug zum Mond. Ja es steht zwar da, dass es lange gedauert hat alles zu organisieren, aber was alles? Das wäre interessant zu lesen gewesen
Ein altes, verblasstes Tagebuch auseinandernehmen, ohne etwas kaputtzumachen, Seite für Seite in den 3D-Scanner legen, dann überprüfen, ob das Computerabbild dem Original entspricht. Einhundert e-Books zusammensuchen, den Inhalt löschen, und die Image-Dateien draufkopieren. Ich denke NICHT, dass dich das wirklich begeistert hätte.
Child of Bodom hat geschrieben:
Das wäre interessant zu lesen gewesen, wie sie es geschafft haben einen Weltraumflug zu organisieren, während sie von einer Massenmörderorganisation gejagt werden.
Die "Massenmörderorganisation" existiert nur in deiner Phantasie. Der Ausflug zum Mond ist so komplziert zu buchen wie mit Ryanair nach Malle zu fliegen. Drei Minuten im Internet.
Child of Bodom hat geschrieben:
Ein ausführlicherer Bericht über den Weltraumflug an sich wäre auch nett gewesen und hätte deutlich für Athmosphäre gesorgt, ebenso wäre es nett gewesen die Umgebung auf dem Mond und das Aussehen der Station ein wenig zu beschreiben.
Denk doch mal darüber nach, was das Thema DIESER Geschichte ist. Hier geht es um Menschen und nicht um Technologie. Die Technik des Fluges von der Erde zum Mond ist absolut irrelevant. Alles was ich während des Hinflugs beschreibe, dient einzig und allein dazu, die Bühne für den Rückflug vorzubereiten.

Summa summarum ist mir jetzt klar, dass du eine andere Geschichte lesen wolltest, und scheinbar alles in dieser dagegen prüfst, ob es zu dieser anderen Geschichte passt oder nicht. Dies ist keine Geschichte über Schlachten, Monster und Megaraumschiffe. Dies ist eine Geschichte über Unterdrückung, über Erkenntnis und "Menschen", die lernen müssen, damit fertig zu werden, dass sie keine Menschen sind.

Grüße
Rainer
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Re: Kommentare und Kritiken zu Rainers Geschichten

