Kommentare und Kritiken zu Vivian's Geschichten

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Vivian
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Kommentare und Kritiken zu Vivian's Geschichten

Beitrag von Vivian » Di 20. Okt 2015, 20:36

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir ein bisschen Feedback zu meinem Geschichten geben würdet. ^^
Ich bin mir zwar nicht sicher, ob es euren Geschmack trifft, aber trotzdem würde ich mir gern ein paar Kommtare von euch einholen.
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Tom
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Re: Kommentare und Kritiken zu Vivian's Geschichten

Beitrag von Tom » Di 20. Okt 2015, 23:36

Es heißt "achtend" und nicht "achtent".
Ansonsten sind mir keine Fehler aufgefallen.

Die Geschichte beginnt etwas unbedeutend, nimmt dann aber ab dem Punkt des Vaters eine interessante Note an.
Erinnert mich irgendwie an meine Kindheit. Da war ich auch immer das Opfer von allen ...
Bin schon mal gespannt, wie es weiter geht und ob die Geschichte so psychologisch wird, wie ich mir das denke.

Ich hasse Perfektion.
Sie bietet keinen Platz für Kreation.

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Vivian
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Re: Kommentare und Kritiken zu Vivian's Geschichten

Beitrag von Vivian » Mi 21. Okt 2015, 06:54

Dachte ichs mir doch. Meins sah so falsch aus. :headbang:
Die Geschichte sollte auch so unbedeutend beginnen. Manche Dinge erinnern mich auch an meine Kindheit. Man kann es als Verarbeitungsprozess betrachten.
Ehrlich gesagt weiß ich noch gar nicht genau, wie es weitergehen soll. Aber es soll auf jeden Fall in eine psychologische Richtung (wenn es mir gelingt) gehen. So eine Art Kritik an der Gesellschaft oder sowas. Mal sehen. ^^
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Lilly
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Re: Kommentare und Kritiken zu Vivian's Geschichten

Beitrag von Lilly » Mo 26. Okt 2015, 10:34

Interessant, irgendwie zumindest. Ich finde Geschichten zum Thema Außenseitertum immer sehr bedenkenswert, eben weil sie an Erfahrungen erinnern, die man selber gemacht hat. Wenn sie schlecht geschrieben sind, kann man sich von ihnen angegriffen fühlen, frei nach dem Motto "Das sollen Probleme sein?". Zumindest war das mit einigen Texten in meiner Schulzeit so.
Was du aber schreibst, nun ja ... auf den ersten Blick kommt es einem vor wie die eine Dramasituation, die man schon tausend mal gehört hat, aber die feinheiten machen es aus. Etwa die Sache, das die Mutter nach dem Verlust des Vaters sich so auf ihre Tochter fixiert. Das ist "ungewöhnlich", das ist eben nicht der Mist wie sich jeder Durchschnittstyp die Situation eines Außenseiters vorstellt. Auch den Hauptcharakter, der begeistert allein im Wald ist. Der könnte von mir sein, eine ähnliche Idee lag am Anfang meinen "Nachtschatten" zugrunde. Bin auf jeden Fall gespannt, wie es weiter geht.
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Katiras und M'Tre'Tachos Lied
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Vivian
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Re: Kommentare und Kritiken zu Vivian's Geschichten

Beitrag von Vivian » Mo 26. Okt 2015, 11:26

Vielen Dank für deine Kritik. Die Befürchtung, jemand möglicherweise anzugreifen oder ähnliches, hege ich auch, was aber natürlich nicht meine Absicht ist. Ich habe versucht, einen Charakter zu erschaffen, der eben nicht das typische Mobbingopfer ist, wie man es sich vorstellt.
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Rainer Prem
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Re: Feindesfreunde Kapitel 1

Beitrag von Rainer Prem » Mi 28. Okt 2015, 13:06

Hallo,

ein paar Kommentare von Newcomer zu Newcomerin.

Der Titel ist schon mal sehr spannend und macht Lust auf mehr. Dein Stil ist flüssig zu lesen und abwechslungsreich.

Rechtschreibung:
Nur sie selbst wusste, das es falsch war => dass
Und dieser Schein trügte. => trog
Kneipenschlägerein => reien
Seit dem er Hailey und => Seitdem
Kamaraden
darstehen => dastehen
Mondenlichts => Mondlichts
aufs körperliche => Körperliche

Kommasetzung:
Wenn man sie sah konnte => sah, konnte
war sie kurz davor an den Umständen => davor, an
Wenn sie anfing zu weinen hatte er => weinen, hatte

Grammatik/Stil:
Wenn er gerade mal nicht trank => Ich würde das "mal" weglassen.
wie sie sie früher gerne nannte. => genannt hatte
erweiterte er seine ,,Spielchen” => würde ich nicht in Gänsefüßchen schreiben.
Und Ceddric war oft langweilig. => es ist nicht sichtbar, dass "Ceddric" hier im Dativ steht. Du kannst einfach "ihm" schreiben.
so ein Tag, wo => ein Tag, an dem

Mich stört ein bisschen dieses Doppelkomma zur Einleitung der direkten Rede.

Der Anfang ist gut, nur sind die ersten beiden Sätze im Präsens, bzw. Perfekt, und der Rest der Geschichte bis auf einen Satz in der Mitte (Ihre langen braunen Haare fallen) in der Vergangenheit erzählt.

"beschert ein schaudervolles Kribbeln" => Warum nicht einfach "ihr schauderte"? Weniger ist meist mehr.

"Trotz ihres Kummers" und fast der ganze Rest des Kapitels => Bist du sicher, dass ein Leser das jetzt wissen will? Du beschreibst ein Mädchen allein im Wald in der Nacht, aber statt damit weiterzumachen, und die Spannung auf einen Höhepunkt zu treiben, blendest du erst in die Innenaufnahme (wünschte sie sich) dann richtet sich die Kamera auf ihr Äußeres (ein hübsches Mädchen, lange, braune Haare) und schließlich ganz woanders hin (Ihr Vater hatte die Familie verlassen). Vorschlag: Schieb das alles nach hinten oder besser in eine andere Datei. Danach fährst du mit der Waldszene fort. Dinge wie "lange, braune Haare" kannst du statt in eine Aufzählung in die Geschichte einbauen. So etwas wie "Sie lief zwischen zwei Büschen hindurch. Das hätte sie wohl besser nicht gemacht; jetzt musste sie wieder Stunden damit verbringen Kletten aus ihren viel zu langen, braunen Haaren zu kämmen."

Nochmal: Die Informationen in diesem Rückblick ist im weiteren Verlauf der Geschichte sicher wichtig, aber hier noch nicht.

Wenn dir das noch nicht zu viel ist, kann ich auch noch etwas über deine Erzählweise schreiben...

Grüße
Rainer
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Re: Kommentare und Kritiken zu Vivian's Geschichten

Beitrag von Vivian » Mi 28. Okt 2015, 16:46

Vielen Dank für deine Kritik (und ja, ich heiße dich immer noch herzlich willkommen im Forum). ^^
Deine Verbesserungsschläge finde ich wirklich gut. Ein paar Dinge, wie das mit dem Doppelkomma zur Einleitung der direkten Rede, werde ich aber weiterhin so handhaben. Es ist meiner Meinung nach einfach üblich, es so zu machen, und ich werde davon auch nicht abweichen. Das mit den wechselnden Erzählzeiten, also Präsens und Vergangenheit, ist mir so noch nicht aufgefallen. Das werde ich mir nochmal, wenn die Zeit es mal zu lässt, ansehen und verbessern. Das, was im Wald passiert, wollte ich persönlich noch nicht mit ins erste Kapitel nehmen. Das erste Kapitel sollte dazu dienen, erstmal die Hauptperson kennen zu lernen. Aber auch das werde ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen.
Gerne würde ich auch noch deine Meinung über meine Erzählweise hören. ^^
LG vivi
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Rainer Prem
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Re: Kommentare und Kritiken zu Vivian's Geschichten