Beitrag von Child of Bodom » Mi 9. Dez 2015, 13:01

Summa summarum ist mir jetzt klar, dass du eine andere Geschichte lesen wolltest, und scheinbar alles in dieser dagegen prüfst, ob es zu dieser anderen Geschichte passt oder nicht. Dies ist keine Geschichte über Schlachten, Monster und Megaraumschiffe. Dies ist eine Geschichte über Unterdrückung, über Erkenntnis und "Menschen", die lernen müssen, damit fertig zu werden, dass sie keine Menschen sind.
Ich wollte zwar eigendlich mit dem Kommentieren abschließen, aber das hier ist eine Unterstellung die ich nicht einfach da stehen lassen kann. Insbesondere, da ich genau DAS in der Geschichte sehe, als was du sie hier gerade aus weist. Ja es sollte eigendlich um genau das gehen. Und glaubst du nicht, dass man in einer solchen Welt andere Probleme hätte als die deiner Charaktäre? Eins noch: Ich weiß leider sehr genau aus direkter Erfahrung wie es sich anfühlt zu einer verfolgten, unterdrückten Minderheit anzugehören und es ist garantiert nicht das was du hier beschreibst.
Denk doch mal darüber nach, was das Thema DIESER Geschichte ist. Hier geht es um Menschen und nicht um Technologie. Die Technik des Fluges von der Erde zum Mond ist absolut irrelevant. Alles was ich während des Hinflugs beschreibe, dient einzig und allein dazu, die Bühne für den Rückflug vorzubereiten.
In jeder Sci-Fi Geschichte geht es auch um Technologie und das Lebensgefühl das damit entsteht und wie sich die Welt dadurch äußerlich verändert.
Die "Massenmörderorganisation" existiert nur in deiner Phantasie. Der Ausflug zum Mond ist so komplziert zu buchen wie mit Ryanair nach Malle zu fliegen. Drei Minuten im Internet.
Tut sie ja wohl eindeutig nicht, sonst würde man sie nicht ständig im Dialog erwähnen. Und du glaubst nicht, dass eine Organisation wie die Forces ohne Probleme an derartige Daten ran kommt und das ganze Unternehmen zurück verfolgen kann? Sowas kann ja bei uns schon die normale Polizei ohne Probleme, dazu brauchen wir nicht einmal nen Geheimdienst. Wie gesagt ist es eines meiner größten Probleme, dass sich keiner deiner Charaktäre allzu große Mühe gibt sich zu verstecken. Alles scheint offen organisiert zu werden und Probleme, oder sowas wie Angst bei einer Aktion entdeckt zu werden gibt es gar nicht. Alles ist supereasy und in 3 Minuten erledigt. Sry, aber so läuft das alles nicht wenn man unterdrückt und verfolgt ist. Zumindest bekommt man dann Angst vor derartigen, simplen Aktionen.
Engel sind per Definition Boten einer allwissenden Macht. Es geht hier um Vorherbestimmung und Schicksal. Dass die drei Hauptpersonen dieser Geschichte alle am 9.9.9 geboren sind (der "Zahl des Wolfes") hat eine Bedeutung.
Eigendlich war es meine Intention Engel und Dämonen als nicht wirklich anders als die Menschen darzustellen. Also dass es auch auf "höherer Bewusstseinsebene" noch Konflikte und Kriege gibt und es eigendlich nur eine schöne Vorstellung der Religion ist, dass diese "höheren Mächte" alle gutartig und allmächtig sind. Mit Dingen wie dem Schicksal will ich eigendlich überhaupt nichts zu tun haben. Nichts desto troz soll mir das als Erklärung jetzt mal ausreichen. Das Problem ist und bleibt aber weiterhin die Umsetzung deines ganz oben besprochenen Unterdrückungsthemas.
Und nein, Sandra hat das Video von San Francisco nicht "als kleines Kind" gesehen, sondern in der Zeit, während festgestellt wurde, ob sie immun ist. Das sind mehr oder weniger die letzten Monate, bevor sie tatsächlich zur Erde geflogen ist, und dort hat sie nur zwei Jahre verbracht (steht alles in der Geschichte).
Auch das macht die Sache nicht unbedingt besser. Wie gesagt halte ich es nicht für wahrscheinlich, dass eine Frau so extrem lange auf einen Kerl wartet und sich vor allem zwischenzeitig nicht einem anderen widmet. Sry, ich will dir wirklich nicht zu Nahe treten, aber was hast du eigendlich für einen Frauenbild? Keine Frau auf diesem Planeten würde so etwas tun, ganz besonders nicht bei Kerleüberschuss.
Die Spannung in dieser Geschichte sollte eigentlich darin bestehen, herauszufinden, was in dieser Welt vor sich geht, und wie die Wandler es schaffen, ihre Freiheit zu bekommen. Dabei sind KEINE schweren Waffen etc. involviert.
Klar hätte ich die Geschichte in der Zeit beginnen lassen können, wo Millionen von Wandlern von den Forces abgeschlachtet wurden, wo ganze Millionenstädte (wie übrigens beschrieben) eingekesselt, und alle Infizierten getötet wurden. Klar hätte ich heroische Schlachten zwischen schwerbewaffneten, schwarzgekleideten Soldaten auf der einen und Frauen und Kindern auf der anderen Seite schildern können.
Dass mir das immer und immer wieder unterstellt wird, nur weil mein eigener Schreibstil diese Richtung zeigt, finde ich langsam aber sicher ein wenig zum kotzen. Sry, aber du bist nicht der erste, der mir auf diese Weiße argumentiert. Es geht hier nicht um heroische Schlachten, sondern einfach nur um eine korrekte Darstellung der Unterdrückung, die einfach völlig fehlt. Wenigstens eine oder 2 Szenen, die zeigen wie schlimm die Situation wirklich ist, wären einfach hilfreich gewesen und hätte für viele viele weitere Kapitel für Spannung gesorgt. Diese Sache einfach bewusst ausgelassen zu haben degradiert die Story zu "Klamauk" herrab und macht es sogar noch viel schlimmer als ich ursprünglich angenommen hatte.
Damit wäre wohl endgültig klar, dass diese Story nichts für dich ist. Ja, die Geschmäcker sind verschieden, und ja, ich lasse keine gigantische Feuerdämonen auftauchen, während ein paar Leute Spaß haben.
Bei dem Teil mit den gigantischen Feuerdämonen sind wir wieder bei unangemessenen Unterstellungen. Nichts desto troz wäre diese Hochzeitszene eine gute Gelegenheit gewesen die Richtung zu wechseln und die Unterdrückung darzustellen. Ich hab allerdings ja auch schon zugegeben, dass diese Ansicht die eines "zwanghaft männlichen Metalliebhabers" ist und alleine schon ein Geschlechterwechsel die Sicht auf die Szene ändert und da du ja auch selbst ein Kerl bist (der Nickname deutet es an) scheint das einfach nur Geschmacksfrage zu sein und nicht Geschlechterfrage.