Beitrag von Rainer Prem » Do 29. Okt 2015, 15:45

Hallo,
Vivian hat geschrieben: ... das mit dem Doppelkomma zur Einleitung der direkten Rede, werde ich aber weiterhin so handhaben. Es ist meiner Meinung nach einfach üblich, es so zu machen, und ich werde davon auch nicht abweichen.
Ich muss gestehen, ich habe das noch nirgendwo gesehen. Das ist nicht dieses Zeichen „ das Word automatisch einsetzt...
Vivian hat geschrieben: Das erste Kapitel sollte dazu dienen, erstmal die Hauptperson kennen zu lernen. Aber auch das werde ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen.
Frag dich einfach: Wieviel davon MUSS der Leser jetzt wissen. Was ist nötig zum Verständnis der Handlung?

Die meisten "jungen" Autoren haben das Bestreben, dem Leser alles, was ihrer Meinung nach wichtig ist, darzulegen. Körpergröße, Augenfarbe, Geburtstag der Eltern, Beruf der Großeltern ... In deinem Fall hat Hailey noch nichts getan, was durch ihre Vergangenheit erklärt werden müsste. Erst, wenn sie sich zum ersten Mal "sonderbar" benimmt, ist eine Information angebracht. Dann denkt der Leser "Aha!" und nicht "Wozu muss ich das wissen?"
Vivian hat geschrieben: Gerne würde ich auch noch deine Meinung über meine Erzählweise hören. ^^
LG vivi
Du erzählst zum Beispiel von Ceddric, den "Neuen" in der Schule, dem "OMG how gorgeous" Cliché von Liebesromanen, der sie dann aber sofort disst. Ein guter Einstieg, aber dann ...

Du erklärst uns "Vom ersten Tag an war sie sein Opfer." Hier verpasst du die Gelegenheit, eine total emotionale Szene zu schreiben, was an diesem ersten Tag alles passiert ist. Wenn das der wichtige Angelpunkt ist, warum Hailey jetzt allein im Wald ist, darf das nicht mit erklärenden Sätzen ablaufen wie "Jeden Tag eine neue Gemeinheit" Welche? "Er fand immer etwas, womit er sie verletzen konnte." Was, zum Beispiel?

Im Englischen sagt man hier "Show, don't tell" Nicht erklären, sondern zeigen. Zeige deinem Leser, was am ersten Tag passiert, lass ihn mit Hailey fiebern und dann verzweifeln. Nicht in Zusammenfassungen, sondern in Schilderungen der Ereignisse. Vielleicht ist Ceddric ja gar nicht so schlimm. Vielleicht hat er ja auch Gefühle für Hailey und kann sie (Kerl halt) nicht ausdrücken und flüchtet sich dann in Gemeinheiten. Aber so etwas soll der Leser selbst entscheiden können.

Überlege, ob das nicht ein viel besserer Einstieg in die Geschichte wäre. Wir wissen eigentlich nicht, warum Hailey im Wald ist, warum sie "Kummer" hat. NACH einer Szene, in der sie mal wieder verzweifelt heulend vom Schulhof rennt, und in den dunklen Wald, fiebern wir mit ihr. Wird sie sich umbringen? Will sie sich eine Waffe besorgen?

Ich sage mal nichts mehr zu der Szene im Wald, sie ist viel zu kurz. Außerdem kann ich nur sagen, ob die Einleitung passt, wenn ich weiß, ob sie als nächstes ein Kätzchen rettet oder auf den Vampir ihrer Träume trifft. :-)

Grüße
Rainer
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