Ich darf jetzt zum Abschluss noch etwas sagen: Grundsätzlich sind wir beide und die Themen über die wir schreiben gar nicht so unterschiedlich. Auch bei Inferno gibt es das Rassismus- und Unterdrückungsthema. Das erschließt sich dem Leser nur nicht wenn er bloß die ersten 5 Kapitel der Geschichte gelesen hat und dann einfach aussteigt. Das habe ich bei dir definitiv nicht getan, auch wenn ich mir jetzt doch langsam den Ausstieg vornehme, da ich ohnehin nur ein fertiges Werk kritisiere und nichts was ich hier schreibe den Verlauf des Werkes verändern wird. Wir sind uns ja mittlerweile in diesem Punkt doch einig, dass es nichts für mich ist. Bleibt meine im Raum stehende Kritik. Und ja meine Kritik ist hart, das gebe ich zu. Teilweiße hinterfrage ich sicherlich auch dein Weltbild ein wenig, aber ich denke jeder Mensch sollte das doch regelmäßig auch einmal selbst tun, denn nur so kann man wachsen und besser werden. Es möge mir bitte auch einmal jemand anders als der Author wiedersprechen, wenn ich unrecht habe in meinen Punkten, denn ich wüsste nicht was genau jemals darauf hingedeutet hätte, dass ich ein Actionfeuerwerk oder ein Massengemetzel lesen wollte, denn das wollte ich definitiv nicht. Ich bin ein rießen Fan von etwa auch Filmen wie Interstellar oder besser Contact oder noch besser der Serie House of Cards oder auch anderen Kevin Spacy-Filmen und da ist wirklich kein einziger ein Massengemetzel. Gerade Interstellar ist das perfekte Beispiel für einen Film, der völlig meinen Ansichten wiederspricht und trozdem ein super genialer Film ist. Was ich sagen will ist, dass du einfach einige grundsätzliche Fehler machst, wenn du dir ein solches Thema auswählst und dich dann weigerst Gewaltdarstellung in die Geschichte einfließen zu lassen. Das wird einfach nicht funktionieren und nicht zu dem gewollten Ergebnis führen. Und ein letzter Punkt wäre da nun einmal doch noch:
Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, die Unterdrückung einer ganzen Rasse in die Hände eines einzigen Oberbösewichts zu legen, der dann Bond-mäßig gejagt und am Ende getötet wird, sondern ich habe versucht, ein mögliches realistisches Szenario - von dem schon einige Puzzleteile bekannt sind - zu hinterlegen
Zum einen: Als ob das in der Menschheitsgeschichte nicht schon oft genug vorgekommen wäre. (Die Unterdrückung einer ganzen Rasse durch das tun oder zumindest anstiften einer einzigen Person)
Und zum anderen: Der Gegenspieler muss kein Mensch sein. Der Film Master & Commander etwa hat gewisser Maßen ein "Schiff" als Gegenspieler, was sehr gut kommt. Computer eignen sich auch immer sehr gut als Gegenspieler und nein, der Gegenspieler muss auch nicht immer am Ende sterben, das sind alles Klischées aus den schlechtesten aller Geschichten, für die ich aber nicht verantwortlich bin. Ich selbst lasse Inferno und auch andere Geschichten nicht immer nur mit der Vernichtung des Feindes enden und gehe auf dieses Problem sogar moralisch explizit ein. Das nur bevor ich mir wieder etwas unterstellen lassen muss, was offensichtlich an Unkenntnis meiner Texte und auch meiner Person liegt. Ehrlich gesagt ich wünschte, dass jemand sie einmal so extrem auseinander nehmen würde wie ich deinen und ich hoffe doch, dass wenigstens eine Kleinigkeit meiner Kritik durch kam. Grundsätzlich sehe ich auf jeden Fall sehr viel Potential und normalerweiße interessieren mich Geschichten über Unterdrückung von Minderheiten oder anderen Rassen sehr.
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Re: Kommentare und Kritiken zu Rainers Geschichten

Beitrag von Rainer Prem » Mi 9. Dez 2015, 18:33

Hallo Child of Bodom,

ich weiß nicht, ob wir es jemals schaffen, uns zu verstehen, aber dennoch:

Ich habe die Rolle der "Forces" meiner Meinung nach sehr genau beschrieben: Sie existierten als eine geheime Polizei/Militärorganisation bereits vor der ersten Infektion. Danach haben sie die Aufgabe bekommen, alle Infizierten zu töten, da eine Heilung nicht möglich erschien UND angenommen wurde, dass "Werwölfe" mörderische Monster seien. Das war in den Augen der uninfizierten Menschen ein "Krieg gegen Monster", und kein Massenmord.

Wenn es dir schwer fällt, dir so etwas vorzustellen, dann ersetze in Gedanken doch einfach "Werwolf" oder "Wandler" durch Zombie oder Ratte. Selbst die freien Wandler sehen das nicht Massenmord, sondern verstehen, was die Menschen damals angetrieben hat.

Außerdem war das achtzig Jahre VOR Beginn der Geschichte, damit sind ALLE damals beteiligten Menschen und auch die meisten der Wandler tot. Nach der Entdeckung des Polysteroids durch Dr. Gibson, der im Auftrag der "Menschheit" handelte (und dabei selbst wahrscheinlich ein Wandler war, was die Sache noch verschlimmert) wurden die Überlebenden (wahrscheinlich zum großen Teil Kinder und wenige alte Leute) sozusagen in Lager gesteckt und mit Hilfe des Giftes systematisch an der Nutzung ihrer Fähigkeiten gehindert.

Danach war (bevor einer der aktuell in den Forces dienenden Menschen überhaupt geboren war) die Zeit der Gewalt vollständig vorbei. Die "Menschheit" auf dem Mond beschränkte sich darauf, die Erde als Brutstätte für DNS anzusehen, und ab und zu Wandler zu entführen, um sie als Samenspender oder Laborratten zu missbrauchen.

Zum Zeitpunkt der Geschichte gibt es keine Gewalt auf der Erde. Durch die Tatsache, dass vergiftete Wandler nach spätestens sechzig Jahren an Altersschwäche sterben, und die komplette Überarbeitung der Geschichtsbücher weiß kein einzige Wandler außerhalb von New Hope was eigentlich passiert ist, und selbst die haben (mit Ausnahme von Maria) nicht den großen Überblick.

Das alles steht im ersten Teil der Geschichte. Natürlich nicht in einem großen Infodump, sondern schön verteilt, und mit Falschinformationen vermischt, in den Erinnerungen der einzelnen Figuren, und in den Geschichtsbüchern, in denen Peter liest.

Also noch einmal: Es gibt keine "Massenmörderorganisation", sondern eine geheime (sehr kleine) Organisation, die auf Grund von 100%er Kommunikationsüberwachung durch KI-Programme (sehr selten) gezielt eingreifen kann, falls sich zeigt, dass jemand scheinbar zu viel herausgefunden hat. Man hat versucht, Peter zu töten und es wie einen Unfall aussehen zu lassen, exakt im Stil von Geheimdiensten. Natürlich kann man James Bond einen Massenmörder nennen, wenn man bedenkt, wieviele Menschen er schon umgebracht hat.

Und diese Forces wissen auch sehr genau, wie die Befehlskette läuft. Das mag nicht sehr demokratisch sein, dass Frauen in der Mondstation das Sagen haben, aber das hat sich nun einmal so im Laufe der Jahrzehnte entwickelt. Unwahrscheinlich? Klar. Unmöglich? Schau dir nur mal die Strukturen in Nordkorea, China oder Russland an.Da hüpfen MILLIONEN von Soldaten, wenn Herr Kim oder Herr Putin "Spring" rufen.

Ich hoffe, dies trägt zum besseren Verständnis bei. Wenn nicht, haben wir halt Pech gehabt.

Grüße
Rainer
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Re: Kommentare und Kritiken zu Rainers Geschichten

Beitrag von Rainer Prem » Fr 11. Dez 2015, 16:58

Hallo,

ich habe gerade Kapitel 1 des Buches 1632 von Eric Flint gepostet.

Eric ist ein Schriftsteller, der sehr viel Wert auf eine definierte, einheitliche Erzählperspektive legt, und der sich auch Mühe macht, Infodumps zu vermeiden, und notwendige Hintergrundinformation elegant einzuarbeiten.

In dem ganzen Kapitel (bis zu den drei Sternen) bleibt die Perspektive strikt bei Mike, und dabei werden außer ihm noch vier Hauptpersonen und zwei Nebenpersonen eingeführt und beschrieben.

Für all diejenige, die mit der Perspektive Probleme habe sei die Szene empfohlen, wo Mike sich Gedanken über Dr. Nichols macht und Dr. Nichols Gedanken aus Mikes Perspektive geschildert werden.

Viel Spaß beim Lesen
Rainer
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Re: Kommentare und Kritiken zu Rainers Geschichten

Beitrag von Child of Bodom » Di 1. Mär 2016, 11:31

Es ist unglaublich was man sich manchmal alles antut, wenn man im Job gelangweilt ist. So kam es auch, dass ich mir hiervon die fehlenden Teile gegeben hab. An meiner Gesamtbilanz hat das aber nur sehr wenig verändert.

Zunächst mal solltest du damit leben, dass du nach den selben Parametern bewertet wirst, die du selbst gesetzt hast. Soll heißen, dass Realimus ein bedeutendes Thema bei meiner Bewertung ist, wenn du selbst schreibst, dass du ein möglichst realistisches Szenario erschaffen wolltest.

Außerdem ist mir beim Lesen der letzten paar Teile etwas aufgefallen, was bestimmt auch bei mir falsche Erwartungen geweckt hat. Diese Geschichte ist FSK ab 16 und dafür (finde ich zumindest) sexuell ein wenig zu explizit manchmal und auch die brutalität der Kämpfe, die später noch kommen empfinde ich eher als "ab 18" wie ab 16. Möglicherweiße hätte mich das alles bei einem höheren FSK weniger gestört.

Kommen wir nun zu meinen Kritikpunkten und die sind eigendlich fast unverändert aus den Vorposts übernehmbar. Peter soll nicht wie ein "Macho" erscheinen (Ich finde "Lustmolch" trifft es etwas besser) aber es kommen immer wieder solche Szenen wie die bei seiner Hypnose darin vor, die einfach zwangsweiße so ein Bild erschaffen müssen. Ferner nimmst du dir ziemlich lange Zeit um seine Anspannung beim Erstkontakt mit seinen Gegnern zu beschreiben (Man kommt zum Schluss, dass er an dieser Stelle "Angst" hat) und dann kommt ein Satz wie "Sorry, ich suche die Herrentoilette". Man bekommt einfach ein wenig das Gefühl, dass du selbst nicht richtig weißt, wie dein Hauptcharakter jetzt eigendlich genau sein soll.

Dann kam eine meiner größten Enttäuschungen in der Geschichte, die nur noch von der Hochzeitsnacht übertroffen wurde. Und das ist Peters Rettungsszene. Wie gut wäre es gewesen hier die Richtung der Story zu wechseln. Was hätte man alles an neuen, spannenden Situationen aus seinem Gedächnisverlust erzeugen können. Stattdessen kommt irgendeine sehr absurde Mondszene und schwups ist das Gedächnis wieder da. Direkt gefolgt von dem größten (man möge mir diese Wortwahl bitte verzeihen) Griff ins Klo, der eine an dieser Stelle völlig unangebrachte Liebesszene war. Sry, aber Hallo? Die befinden sich auf einer Station voller feindlich gesinnter Monsterwölfe und sie finden trozdem noch die Zeit zum rumknutschen? Dieses Charakterverhalten ist doch einfach nur noch irrational und ergibt gar keinen Sinn. Zumindest hätte sich Angelina dagegen wehren müssen und ein Kommentar "Dazu haben wir jetzt keine Zeit" folgen müssen oder Peter hätte abbrechen müssen, weil er sich schlagartig der Situation bewusst wird oder irgendetwas ähnliches. Das hätte die Situation retten können, aber so ist es irgendwie irrationales Charakterverhalten beider seits.

Als nächstes wäre da der Bösewicht der Geschichte. Und nachdem ich den erleben durfte gibt es einen Satz von dir den ich einfach gar nicht nachvollziehen kann:
Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, die Unterdrückung einer ganzen Rasse in die Hände eines einzigen Oberbösewichts zu legen, der dann Bond-mäßig gejagt und am Ende getötet wird
Das ist doch genau das was du getan hast. Einen absolut Klischéehaften Oberbösewicht geschaffen, der alles was Geschehen ist zu verantworten hat und am Ende getötet wird. In so fern verstehe ich diesen Satz nicht mehr. Und meine Fresse, dieser Kerl ist tatsächlich extrem Klischéebeladen. Ich meine größer und stärker als die anderen, Aggressiv auf praktisch alles reagierend und dem Hauptcharakter seinen Plan verraten weil ja niemand anderen zum reden hat sind tatsächlich sämtliche Klischées über Bösewichte auf einen Haufen, die mir insgesamt so einfallen würden. Fehlt nur noch die schlechte Behandlung seiner Untergebenen, die hast du gottseidank ausgelassen oder zumindest nicht direkt eingebracht.

Dann finde ich leider auch immer wieder solche Teile wie den letzten ausgestellten vor, deren Sinn sich mir einfach nicht richtig erschließen will. Sicher wolltest du den Computer realistisch darstellen, aber dazu hätte es genügt zu schreiben, dass er eine rootshell öffnet und dann damit arbeitet. Auch hätte es genügt einmal zu zeigen, wie das aussieht. Die meisten Menschen fühlen sich von Informatik nun einmal eher gelangweilt als unterhalten, auch wenn das auf dich persönlich nicht zutreffen mag. Überhaupt hast wie glaube ich schon einmal geschrieben sehr viele Details eingearbeitet auf die es definitiv gar nicht ankam, dafür andere wirklich interessante Teile einfach weg gelassen. Mir erscheint es als hättest du ein wenig vergessen, dass das Werk hauptsächlich unterhalten sollte und keine pädagogisch ansprechend gestaltete Hilfe zum Lernen von Wissenschaften oder zur sexuellen Aufklärung sein soll. Vielleicht hilft es sich das öfter mal beim schreiben klar zu machen.

Insgesamt erreicht die Geschichte troz allem Gemotze die Schulnote "befriedigend" und das sollte ganz bestimmt keine Anspielung auf irgendetwas sein. :mrgreen: Herraus gerissen haben sie die Teile die nach dem Angriff auf die Mondstation folgten. Nach diesem Angriff entstand nämlich tatsächlich sowas wie ein Gefahrengefühl, das durch diesen gar nicht mal so schlecht umgesetzten Sprung aus dem Shuttle, erzeugt worden war. Du hast es tatsächlich geschafft darauf aufzubauen und es über ziemlich viele weitere Teile hinweg zu erhalten. Auch Peters Flug zur Station, sowie sein Aufenthalt dort zählten definitiv zu den Höhepunkten der Geschichte, auch wenn er leider ein wenig kurz war. Besonders erwähnen muss ich troz aller Klischées noch einmal die Folterszene. Die hat tatsächlich einiges zur Verdichtung der Athmosphäre beigetragen. Die Kämpfe selbst errinnerten mich aus irgendeinem Grund sehr an die Underworld-Filmreihe, was wohl möglich auch der Grund ist, weshalb sie mir so brutal erscheinen, aber bestimmt nichts schlechtes sein sollte. Lediglich ein wenig kurz und wie ich finde ein wenig zu schnell wird das ganze abgehandelt, aber das fällt tatsächlich sehr stark unter Geschmacksfrage. Nicht jeder muss ein 15 Teiliges Massengemetzel zum Finale lostreten um eine gute Geschichte zu schreiben. :mrgreen:

Insgesamt hast du eine sehr interessante und möglicher Weiße auch realitische Welt geschaffen in der es lediglich an der Charakterinteraktion mangelt. Ich denke dort dürfte deine größte Schwäche liegen und wenn du die irgendwie in den Griff bekommst, wird dir sicherlich auch der überzogene sexuelle Faktor, auf den du ja scheinbar ziemlichen Wert legst, vergeben werden. Mein Problem damit ist einfach dass wir praktisch überall mit Sex zugeschüttet werden. Hauptsächlich in der Werbung, egal ob in Film oder in Druckform. Noch dazu war mir das in praktisch allen Filmen, die mir so aufs erste Nachdenken hin einfallen, ein zu großes Thema, da muss ich nicht auch noch in Büchern darüber lesen. Aber das bin nur ich, bei anderen Leuten mag das wiederum anders sein. Ich hoffe, dass meine Kritik nicht zu hart war, so dass du jetzt keine Lust mehr hast oder sowas und darf mich dann vielleicht sogar auf dein nächstes Werk freuen. Wenn die Kritikpunkte berücksichtigt werden, dürfte das sogar echt richtig gut werden.

Edit: Falls der Kommentar etwas aggressiv wirkt, dann dürfte das daran liegen, dass ich ihn 2mal schreiben musste und mir eine Menge Text beim ersten mal verloren gegangen ist. Wohlmöglich ist ein wenig meiner Aggression über diesen Verlust in den Text mit eingegangen, der erste Versuch war eindeutig sehr viel freundlicher geschrieben. -.-'
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